ADAC-Rallyesprint der SFG Trostberg-Kienberg

Bericht von Monika Stock:

 

Zum Saisonauftakt hatten sich 52 Starter in Peterskirchen versammelt, darunter auch drei Magraner, um den anspruchsvollen und sehr selektiven Asphaltrundkurs unter die Räder zu nehmen. Im ersten Durchgang war es noch nass und die Teilnehmer motiviert, ihre über den Winter liebevoll renovierten Motorsportgeräte sicher ans Ziel zu bringen. Lediglich die beidseitig der Strecke angebrachten orange/schwarzen Schneestangen machten gleich in Runde eins dem ersten OC-Team einen Strich durch die Rechnung, sprich ein Loch in die Windschutzscheibe. Die Inboard-Kamera hat diesen Vorgang heldenhaft bis zum eigenen Knock-out aufgezeichnet.

Im zweiten Durchgang war die Strecke trocken, bis auf die durch cutten stark verschlammten Stellen und die Starter wurden mutiger.

Dass hier das fahrerische Können und die Ideallinie der Strecke manchmal voneinander abwichen muss nicht weiter erklärt werden. Aber das Gemetzel unter den Schneestangen war enorm und eine weitere Windschutzscheibe wurde perforiert. Auch Mane Ring verließ ab und zu den Asphalt: Ach! Hätte er nur Traktorreifen aufgezogen! Martin Köchl bekam das Teerband besser zwischen die Reifen und Willi Pürkner konnte mit seiner roten Corolla das beste Ergebnis eingefahren: einen Klassensieg!

 

 

Bericht von Mane Ring:

Saisonauftakt in Trostberg

 

Samstag 5.15 Uhr: Ich, der meist gut gelaunte und hellwache Frühaufsteher!! (zu dermaßen unchristlicher Zeit) machte mich auf den Weg nach Maitenbeth, wo das Gespann mit Martins Bus und Rallyeauto zur ersten Ausfahrt dieses Jahres wartete. Nach 40 minütiger Fahrt und zwei Getränken mit Flügel trafen wir am Ort des Geschehens ein und machten uns sofort dran, den Papierkram und die technische Abnahme hinter uns zu bekommen. Gesagt getan, und zwar ohne Probleme. Nun hatten wir beide reichlich Zeit die Stecke zu besichtigen und uns mit deren Tücken vertraut zu machen. Wobei ich dazu sagen muss, dass uns Monika dabei unter die Arme griff, und wir zusammen nochmals die WP abfuhren. Vielen Dank auch hierfür. Ich wollte schon, grad weil wir den BMW technisch nochmals überarbeitet haben, wissen, was mit dem Teil jetzt machbar ist! Dazu aber später.

 

Die WP machte einen selektiven und schnellen Eindruck, doch wenn wir in den Himmel schauten, war das eher ein schmieriger, oder wie Michi immer sagt „ a Streckn wostn zamlegen kannst“ Eindruck. Laut Wetterbericht war eh Regen geplant, und daran lässt sich nun mal nichts ändern. Als die Starterliste im Aushang war, konnte ich erfreut sein, da ich in meiner Gruppe als Letzter startete. Folglich brauchte ich keine Angst haben, dass ich auf einen anderen Starter treffen sollte. Anders war dies bei Martin, der gleich mal den schnellen Polo vom Kurt Bretzner im Genick hatte, worüber er sich nicht so freute.

 

Ich ging nun mit Nr.15 als Erster mit unserem Auto an den Start, und Runde eins verlief nach vorsichtigem Herantasten, um etwas Gefühl zu bekommen, zu meiner Zufriedenheit. Doch in Runde 2 des ersten Laufes packte mich ein wenig der Übermut und ich verbremste mich an einem rechten Abzweig dermaßen, dass ich die Pflüge-Eigenschaften unseres BMWs testete. Das funktioniert gut, bloß unsere Aerodynamik-Bauteile vorne waren hiervon nicht so begeistert. Ich kam aber relativ zügig wieder auf die Piste zurück und beendete Lauf 1 mit 6.36.70 min.

 

Nun war Martin mit Nr.26 an Reihe, dem ich so viel wie möglich an Infos zukommen ließ. Er entschied sich wegen der Wetterbedingungen, nass und schmutzig, die WP mit ABS unter die Räder zunehmen. Aber da war ja noch der babyblaue Polo, der Martin im Nacken hing. Dennoch drehte Martin unbeirrt und mit Bravur seine Runden, und der Polo lief nicht mal auf ihn auf. Am Ende stand, wer hätte es gedacht, eine 6.36er Zeit auf dem Papier. Nach diversen Unterbrechungen wegen einiger Ausritte, bedingt durch die schwierige Witterung, einem Motorplatzer und einem brennenden Motorraum, ging es auf WP 2.

 

In meinem Kopf schwirrte natürlich „ fahr es genau wie vorhin, bloß ohne Ausrutscher, dann passt des“. Was sich leider als Irrglaube bestätigen sollte, da sich die Streckenverhältnisse etwas verändert hatten und die Piste nun einer Schlittschuhbahn aus Matsch glich. Der anfängliche Steckenteil, den ich in WP 1 "voll" absolvierte, wollte dies diesmal nicht und ich drehte mich bei ausgedrehtem dritten Gang um 360 Grad über Matsch, Teer und Wiesen, was diverse Kraftwortausbrüche im Cockpit hervor rief (egal, da ja kein Onboard-Video). Zufälligerweise war auch hier Monika in der Nähe um Fotos zu schießen. Also entweder wollte das Auto unbedingt von vorne und hinten fotografiert werden oder der Fahrer war vom Anblick dieser Frau fasziniert. Keine Ahnung, man(n) weiß es nicht. Zu meinem Ärgernis kam auch der bekannte Rechtsabzweig  aus WP 1 ins Spiel, wieder mit Ausritt und zusätzlichem Steckenbleiben, da der U-Schutz auf der Teerkante fest saß. Fazit: eine Traumzeit von 9 Minuten irgendwas.

 

Mit einer riesen Wut im Bauch übergab ich nun Martin den BMW, der natürlich erst mal nachdenklich nach mir geschaut hatte, da ich am Start ja nicht mehr vorbei gekommen war und mit dem Schlimmsten gerechnet hatte (Ausfall, Unfall usw.). Erfreut und mit Schlamm beladenen Felgen nahm er WP 2 in Angriff und beendete diesen Lauf wieder bravourös, vor dem Polo, mit einer Zeit von 6.28.60.

 

Zum Schluss: Auftakt so weit geglückt, das Erfolgserlebnis lässt noch ein wenig auf sich warten und  mein persönliches Fazit: „ Nicht so viel denken, sich einfach auf seine Sinne verlassen und fahren!" - aus die Maus.

 

M. Ring

 

PS.: Schöne Grüße auch von einem alten Magraner, Willi Pürkner, der super nett auf uns zukam und sich über uns als Neue in der Scuderia Magra sehr gefreut hat. Wir sehen uns nächste Woche in Hutthurm !-)  

 
 
Im folgenden Video sind die Magraner zu sehen:
Willi Pürkner bei 5.17 /6.40
Mane Ring bei 9.51
Martin Köchl bei 14.31/16.17/16.38

Youtube-Video des Rallye-Sprints

Willi Pürkner bei 5.17 /6.40

Mane Ring bei 9.51

Martin Köchl bei 14.31 / 16.17 / 16.38

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