MAGRA-Pfingstfahrt zum 40-jährigen Jubiläum 2011

Ein gutbesuchter Weihnachtsstammtisch gebar den Wunsch, anläßlich des MAGRA-Jubiläums eine Pfingstfahrt genießen zu können.

 

Also wurde nach Ausrichtern gesucht und diese in Person von Viktor und Gabi Konstanty gefunden. Sie entführten die angereisten Teams ( Fam. Ziebegk, Fam. Stock, Fam. Kreutz, Fam. Stöcker und Mane Hiemer) an Pfingsten 2011 ins schöne Frankenland.

 

Doch beginnen wir am Start, der mit einem familiären Weißwurstfrühstück den Reigen der Köstlichkeiten eröffnete. Danach ging es auf die Piste, genauer gesagt auf den Golfplatz. Swin-Golf war angesagt, auch für Rallyefahrer geeignet, da mit großen Bällen und nur einem Schläger zu spielen war, dann noch eine Bahn Minigolf und Frisbeescheiben in einen Korb werfen. Alles mit möglichst wenig Spielzügen.

 

Waren die ersten Punkte also geschafft, durften wir los fahren. Den Berg hinab ging es ins Altmühltal, über den Fluß hinüber und wieder zurück und wieder hinüber ... und Stunden später: “wie oft habt ihr die Altmühl heute überquert? Und wo waren die ersten drei Bilder vom Photorätsel versteckt? Und wie kommt die Planierraupe wohl auf diesen kleinen Felsbrocken und wofür braucht wer hier einen Pass?”... Schon sind wir am Technikmuseum angekommen und dürfen Antikes bestaunen. Nicht zu glauben, daß Kutscher für zu schnelles Fahren in Gassen und um Ecken auch mit Leibesstrafe belegt werden konnten. Vielleicht würden einige der Teilnehmer dafür Flensburger Punkte eintauschen wollen?

 

Nicht weit und das Schloß Arnsberg mit seiner tollen Aussicht steht am Wegesrand, ebenso wie liebevoll bemalte Buswartehäuschen und eiserne Römer, alle deutlich jünger als das Urdonautal, in dem der Urvogel Archaeopteryx gefunden wurde. Auf dem nächsten Parkplatz, 5 Minuten vor dem Mittagessen übrigens, wartete Viktor mit Badeschlappen, die er von uns schwungvoll im Gelände entsorgen ließ und Gabi, die uns trickreich mit Ballspielen von der Lösung der nächsten Fragen ablenken wollte. Doch die 12 Apostel standen uns bei und auch der Konkurrenzvorteil der dornigen, stacheligen, giftigen, krautigen Pflanzen rundherum konnte uns nicht bremsen.

 

In einer idyllischen Mühlengaststätte stärkten wir uns für den Besuch des Sollnhofer Museums und der Burganlage in Papenheim, wobei wir dieses Örtchen vorwärts und rückwärts durchsuchten, ohne die echten “frechen Mädels” zu finden. Schließlich kamen alle Teams wohlbehalten durch “Gören” und fanden auch die Wülzburg bei Weißenburg, eine fünfeckige fränkische Hohenzollernfestung, die bereits im 11. Jahrhundert von den Benediktinern als Abtei erbaut worden war.

 

Bald danach wandelten wir auf den Spuren der Römer hin zum Frigidarium im Castrum und in eine Therme. In Spalt war dann noch ein örtliches Grundnahrungsmittel zu erraten was nicht schwer fiel, waren wir alle nach dem Luftballon-Wettrennen gegen den Wind doch schon sehr durstig!

 

Am Heiligen Christopherus vorbei fuhren wir zum Ziel. Einparken mit einem vorgegebenen Seitenabstand von 80 cm, ein Graus für jeden Fahrlehrer, und das Ertasten von vielen runden Dingen in einer eckigen Schachtel rundete den Tag dann ab.

 

Abendessen im historischen Städtchen Schwabach und kurzweilige Bilder von früheren Pfingstfahrten, vorbereitet und dargeboten von unseren Fahrtleitern, standen noch auf dem Programm, bevor wir den Tag an der Hotelbar ausklingen lassen konnten.

 

Nach diesem ersten Tag waren 2 Teams auf dem ersten Platz, sowie 2 Teams auf dem dritten Platz punktgleich. So entschied der zweite Tag über die Vergabe der Ränge und die einzige Aufgabe war: Kart fahren!

 

Drei Rennen zu je 10 Minuten waren vorgesehen, als Gleichmäßigkeitsveranstaltung gewertet und so für Groß und Klein, die Profis und die Anfänger gleichermaßen geeignet.

 

Spaß für alle war angesagt, selbst wenn wir uns nicht nur über die gefahrenen Zeiten freuen konnten, was mir ein einzig Rätsel blieb, sondern auch über die vielfältigen Tricks der Konkurrenten, um die Zeiten wieder zu versauen! Über sich auf der Bahn umdrehen, andere anrempeln, Gegenverkehr initiieren bis hin zu Muskelkatergejammere und dem Vorzeigen von blauen Flecken an Armen und Rippen wurde das ganze Repertoire durchgespielt. Doch es half kein Wehklagen. Erst durch eine vierte Rennrunde konnten nun auch die beiden letzten punktgleichen Teams getrennt werden, was wir natürlich erst auf der Siegerehrung erfuhren.

 

Vorher besuchten wir noch ein sehr interessantes Museum über die Leonische Industrie in Bayern (www.fabrikmuseum-roth.de) und genossen eine Vorführung zum Thema “Goldschläger, ein aussterbender Handwerksberuf!”

 

Noch vor dem Abendessen wurden nun die Sieger geehrt: 1. Mane und Matthias, 2. Klaus und Dominik, 3. Michael und Monika, 4. Monika und Michaela, 5.Karsten und Johannes, 6. Helmut und Maria.

 

Mit leckerem Essen und alten Filmen von den Metz-Rallyes so um 1980/81/82 ... gedachten wir der alten Zeiten.

 

Diese wunderbare Jubiläums-Pfingstfahrt wurde von Gabi und Viktor sorgfältig und liebevoll vorbereitet, mit einem sehr abwechslungsreichem Bordbuch, das uns bis in die Tiefgarage am Marktplatz und so auch zum letzten Abendessen geleitete. Wir konnten unterwegs die schöne Landschaft des Altmühltales und des Frankenlandes rund um Schwabach ohne kilometerfressenden Druck oder Streß, oft auch von schattigen Biergärten aus, genießen. Dafür noch ein herzliche Dankeschön unseren Fahrtleitern und Reiseführern Gabi und Viktor.

 

Monika Stock


Fotos gibt es hier: Pfingstfahrt 2011

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