13. Emmersdorfer ADAC Baron v. Aretin Rallye am 7.6.2014

Ein heißes Rallyewochenende


Dass es an Pfingsten heiß und schön werden würde, hat der Wetterbericht rechtzeitig angekündigt. Doch dies kann einen richtigen Rallyefahrer nicht davon abhalten bei knapp 30 Grad in seinen mehrlagigen feuerfesten Anzug zu steigen und mit passender langer Unterwäsche und Helm in einem Fahrzeug, meist ohne Klimaanlage, durch die Lande zu heizen. Einen Teil der bayerischen Asphaltfahrer hat es nach Ebern zur Rallye Hassberge gezogen und zum Ausgleich kamen die Schotterspezialisten aus ganz Deutschland nach Aldersbach zur Rallye des MSC Emmersdorf. Nur die Starter einer Neuauflage der historischen Costa Smeralda in Sardinien erhielten wenige Tage vor der Rallye, die im Rahmen der WRC Rallye stattfinden sollte, Kenntnis über die Absage selbiger. Also was tun, an Pfingsten?

 

Nachdem das Team Stock / Stock auf 100 % Schotter eingestellt war, entschied sich der Familienrat für Emmersdorf und es wurde Sardinien storniert, soweit noch möglich, dann rasch eine neue Nennung verfasst, neue Bremsbeläge aufgezogen und die Schotterreifen eingetragen (sapperlot, wer hatte dies vergessen?), fertig war der BMW zur Ausfahrt rund um Aldersbach, während der Safariporsche leicht beleidigt in der Garage bleiben musste.

 

Der Aufschrieb der drei Wertungsprüfungen, die jeweils zweimal zu befahren waren, war rasch erledigt und nach einer für uns ungewohnt kurzen Mittagspause machten sich die Teilnehmer der Gruppe G als erste auf den Weg, die erste Sektion unter die Räder zu nehmen.

 

Durch den zweiminütigen Zeitabstand warteten die Teilnehmer vor jeder Prüfung und schmorten ein wenig im eigenen Saft. Literweise getrunkenes Wasser verdampfte oder kam in kleinen Rinnsalen wieder unter dem Helm hervor und wer in der Kiesgruben-WP seine Fenster nicht sorgfältig geschlossen hatte, der wurde kurzerhand vom dort stehenden Staub paniert. Die Funktionäre waren um ihre Aufgabe nicht zu beneiden und das Zeitnehmerauto war schon nach kurzer Zeit, Ton in Ton mit der Umgebung, kaum mehr als solches zu erkennen.

 

Matthias fehlte ein wenig die Übung im Schotterfahren und so musste er die Klassenbestzeiten den vierradangetriebenen Konkurrenten überlassen. Dies war akzeptabel und der Lernerfolg zeigt sich im zweiten Durchgang, bis der vorausfahrende Starter seinem Opel das Vorderrad amputierte und dabei eine enge Waldpassage so unglücklich verstopfte, dass die nachfolgenden Teams stehen bleiben mussten.

 

Danach war Schluss mit lustig, denn die Spokos errechneten, wie auch immer, für diese Teams eine Fahrzeit, die 8 Sekunden langsamer war als die Zeit im ersten Durchgang. Auch auf Nachfrage, wie diese Zeit zustande kam, wurde leider nur ungenügend aufgeklärt, was dann doch einigen Unmut hervorrief, ging doch ein Platz in der Klasse und zwei in der Gruppe verloren.

 

Der Nutzen des Dilemmas war, dass wir uns die Siegerehrung schenkten und so noch vor Mitternacht zuhause sein konnten. Und vielleicht fahren wir nächstes Jahr dann doch nach Sardinien ....

(Anmerkung der Redaktion: ... oder doch wieder die Pfingstfahrt?????)

 

M. Stock

 

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