17. und 18. ADAC Ostbayern Rallyesprint am 14.6.2014

Dass Schotter auf Wertungsprüfungen für ein heckangetriebenes Fahrzeug ein mühevoller Untergrund sein kann, hat Matthias bereits bei der Rallye Emmersdorf feststellen müssen. Nichts desto trotz hat sich das Team Stock/Oberrieder auf den Weg nach Fürstenzell zur Doppelveranstaltung eines Kiesgruben-Rallyesprints gemacht.

 

Bereits die Besichtigung zeigte eine Strecke, die schon nach wenigen Metern einen Steilhang mit zwei Bergauf-Sprungkuppen bereithielt und sich kurz danach wieder bergab schlängelte, weiter durch eine riesige Kiesgrube mit mehreren Spitzkehren, auf unterschiedlichem Schotter/Sand Belag, bevor der Endspurt folgte, heraus aus dem staubigen Geläuf und auf schnellem Asphalt dem Ziel entgegen.

 

Sehr anspruchsvoll war die Strecke und sehr unterschiedlich die Reifenwahl. Vom Racingreifen bis zur Mischung Winterreifen hinten, Schotterreifen vorne, wurde vieles gefahren. Ausschlaggebend für die Platzierung in der Ergebnisliste war dann jedoch die Art des Antriebes: wer Vierrad- oder Frontantrieb vorweisen konnte - wohl den Bergziegen abgeschaut - war klar im Vorteil.

 

Dies kann ein begeisterter BMW-Fahrer nur schwer akzeptieren und so wurde mit dem Messer zwischen den Zähnen ausprobiert was so geht. Die Sprungkuppe hoch und schnell - gefolgt von einer Landung im lockeren Schotterbankett, ist also zu langsam. Spitzkehre zügig fahren, aber ohne bissige Handbremse, da bleibt nur der hinein gewürgte erste Gang - doch das Auto schiebt über die Vorderachse, der Rückwärtsgang wird benötigt, was ebenfalls zu langsam ist. Von dem Sandhaufen, der sich dann noch mittig auf der Ideallinie aufhäufte, wollen wir erst gar nicht reden.

 

Das Ergebnis all dieser Versuche war ungenügend und so wurde abends Bilanz gezogen und festgestellt, dass eine 14. Gesamtzeit zwar nett ist und zum dritten Platz in der Klasse reicht, hinter einem vierrad- und einem frontgetriebenem Auto, aber das eigene Ego nicht zufrieden stellen kann. Bleibt nur, die Zähne zusammen beißen und hoffen, dass beim nächsten Schottersprint in Freilassing der Schottergott ein wenig Einsehen mit den Hecktrieblern hat. Bis dahin kann man sich ja mit der, als Preis ausgegebenen, Weinflasche trösten.

 

Die Siege beider Veranstaltungen haben dann auch die beiden Subaru Impreza Teams heimgefahren, Koch/Brunnthaler vor Seidl/Loher. Glückwunsch!

 

M.Stock

 

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