Rallyesprint des MSC Freilassing 2011

Der Freilassinger Sprint dürfte wahrscheinlich eine der Veranstaltungen im Jahreskalender sein, welche zur Teilnahme schlichtweg verpflichtet. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich am Samstag, den 10.9.2011, etwa 60 Starter eingeschrieben hatten.
Bei herrlichem Sonnenschein erreichten wir bereits in den frühen Morgenstunden als Erste das Fahrerlager und richteten uns auch gleich ein, um dem zu erwartenden Parkplatzchaos zu entgehen. Auch das Abnahme-Procedere war schnell erledigt und es konnte endlich die Strecke besichtigt werden, welche ihrer Beschreibung "selektiv" und "Bergrennfeeling" alle Ehre machte.   
Bereits um 11.00 Uhr wurde das erste Fahrzeug auf die Strecke geschickt, wohin ich mich nebst Beifahrerin Monika Hartmann und der Startnummer 8 auch als erster Magra-Starter begeben durfte. Nach anfänglich etwas verhaltener Fahrweise  fand ich mich aber recht schnell zurecht und beendete den Lauf in erster Linie ohne Blessuren am Auto und mit einer zufriedenstellenden Laufzeit. Auch unser Gaststarter Martin Hartmann versuchte als zweiter Starter auf unserem BMW sein Glück, lief aber zum Ende der WP auf einen langsameren Teilnehmer auf (ja, es gibt wirklich Autos, die noch langsamer sind als unseres...) und verlor dadurch Einiges an Zeit. Martin Köchl durfte nun als Dritter an die Reihe. Auch er sollte einen knitterfreien Lauf absolvieren, bis - ein weißgelber Opel Astra im nicht vorhandenen Rückspiegel auftauchte und erst einmal freundlich an der hinteren Stoßstange "anklopfte" um überholen zu können. Da dies aber nicht mit dem direkten Vorhaben meines Brüderleins vereinbar war, beanspruchte er die Strecke erst einmal noch für sich. Die zweite Aufforderung erfolgte daraufhin in einem Abzweig dann schon etwas kräftiger, was einen ordentlichen Ausritt in die Wiese und einen Dreher nach sich zog. So konnte auch Martin keine zufriedenstellende Zeit nach Hause fahren, und stellte den iX mit deformiertem Heckblech und angeknackstem Ego im Fahrerlager ab.
Von der Tatsache, dass die Personalreserven der Scuderia Magra noch nicht erschöpft waren, konnten sich die Zuschauer dann beim Start von Matthias Stock überzeugen. Dieser brannte erwartungsgemäß einmal mehr eine bemerkenswerte Zeit in den Freilassinger Asphalt und setzte mit einer 3.18.50 min die Latte weit nach oben. Nebenbei bemerkt: der schnellste Gruppe G Mitsubishi Evo war lediglich 7 Zehntel schneller !!!
Nur knapp dem Altersbereich des Magra-Juniorteams entwachsen meldete sich noch ein weiterer unserer Fahrer zu Wort, als Reinhard Veit in einem Gruppe A Astra an den Start rollte - allerdings auch nicht weiter, denn eine herausgerutschte Antriebswelle beendete den ersten Lauf noch vor der Startlinie. Glücklicherweise konnte dieser Schaden aber schnell behoben werden und der Opel für den  anstehenden Lauf 2 bereitgestellt werden. Da Reinhard allerdings außerhalb der Wertung unterwegs war, war der Schmerz über diesen kleinen Ausfall relativ gering.
Lauf 2 versprach auf den immer trockener werdenden Waldpassagen etwas mehr Gripp, und so konnte auch dieser recht bald in Angriff genommen werden. Trotz der leider noch immer fehlenden Leistung an unserem Allradler konnte ich mich um 5 Sekunden verbessern und mich in der Gruppe an einen zufriedenstellenden Platz im vorderen Bereich einreihen. Weniger Glück hatte leider einmal wieder unser Gaststarter, welchen etwa bei der Hälfte des Laufes ein Getriebeschaden ereilte, was letztlich zu einem erneuten Ausfall unseres Fahrzeugs führte.
Matthias hingegen durchfuhr noch zwei saubere Läufe und auch Reinhard beendete mit dem Wutzer Opel die Rallye ohne nennenswerte Schäden.
Abschließend hat es mal wieder Matthias rausgerissen und einen hervorragenden 7. Gesamtplatz sowie den 3. Platz in der Gruppe G und einen verdienten Klassensieg in der G19 mit nach Hause genommen.
Alles in Allem war es aber, wie bereits erwartet, eine sehr schöne Veranstaltung und ich bin mir jetzt schon sicher, dass wir im 2012-er Durchgang wieder dabei sein werden.

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