9. ADAC-Rallyesprint des AC Deggendorf 2011

Am Samstag, den 30.7.2011 machten wir uns auf den Weg nach Deggendorf um dort, den mit knapp 80 Teilnehmern sehr gut besuchten Rallyesprint unter die Räder zu nehmen. Nach der, für die Größe des Teilnehmerfeldes recht zügig erfolgten Abnahme ging es zur Besichtigung der Prüfung.   
Der Rundkurs am Rande eines Autobahndreiecks zeichnete sich durch viele schnelle Passagen aus, welche den zahlreichen leistungsstarken Autos entgegen kamen. Um die Geschwindigkeit etwas zu senken, entschloss sich der Veranstalter dazu, eine Schikane einzubauen, welche in Hinsicht auf fliegende Gegenstände, die zu Irritationen der Verkehrsteilnehmer auf der nahen Autobahn hätten führen können, aus Pylonen bestand.
Um die Hemmschwelle der Fahrer zu erhöhen, dieses nicht wirklich ernst zu nehmende Hindernis nicht einfach zu massakrieren, wurde das Umfahren eines Hütchens mit 5 Sekunden und das Umwerfen beider Pylonen mit 30 Sekunden Zeitstrafe belegt. Nun lässt sich bekanntlich trefflich über den Sinn und Unsinn von Schikanen diskutieren, in meinen Augen jedoch erhöhen diese in keiner Weise die Sicherheit, da mehr Gefahren beim Anbremsen und Umfahren dieser künstlichen Hindernisse entstehen als sie im Gegenzug an Sicherheit bringen sollen. Dies zeigte auch eine Reihe von Ausrutschern, teilweise mit massiven Schäden, an eben jener Stelle. Daneben halte ich es auch nicht für erstrebenswert, die Entscheidung über Sieg oder Niederlage der Standfestigkeit eines Plastikhütchens zu überlassen. Das ist auch hauptsächlich der Grund, warum ich Rallye und nicht Slalom fahre! Viele Starter sahen das spätestens am Ende des Tages ganz ähnlich...
Da die Strecke in einem Feuchtgebiet lag, war die Anzahl der Zuschauerplätze stark begrenzt. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass sich die Zuschauer auf einer Autobahnbrücke sammelten und so einige Fahrer bereits Vergleiche mit der Hunsrück- Rallye der 80iger anstellten.
Mit 12 Teilnehmern in meiner Klasse war diese relativ stark besetzt. Auch wenn ich noch einige Probleme hatte, die richtigen Bremspunkte für die 2er Kurven aus hohen Geschwindigkeiten zu finden, fuhr ich in beiden Läufen Klassenbestzeit. Da ich allerdings im zweiten Lauf, bei bereits leichtem Nieselregen, eine Pylone überfuhr, reichte es am Schluss nur zu Platz 2 in der Klasse.
Trotz einiger Verzögerungen im Ablauf, wohl durch die recht hohe Starterzahl und die Unfälle, war die Veranstaltung gut organisiert.

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