13. Revival Rallye Valpantena (Italien) 12.-14.11.2015

27 Porsche 911, 27 Lancia, 40 Opel, 26 Fiat Abarth am Start


(kleiner Auszug aus den offiziellen Pressemitteilungen:)

 

Als die Nennliste online ist stehen dort 220 Teams mit allen legendären Modellen der Rallyegeschichte bis 1990, aufgebaut nach dem Rallye-Reglement.

 

Am Start mit Nummer 1 der Ferrari 208 GTB von Lucky/Rudy, das auffallendste Team dieser Veranstaltung, vor der spektakulären Gruppe von 15 BMW M3, die an der BMW M3 „The Sound’s Trophy“ teilnehmen. 

 

Die Teilnehmerzahl ist schwindelerregend, mit 27 Porsche 911, 27 Lancia aller Modelle, vom kaiserlichen Stratos bis zum brutalen S4, darunter auch ein spektakulärer 037, von denen einer ein ex-Attilio Bettega ist, der nach Italien zurückkehrt und von dem aktuellen deutschen Besitzer (Norbert Henglein) gefahren wird. 

 

Und dann noch 40 Opel, die am meisten vertretene Marke, 26 Fiat Abarth, 12 Autobianchi A112 Abarth und einige in Italien sehr seltene Autos, wie z.B. ein BMW 635 CSI, der von dem deutschen Team Wehner / Kramer an den Start gebracht wird. 

 

Es sind 15 ausländische Teams, darunter 9 deutsche, je eines aus Österreich, Großbritannien, Tschechische Republik, Spanien, USA und Schweiz. 33 italienische Städte werden von den Teilnehmern repräsentiert, 9 Staaten (nicht nur europäische), 62 Rennställe (also Motorsport-Clubs oder –Vereinigungen, auch kommerzielle) und 23 Automarken (Autohersteller) mit gut 74 Modellen. 

 

Der jüngste Pilot ist Massimo Alberti (Startnr. 130) Geburtsjahr 1996, der erfahrenste (*sprich der älteste*) ist „Baujahr“ 1938, Roberto Volpi (Startnr. 239).

 

39 Teams sind „familiär“, wo also auf dem Nennformular zwei gleiche Nachnamen erscheinen, also Geschwister, Vater und Sohn oder Ehepaare. Ein Zeichen dafür, dass dieser Sport auch die Leidenschaft in der Familie teilt. 

 

Unter diesen befinden sich auch unsere Magraner Peter und Elke Göckel, die erstmals den neu aufgebauten Opel Kadett probieren werden.

 

Wie es ihnen auf dem ungewohnten Terrain einer Gleichmäßigkeitsrallye ergangen ist, werden sie selbst erzählen. Soviel vorab: Das Auto blieb heil und die Beiden sind noch verheiratet!



13. Revival Rallye Valpantena (Italien) 12.-14.11.2015

Nach fast zwei Jahren Bauzeit an unserem Kadett ging es endlich los. Am 12.11.2015 um 4:00  Uhr in der Früh fuhren wir Richtung Italien. Zuerst zum Carenini nach Padua wo unser Rallyeauto geparkt war. Nach dem obligatorischen Espresso ging es dann unverzüglich weiter Richtung Grezzano.

 

 Im Hotel einchecken und Auto abladen ging flott, wir wollten schließlich noch Besichtigen – wollten wohlgemerkt.

Allerdings hatten wir ein zeitliches Problem. Adriano Carenini hat für alle „Carenini Autos“ die Technische Abnahme gemacht und uns um 16:00 Uhr ins Rallye Zentrum beordert, was die Sache sehr vereinfachte, doch unsere Besichtigungsroute war damit hinfällig. Wir haben daher nur eine Wertungsprüfung aufgeschrieben, was aber für unsere Zielsetzung nicht ausschlaggebend war. Es sollte ja nur das Auto und die Beifahrerin einem Stresstest unterzogen werden.

 

Im Rallye Zentrum wurde es uns nicht langweilig. Es gab viele schöne Autos zu sehen, für das leibliche Wohl war bestens gesorgt (und das for free!)

 

Freitag der 13.!!! Um 10:01 hat „LUCKY“ mit seinem Ferrari und der Startnummer 1 die Rallye eröffnet. Unsere ursprüngliche Startzeit (Startnummer 192) war am Freitag, den 13. um 13: 13 Uhr – das ging ja mal gut los. Wir sind nicht abergläubisch, aber was zu viel ist zu viel. Doch nachdem einige Teilnehmer nicht erschienen sind, wurde unsere Startzeit auf 12:58 vorverlegt.

 

Gleich nach dem Start der WP 1 hatte ich ein sehr gutes Gefühl, es kam mir alles sehr bekannt vor. Das Auto funktionierte perfekt und wir konnten richtig Gas geben. Vor lauter Übermut leisteten wir uns auch gleich einen Dreher und die Zuschauer freuten sich.

 

Von den sechs WPs am 1. Tag wurden, außer der 1. und der 6., alle anderen jeweils zweimal gefahren und zwar einmal bei Tag und einmal in der Nacht.

 

Das Einhalten der Roadbook-Strecke wurde mit zunehmender Dunkelheit und dichtem Nebel für Elke zu einer großen Herausforderung. Einmal verkehrt aus einem Kreisverkehr gefahren, auf eine Schnellstraße mit Mittelleitplanke und leider 10 Kilometer in die falsche Richtung bis zu einer Wendemöglichkeit - aber Verona bei Nacht hat auch seinen Charme. Gerade noch rechtzeitig - in der letzten Minute der Karenz - haben wir die Zwangspause in Grezzana erreicht, wo ein hervorragendes Büffet für die Teilnehmer bereit stand. Mit vollem Bauch aber müde brachten wir unseren Kadett ins Parc Fermé.

 

Ausgeschlafen und voller Tatendrang nahmen wir am Samstag die nächsten 6 WPs  (zweimal 3 WPs) unter die Räder. Die Navigation klappte immer besser und für die WP 8/11 hatten wir sogar einen Aufschrieb den Elke, für das erste Mal, auch sehr gut vorgelesen hat.

 

Um 18:48 Uhr erreichten wir zufrieden das Ziel in Grezzana. Kein Kratzer oder technisches Problem, was will man mehr.

 

Obwohl es „nur“ eine Gleichmäßigkeitsrallye war, konnten wir auf den abgesperrten Prüfungen die Sau raus lassen und das Auto auf Herz und Nieren testen. Um die Wertung scherten wir uns wenig und wurden dann doch noch auf Platz 119 von 220 gestarteten Teilnehmern gewertet. Alleine die 73,18 Kilometer Wertungsprüfung in den Bergen sind es wert , da wieder mal hinzufahren.

 

Elke und Peter

 

Ergebnisse unter: http://www.rallyclubvalpantena.it/dwd/Generale_RCV_2015.pdf

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