3. und 4. ADAC Hutthurmer Rallyesprint am 16.3.2013

 

Los ging’s diesmal um 4.45 Uhr um den Weg nach Hutthurm zu bestreiten. Witziger Weise waren wir diesmal fitter als letzten Samstag, warum auch immer. Pünktlich angekommen erledigten wir die übliche Papierzeremonie und fuhren anschließend gleich zur technischen Abnahme. Wie es auch wieder sein musste, so wie das letzte Mal in Hutthurm auch, meinten es die technischen Kommissare besonders gut mit uns, als es wieder um einen strittigen Punkt im DMSB-Regelwerk ging! Sie erklären nun Martin wie er denn bitte ordnungsgemäß den Käfig noch zu verschrauben hätte. Interessiert hörte er zu und versuchte die Gemüter zu besänftigen. Was mit einer Fahrfreigabe für uns endete! Dazu sei noch gesagt, dass ein Mitbewerber seine zertifizierte Zelle umschweißen sollte!!! Noch Fragen?

 

Uns erwartete ein schöner sonniger Tag, bloß die niedrige Temperatur machte uns Kopfzerbrechen. Wir entschlossen uns laut Michi Stocks Tipp zur Reifenwahl, die Semis auf den BMW zu schrauben. Was sich im Nachhinein als der beste Entschluss erwies. Dann die Stecke gecheckt, sie war uns beiden ja noch etwas bekannt, da wir 2012 schon mal hier die Ehre hatten. Nun trafen wir im Fahrerlager auch Willi, der voller Vorfreude den Kurs besichtigte.

Mit Willi vor mir (so ergab es die Starterliste) ließ ich nun in WP 1 den BMW fliegen. Im Hinterkopf aber noch immer die Ausritte vom letzten Samstag, die ja auch mit der Temperatur zusammen spielten. Soll heißen, für mich „lieber ein bisserl vorsichtiger fahren, nicht mit der Brechstange“. Was sich als gut erwies. Denn als nach der engen ersten Kehre eine „Rechts 4- bergab“ kam, lachte mich plötzlich eine dicke Bremsspur und ein Corolla-Heck, teils auf der Straße teils im Graben stehend, an. Worauf ich Gas raus nahm (gelbe Flagge) und mir wieder bewusst wurde, dass man sich hier keine groben Schnitzer erlauben sollte, sonst läuft das auf eine Unterholzbesichtigung hinaus. Eine Fahrzeit von 2.27.3 stand zu Buche und ich übergab den BMW unversehrt an Martin. Der nun in den Genuss von leicht erwärmten Reifen kam, weil unsere Startnummern ja nur 10 Teilnehmer auseinander lagen.

Durch den leichten Schock über Willis Ausrutscher vergaß ich Martin zusagen, dass das ABS ausgeschaltet ist, was für ihn bedeutete, dass er sich an der ersten Kehre verbremste. Seine Zeit war dennoch (oder deshalb) zwei Sekunden besser als meine.

Mit zwei Bremsplatten und der Gewissheit, dass Willi nichts passiert war, übergab mir Martin den BMW. Mein zweiter Lauf endete mit einer 2.25er Zeit, und Martin schaffte eine grandiose 2.21.2.

Nun war Mittagspause angesagt und ich hatte sämtliche Werkzeuge zur Erstellung eines Rallyeburgers dabei. (Siehe Fotos.) Eins könnt ihr mir glauben: Wir waren die Einzigen die gegrillt haben!

 

Nun packte mich im Lauf eins des 4. Hutthurmer-Rallyesprints der Ehrgeiz und ich fuhr mit vollem Bauch nun endlich etwas entspannter und auch schneller: 2.21.2. Wer hätte das gedacht, die gleiche Zeit wie Martin vorher. Man möchte nicht glauben, was so a leckeres Essen ausmacht. Auch Martin konnte sich nochmals verbessern und fuhr 2.20.5.

 

Der zweite Durchgang lief bei mir eigentlich so wie der Erste, mit exakt derselben Zeit, nur mit dem Unterschied, dass ich nun noch mehr Vertrauen in unser Fahrzeug bekommen habe.

Tja, und zu Martins Zeit im zweiten Lauf kann ich nur sagen: „Eine PHANTOMZEIT“.

Den Rest erfahrt ihr von Martin selber, am nächsten Stammtisch.

Leider teilte uns Willi im Fahrerlager mit, dass es sein letzter Ausflug in die Rallyewelt war, da seine Corolla nicht mehr zu reparieren sei, mangels verfügbarer Ersatzteile.

Schade eigentlich, aber er kennt ja nun einen Köchl, sprich Karossariebauer! Vielleicht geht ja doch noch was.

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