15. ADAC Emmersdorfer Baron v. Aretin Schotterrallye 14.05.2016

Nachdem die Voralpen-Rallye mit unserem neu erworbenen, gepflegten Gebrauchtwagen leider nicht so gut gelaufen war, (keine Bremse mehr ab WP 1, deshalb durch die restlichen WPs nur noch durchgerollt) stand die Emmersdorfer Schotterrallye auf dem Programm.

 

Die Woche zuvor führten wir den dafür notwendigen Schotterumbau (Schotterstoßstange) durch. Außerdem hat uns Martin Köchl das Fahrwerk hochgeschraubt, sowie die Reifen montiert und die Bremse repariert. Nachdem dies vollbracht war, und das Auto wieder bremste, machten wir uns am Samstag um 7.00 Uhr auf nach Uttigkofen zur Firma Haslinger.

 

Dort war sowohl die Papierabnahme als auch die technische Abnahme schnell erledigt und wir machten uns auf den Weg zum Abfahren der WPs, wovon wir einige schon aus der Zuschauersicht aus dem letzten Jahr kannten.

 

Anders als letztes Jahr waren heuer alle drei WPs im fürstlichen Wald und versprachen dank dem Wetter, es hatte die Tage und Nächte davor stark geregnet, eine Schlammschlacht zu werden. Das machte die Strecken noch angsteinflößender: Fast nur 3-4er Kurven im engen Wald, mit gerade einmal 20 cm Luft bis zum nächsten Baum auf jeder Seite, lange Vollgas Stücke mit vielen Bodenwellen im Wald und leider kaum Kurven mit viel Platz zum quer fahren. Daher war unser oberstes Ziel für den Tag ankommen und nix kaputt machen.

 

Dann ging es zur WP 1. Dort an der Startlinie stehend gab es gleich eine 20 minütige Unterbrechung, da ein Milchwagen irgendwie auf die WP geraten war. Nachdem dieser von der Straße geschafft wurde, ging es endlich los. Die WP an sich, mit ihren vielen Bodenwellen und riesigen Pfützen, verlief eigentlich ganz gut und ohne besondere Vorkommnisse.

 

WP 2, mit dem Anfang auf Asphalt, und dann weiterführend durch den ultraengen Wald verlief zu ihren ersten zwei Dritteln auch ganz gut, bis uns dann ein Verbremser mit Zurücksetzen 20 – 25 Sekunden Zeit kostete.

 

Danach ging‘s auf zur WP 3. Der erste Teil, wirklich sehr sehr schlammig, verlief ganz passabel, bis uns im zweiten Teil ein schwerer Fehler passierte. Wir hatten eine L3, mitten im Wald zu optimistisch aufgeschrieben, woraufhin wir geradeaus in den Wald, bis auf 2 cm an einem Baum vorbei, einen halben Meter hohen Abhang hinunter rutschten.

 

Das Ergebnis: Wir steckten fest und der rechte Außenspiegel verlor sein Leben. Kurz nach unserem Ausrutscher wurde dann die WP unterbrochen und das Bergungsfahrzeug zog uns raus. Leider wurde dabei die hintere Abschleppöse aus dem Rahmen gerissen! Letztendlich wurde das Abschleppseil am Käfig befestigt, woraufhin wir gerettet werden konnten.

 

Danach fuhren wir mit 30 Minuten Verspätung zum Regrouping, wo wir leider wegen Überschreiten der Maximalzeit, aus der Wertung genommen wurden. Danach sind wir noch zum Zuschauen gefahren, wo wir zufällig die Streckenposten getroffen haben, die uns aus dem Graben gezerrt hatten.

 

Alles in allem war es eine schöne Rallye mit sehr selektiven WPs und einer sehr freundlichen Atmosphäre. Und spätestens im Juli geht’s wieder auf in den Schotter, bei der Ostbayern Rallye.

 

Alexander und Jürgen Grohs

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