ADAC-Rallye Köln-Ahrweiler 7. – 8.11.2014

Nachdem ich heuer leider bei keinem Lauf der Youngtimer-Trophy teilgenommen habe, wollte ich zum Saisonende wieder einmal bei der Rallye Köln-Ahrweiler an den Start gehen.

 

Als Beifahrer hatte ich wie bereits 2004, 2006, 2007 und 2008 meinen Freund Hugo Moser aus Rotthalmünster zur Seite. Er hatte dieses Jahr fast alle Läufe in der Youngtimer-Trophy gefahren und konnte deshalb mit der Rallye zusätzlich nochmals Punkte für die Meisterschaft sammeln.

Einziger Nachteil an der Sache war, dass wir mit meinem Gr.1 Fiat 127 Sport 1050 ccm in der Gruppe A bis 2000 ccm starten mussten um Punkte zu bekommen. Hier waren Leute am Start wie z.B. Niki Schelle oder Christoph Schleimer mit ihren Opel Kadett, die über dreimal so viel Leistung haben wie unser kleines Auto.

Aber unser Ziel war klar, die Rallye zu beenden, da wir bereits zweimal mit dem Fiat nicht das Ziel gesehen haben. Ankommen stand eindeutig im Vordergrund!

 

Ein stressiges und anstrengendes Wochenende begann bereits am Donnerstag mit der Anreise (7,5 Stunden).Unsere Unterkunft hatten wir bei unserem gemeinsamen Freund Peter Altmann aus Ahrweiler. Er war es auch, der für uns den Service machte.

 

Am Freitagvormittag gab es erstmals eine offizielle Besichtigung. Nachmittags ging es dann zur Abnahme, die wir problemlos absolvierten.

 

Am Abend stand dann die erste von 13 Sonderprüfungen an. Diese war allerdings unbekannt und wurde bei Nacht gefahren. Die Anfahrt zur WP verlief ohne Probleme, allerdings kurz nach dem Start saugte die Hauptdüse von der ersten Stufe im Vergaser einen Dreckklumpen an und der Motor lief nur noch auf Vollgas und darunter überhaupt nicht. Durch die unmögliche Fahrweise gab es dann noch einen Dreher und wir waren froh, dass wir uns durch die Prüfung retten konnten. Gott sei Dank war Peter nach der WP zur Stelle und wir konnten den Fehler gleich beheben.

 

Zurück zum Rallye-Zentrum lief der Fiat wieder ohne Probleme.

 

Am Samstag ging es dann los zur zweiten Prüfung. Bis zur WP 2 wieder alles ohne Probleme, aber dann in der WP wieder das gleiche Problem. Eine vernünftige Zeit zu fahren, war deshalb bis dahin nicht möglich.

Nach der WP 2 hatten wir leider keinen Service, aber ich hatte das benötigte Werkzeug in weiser Voraussicht mit dabei und konnte den Fehler beheben.

Leider wurde die WP3 auf Grund von zwei Unfällen neutralisiert. Dann lief bis zur Mittagspause alles rund und wir kamen immer besser zurecht bis auf einen weiteren Dreher ohne Folgen.

 

Nach der Mittagspause standen die restlichen fünf Wertungsprüfungen an, die wir auch noch gut hinbekommen wollten. Ein weiterer Dreher bei hoher Geschwindigkeit ging mit viel Glück gut aus und wir konnten nach einigem Rangieren wieder weiterfahren. Dann allerdings ein grober Beifahrerfehler und wir fuhren von der WP 9 zur WP 10 in die völlig falsche Richtung und mussten dann sehen, dass wir noch rechtzeitig zum Start kamen. In letzter Sekunde schafften wir das.

 

Die letzten drei Sonderprüfungen fanden dann wieder bei Dunkelheit statt und wir waren guter Dinge, dass wir unser Ziel erreichen werden. Alles lief gut und die letzte WP 13 sollte eigentlich auch kein Problem sein, eigentlich!

Aber Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt. Einen Kilometer vor dem Ziel der letzten Sonderprüfung hatten wir nochmals einen Ausrutscher in den Graben an Bäumen vorbei einen Waldweg als Sprungschanze genutzt und dann im Graben steckengeblieben, Sche...... Aber aufgeben ist nicht unser Ding, Hugo stieg aus, spreizte sich zwischen Graben und Auto ein, ich gab Vollgas und irgendwie kamen wir wieder auf die Straße zurück. Das ganze Auto rappelte, zog nach links, aber es war fahrbar und wir kamen ins Ziel der WP.

 

Zurück ins Rallyezentrum mit schleichendem Plattfuß ohne Spoiler und fehlendem Zusatzscheinwerfer, aber wir hatten unser Ziel erreicht und waren überglücklich.

 

Mit dem Ergebnis waren wir sehr zufrieden:

5. Platz in der Klasse bei 9 Startern und ein 40. Platz im Gesamtklassement von 67 Startern in der Youngtimer-Trophy.

 

Vielen Dank noch an Peter unseren Servicemann.

 

2015 kann kommen und dann werden wir wieder an den Start gehen, aber dann mit meinem Simca oder einem anderen konkurrenzfähigeren Auto...

 

Willi

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