MAGRA-Pfingstfahrt 2012

Nachdem also im letzten Jahr die Ex- und Semiprofis Manfred Hiemer und Matthias Stock die Pfingstfahrt hatten für sich entscheiden können, war es nun an den Beiden, die heurige Veranstaltung auszurichten. Wie sich herausstellte, hatten sie sich sogar noch eine „Bürokraft“ in Form von Monika Stock als Verstärkung besorgt. Nach dem, was man so hört, eine weise Entscheidung…

So ergab es sich, dass am Samstag den 26. Mai alle genannten Teams den Weg ins beschauliche Bergkirchen bei Dachau antraten, um sich erst einmal den intensiven Benzingesprächen und nebenbei auch noch der Einen oder Anderen Weißwurst hin zu geben. Gegen 11.00h verteilte Monika die Roadbooks, und die Teilnehmer steuerten WP1, den Kartpalast im GEPA Gewerbegebiet, an.

Nachdem wir dem dortigen Mitarbeiter glaubhaft hatten versichern können, dass wir von Motorsport nur recht wenig verstehen, durften wir endlich in den zugeteilten Fahrzeugen Platz nehmen. Nach einem Qualifing über 10 Runden wurde es ernst. Uns standen 25 Runden Wertungslauf bevor, und wie eben auch im Richtigen Leben wurde hier mit dem Messer zwischen den Zähnen gefahren. Manche Überholmanöver erinnerten mich stark an die Erzählungen meines Vaters, was einstmals mit diversen VW Käfer, welche zu Trainingszwecken bei der Interrent extra angemietet wurden, passierte…

Als wir die Karts wieder abgestellt hatten, durften sich mein Teampartner Michael Stock und ich uns über einen 2. und 5. Platz freuen, und so machten wir uns auf den Weg nach München zur WP2.

Diese bestand aus einem Pfingstfahrt Klassiker: Im Verkehrsmuseum an der Theresienwiese galt es, in allen drei Hallen Fragen zu beantworten und das Eine oder Andere versteckte Bild zu suchen. Zwar musste ich hierbei auf meinen Co Michael verzichten, nachdem dieser bei der Vorbereitung der Prüfung recht intensiv mit eingebunden war und wir somit einen unfairen Vorteil gehabt hätten, aber das sollte sich als nicht tragisch herausstellen. Offensichtlich bin ich im Raten ohnehin besser als im Suchen…

Nach etwa zwei Stunden sammelte Oberstudiendirektorin Stock alle Fragenbögen wieder ein und lotste den MAGRA Tross gleich zum nächsten Highlight. Denn was lag näher, als sich die Mutter der Wiesn einmal aus der Nähe anzusehen, und so marschierten die Teilnehmer also zur Bavaria. Der Anblick des leeren Volksfestplatzes ließ so manche Idee aufkommen, welche gigantischen Veranstaltungen auf dem Areal möglich wären. Wer weiß, es sollte ja sicher nicht die letzte Pfingstfahrt sein.

Am Ziel angekommen war es selbstverständlich, die 30m hohe Bronzefigur auch im Inneren zu bestaunen, wozu ich zu meiner Schande als gebürtiger Münchner noch nie die Gelegenheit hatte. Mit einem abschließenden Gruppenfoto endete auch diese Aufgabe, und so ging es wieder an den Rückweg. Ein nochmaliger Blick auf die Theresienhöhe endete in den meisten Kopfkinos sicherlich darin, bereits einen fertigen Slalom oder Rallyesprint vor Augen zu haben.

Wer nun gedacht hatte, WP3 wird ein geruhsames Unterfangen, hatte sich leider verkalkuliert. Die Marsstraße in München war das Ziel, und den meisten MAGRA´nern dürfte die Adresse von Manfred Hiemers eMocom durchaus bekannt sein. Und dass es dort nicht nur eine Brotzeit geben sollte, wurde auch schnell klar. Denn bereits beim Eintreffen der Pfingstfahrer stand neben einem Slalomkurs auch ein futuristisch aussehendes, dreirädriges E-Mobil bereit, mit welchem der Kurs möglichst schnell und fehlerfrei durchfahren werden musste. Für den durchschnittlich vierraderprobten Motorsportler eine wirkliche Herausforderung. Auch Klaus Stöcker fühlte sich in seiner Ablehnung gegenüber frontgetriebener Fahrzeug mehr als bestätigt, nachdem er, selbstverständlich ausschließlich aufgrund des Antriebskonzeptes, nicht nur den Parcours sondern auch noch Teile der aufgestellten Bestuhlung als Strecke nutzte.

Anschließend galt es, Augenmaß und Fingerspitzengefühl zu beweisen, als die Teams mit einer Suppenkelle 750ml Wasser in einen Eimer schöpfen mussten. Die abschließende Aufgabe hatte es allerdings in sich. Mit sogenannten „Rauschbrillen“, welche einen Zustand von über einem Promille simulierten, mussten die Teams Hand in Hand den vorigen Slalomparcours durchlaufen um am Ende kleine Sandsäckchen in einen Eimer zu werfen, was im „Vollrausch“ gar nicht mal so einfach war. Gott sein Dank muss man laut unseres Innenministers nach 2 Maß Bier nur noch Autofahren, und nicht solche Leistungen erfüllen. Auch hier war uns das Glück hold, hatte ich doch als Partner die bayrische Version von Dirk Nowitzki an meiner Seite.

Nach all der Plagerei was es endlich vollbracht, und man fand sich zum Regrouping mit anschließendem Abendessen und der Siegerehrung wieder im Rallyezentrum Bergkirchen ein. Die Auflösung des Bilderrätsels entlockten dem Einen oder Anderen ein erstauntes „ach, da war das“, bzw. zischte auch schon mal ein „sch…“ durch die Reihen.

Demnach stand also das Endergebnis fest:

1.Platz: Michael Stock/ Michael Köchl

2.Platz: Gaby Konstanty/ Viktor Konstanty

3.Platz: Klaus Stöcker/ Dominik Stöcker

4.Platz: Karsten Z./ Johannes Z.

5.Platz: Moni Z./ Michaela Z.

Nun war es endlich an der Zeit, den gemütlichen Teil einzuläuten, was wir uns selbstverständlich nicht zweimal sagen lassen mussten. Und wieder einmal kam es zu einem typischen MAGRA Effekt: Je später der Abend, umso lustiger wurde es und es entstanden wieder einige sehr heitere „Wussten Sie schon´s“. Diese finden auch sicherlich auf der neuen Internetseite einen ehrenvollen Platz. Nachdem der große Durst der körperlichen Anstrengungen gelöscht war fanden die Teilnehmer den Weg in ihre Betten – die Einen etwas früher, die Andren nun eben später…

 

Fotos gibt es hier Magra Pfingstfahrt 2012

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