Bergrennen Unterfranken 8. / 9.9.2012

Dieses Wochenende wurde leider von einem schweren Unfall überschattet, der zum Abbruch des Rennens am Sonntag nach dem 1. Rennlauf führte. Deshalb musste bei den Fahrern der Clubsport-Trophy ein Trainingslauf mit zur Wertung herangezogen werden, was die Ergebnisse erheblich durcheinander gewirbelt hat.
 
Doch alles der Reihe nach. Die Lotus-Clubsport-Trophy darf im Rahmen einer "Gleichmäßigkeitsprüfung" (GLP) am Bergrennen Unterfranken in Eichenbühl teilnehmen und wird dort jedes Jahr begeistert aufgenommen.

Dabei handelt es sich um einen Lauf zur DEUTSCHEN BERGMEISTERSCHAFT mit knapp 200 Startern.
Die Strecke: 3050 m lang – 5,7% Steigung – 152 m Höhenunterschied – Breite 6 m

Originaltext der Internetseite Bergrennen Unterfranken:
„Vom Start weg fordert diese kurvenreiche Bergrennstrecke den Fahrern alles ab. Deshalb findet diese Strecke auch jedes Jahr sehr großen Zuspruch. Das erste Drittel der Bergstrecke ist geprägt von engen Kurven, der mittlere und obere Teil ist mit Top-Speed zu durchfahren. Die Suche nach den richtigen Bremspunkten und die Mut-Kurven "Klinge" und "Hondakurve" trennen die Spreu vom Weizen“.
 
Wir fahren INTERN in der Lotus-Clubsport-Trophy zwei getrennte Rennen nach eigenem Clubsport-Reglement aufgeteilt in zwei Klassen: der RACE-CLASS und der TROPHY-CLASS.
 
Also anders als die offizielle Veranstalter-Wertung (Sa Training/So Rennen):
- am Samstag 1 Trainingslauf und 2 Rennläufe (= 1. Veranstaltung)
- am Sonntag 1 Trainingslauf und 2 Rennläufe (= 2. Veranstaltung).
 
Hinzu kommt ein Geschwindigkeits-Bonus (wir fahren ja auf Gleichmäßigkeit – GLP), der die Sache für die "Racer" unter uns erst richtig interessant macht:
- für den Schnellsten ein Differenzzeit-Abzug von 0,3 sec
- für den Zweitschnellsten ein Differenzzeit-Abzug von 0,2 sec
- für den Drittschnellsten ein Differenzzeit-Abzug von 0,1 sec

Nach dem Motto: „Wer schnell fährt, fährt auch gleichmäßig“ gingen wir mutig ans Werk.
 
So kam es, dass ich am sonnigen, fast sommerlich warmen Samstag bei meiner jährlichen Lieblingsveranstaltung zur Hochform auflief und mich als Schnellster und Gleichmäßigster auf Platz 1 wiederfand. Florian sicherte sich dicht dahinter Platz 2. Das war ein familiäres Superergebnis, wie es nicht alle Tage vorkommt (siehe auch ausführlichen Bericht im „4LotusMagazin 04/12“ – auszugsweise hier)!

Am Sonntag war es dann beim Trainingslauf früh morgens noch etwas rutschig (vermutlich wegen der vielen "Abflüge" am Samstag) und ich fing mir, vom Vortag her noch etwas übermotiviert, 2 Sekunden Zeitverlust im Vergleich zu den Samstagszeiten ein. Das war aber nicht weiter schlimm - war ja nur Training und es sollten noch 2 Rennläufe folgen.
 
Im 1. Rennlauf fuhr ich dann erneut die schnellste Zeit (meine persönliche Bestzeit des Wochenendes) und ich war auf dem besten Weg den Erfolg vom Vortag wiederholen zu können! Aber dann kam alles anders...
 
Es kam leider wegen eines fürchterlichen Unfalls zum Rennabbruch und der 2. Rennlauf musste entfallen. Jürgen Seitz war mit seinem Ford Escort Gruppe H in der berüchtigten Honda-Kurve mit sehr hoher Geschwindigkeit von der Straße abgekommen und ungebremst gegen ein feststehendes Betonhindernis gekracht, wobei sich das Auto mehrfach überschlagen und sofort Feuer gefangen hat. Ein Hubschrauber brachte den Schwer-verletzten in eine Frankfurter Klinik.
 
Aufgrund einer internen Vereinbarung, in so einem Falle den Trainingslauf als 1. Rennlauf zu werten, "hatte ich den Salat": 2 Sekunden Zeit-Differenz!
Da halfen auch die 0,3 Sekunden Zeitbonus für die schnellste Zeit nix mehr! So dass ich mich am Ende in der Trophy-Class als 7. und Florian, dem es ähnlich erging, als 5. im Endergebnis wieder fand.
 
Wir konnten trotzdem mit einem halbwegs guten Ergebnis nach Hause fahren, waren froh das alle Fahrer der Lotus-Trophy ihre Autos unversehrt gelassen haben und wünschen dem verunglückten Fahrer Jürgen Seitz auf diesem Wege alles Gute und eine schnelle Genesung.
 

Um einen kleinen visuellen Eindruck vom Bergrennen Unterfranken zu erhalten:

 

http://www.youtube.com/watch?v=lxvwMbUNI6k

 

(Oskar Mühlbauer  – Rote Elise - an der „Klinge“- bei ca. 01:00 min)

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