27. ADAC-KATHREIN-Rallye 200 am 6.10.2012

Der Einstieg in die 200-er Szene ist geglückt – und um es (für die Lesefaulen) vorweg zu nehmen: wir sind größtenteils schadenfrei angekommen!

 

Nachdem wir bereits am Freitagabend ohne nennenswerte Schwierigkeiten den Segen der technischen Kommissare für unsere Teilnahme erhalten hatten, konnten Sandra Hauner und ich uns am frühen Samstag Morgen bei herrlichstem Sonnenschein auf den Weg machen, die insgesamt sechs zu fahrenden Wertungsprüfungen zu besichtigen.

Bereits dabei musste ich schon feststellen, dass Aufschrieb und Kommunikation mit meiner Beifahrerin das A und O sind. Bis auf eine Prüfung klappte dies aber schon ganz anständig, wobei mir Sandra durch den einen oder anderen Tipp und ihre ruhige Art einen großen Teil an Nervosität genommen hatte.


Um 13.18 Uhr war es dann soweit! Mit einem „vui Spaß und lasst´s des Auto fei ganz“ schickte uns der Rosenheimer Vorsitzende Dragan Milinovic beim Showstart in den Kathreinwerken auf die Reise, und wir machten uns auf den Weg zu WP 1 nach Oberwöhrn. Obwohl die Prüfung mit ihren langen Geraden die Copiloten nicht wirklich forderte, waren wir Fahrer umso mehr am Arbeiten. Relativ schnell musste ich feststellen, dass ich mich mit dem gewählten Luftdruck etwas verkalkuliert hatte, woraufhin wir fast jede Kurve quer durchfuhren. Bereits bei der Hälfte der WP 1 schien es kurzzeitig so, als würde mir nicht nur das Talent, sondern auch noch die Straße ausgehen! Denn bei einer zügig gefahrenen Links 3 rächte sich der zu hohe Reifendruck und eher durch Glück als durch fahrerisches Können schafften wir es, die darauffolgende Schikane nicht mit dem Heck voraus abzuräumen. Allerdings quittierten die Zuschauer diese Einlage mit Applaus und einer Laola-Welle, also hat´s zumindest gut ausgesehen…

 

Auf der Soyener WP 2 war dann Vorsicht geboten, denn bereits beim Besichtigen hatte ich meine liebe Mühe, die ausgesprochen selektive Strecke mit einigen gemeinen Kuppen, Kurven und nassen Waldpassagen richtig auf Papier zu bringen. So einigten wir uns darauf, diese Prüfung eher auf Sicht als nach Aufschrieb zu fahren. Als wir, wieder an einer schnellen Kurvenkombination, einen nicht unerheblich deformierten Astra im Acker stehen sahen und ich von Sandra nur ein „piano fahren, gell?!“ hörte, war unsere Vorsicht bestätigt. Mehr im zügigen Ausflugstempo als in Wertung beendeten wir auch diese WP.


Nach einer 18 km Überführung erreichten wir dann den Söchtenauer Rundkurs und somit die Strecke, auf welche ich mich bereits seit Wochen gefreut hatte. Dies merkte man offensichtlich, denn nach zweimaligem Durchfahren der Prüfung erreichten wir mit einer annehmbaren Zeit auch dieses Ziel schadlos.

 

In Vogtareuth war die WP 4, wie bereits der vorige Durchgang, als Rundkurs angesetzt. Nachdem der erste Durchgang ganz ordentlich gepasst hatte und ich mich einmal mehr belehren lassen musste, dass schnell gefahrene Kurven mit Dreck weniger griffig sind als saubere, welche man langsam durchfährt, war ich mir sicher, die zweite Hälfte aber dennoch etwas flotter bewältigen zu können – mit dem Erfolg, dass wir einen Großteil der Zuschauer während eines Ausrittes in die Wiese kurzfristig in die Flucht schlugen. Dabei umfuhren wir noch äußerst elegant einen Strommast, um anschließend wieder auf der ursprünglichen Strecke zu landen. Offenbar hatte sich Sandra schon daran gewöhnt, dass die vorgegebene Strecke mir nicht immer ausreicht und beließ diesen Ausflug völlig unkommentiert.

 

WP 5 führte uns erneut nach Oberwöhrn. Diesmal allerdings mit dem richtigen Reifendruck und dem Vorhaben, eine sauberere Linie zu fahren und etwas Zeit gutmachen zu können. Beides konnten wir auch realisieren, waren aber 7 Sekunden langsamer als im ersten Durchgang! Fazit: Ganz offensichtlich sind wir quer wesentlich schneller!!!

Die letzte Prüfung fand dann wieder in Soyen statt. Durch den Wegfall der vorgegebenen Stempelzeiten in den vorangegangenen WPs fand sich eine komplett neue Reihenfolge am Start wieder, wodurch die einen erstmal eine Ruhepause einlegten, während andere es gar nicht erwarten konnten, früher starten zu dürfen als angedacht. Um die Rallye nicht noch auf der letzten Prüfung wegzuwerfen, gingen wir es auf unserer „Sorgen-WP“ wieder recht verhalten an und konnten somit die Veranstaltung ohne wirklich nennenswerte Defekte beenden.

 

Letztlich landeten wir in der Gesamtwertung auf Platz 29 von 56, in der Klasse auf Platz 16 von 26 und in der Gruppe auf 12 von 18. Damit hatten wir unser selbst gestecktes Ziel mehr als erreicht.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle auch noch mal recht herzlich bei den vielen Daumendrückern, Helfern und Teile-Leihern bedanken und hoffen schon inständig, kommendes Jahr auch einen 2013-er Bericht schreiben zu können…

KöMi

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