19. ADAC Rallye 200 Oberland am 8.11.2014

Eine extrem malerische Kulisse bildete den Rahmen für die vielen bunten Rallyeautos, die zur 19. ADAC Rallye Oberland gekommen waren: Hügelchen mit Kirchen drauf vor Bergen mit weißen Häubchen, saftig grünen Wiesen und blauem Himmel mit Sonne!

 

Und so fanden sich auch zahlreiche Zuschauer an der Strecke ein, darunter etliche begeisterte Magraner, die die Mannschaft der Scuderia, bestehend aus den Teams Stock/Oberrieder, Keil/ Späth, Köchl/Ring und unserem Neumitglied Peter Hinderer mit Beifahrer Christian Heubl, unterstützten und anfeuerten.

 

Die Wertungsprüfungen waren die Altbekannten, nur Lechbruck wurde im Vergleich zum Vorjahr in umgekehrter Richtung gefahren, wohl eine Vorsichtsmaßnahme des Veranstalters nach dem Blick auf die Nennungsliste. Und so blieb dem mitgeführten Badeentchen vom Team Köchl/Ring nur der sehnsüchtige Blick Richtung Lechstausee, denn gebadet wurde nach erfolgreicher Zieldurchfahrt in der heimischen Badewanne.

 

Während zwischen den vorderen Startnummern der Kampf um den Tagessieg und um die letzten Punkte für die Bayerische Meisterschaft geführt wurde, hatten sich am Ende des Feldes unsere Magraner versammelt um den Fans eine spannende Rallye zu bieten.

 

Dieses Jahr konnten alle vier Teams, mehr oder weniger zufrieden, im Ziel begrüßt und zum Siegerehrungslokal begleitet werden, wo Hermann Gassner/Karin Tannhäuser den Gesamtsiegerpokal in Empfang nahmen, vor Rudolf Reindl/Michael Ehrle und Robert Schilcher/Johann Bussjäger.

 

Monika Stock

Hier ist das Ergebnis:

19. ADAC Oberland Rallye am 8.11.2014

Nun geht die Saison, nach leider nur vier Rallyes mit der Oberland schon zu Ende. Die Oberland möchte ich als unsere Heimrallye bezeichnen, was auch an der wunderschönen Gegend liegt, in die wir nicht nur zum Rallyefahren kommen.

 

Drei verschieden WP`s, die zweimal zu absolvieren waren, waren angerichtet. Wildsteig, Lechbruck und Altenstadt. Nur Altenstadt war fast genauso wie in den letzten Jahren. Die Variante von Wildsteig bin ich letztmals 2000, als es noch ein Lauf zur Deutschen Meisterschaft war, in Gegenrichtung gefahren. Lechbruck war zwar eigentlich gleich wie letztes Jahr, aber ebenfalls in Gegenrichtung.

 

Schön war, dass noch weitere Magra-Teams mit am Start waren und auch sonst viele bekannte Gesichter zum Zuschauen und Anfeuern kamen. Da macht das Fahren noch mehr Spaß!

 

Los ging es mit Wildsteig, eine wirklich schöne Prüfung, kaum Abzweige, alles flüssig und teilweise auch recht schnell. Von Anfang an hatten wir einen guten Rhythmus, viel Spaß und es lief alles nach Wunsch. So ging es die ganze Rallye. Gutes Gefühl, keine Fehler, keine technischen Probleme. Einzig Lechbruck bin ich etwas zu verhalten gefahren, da hätte man es bei den vielen 4+ und 5er Kurven einfach mehr „stehen lassen“ müssen.

 

Dank unserer hohen Startnummer durften wir dann die letze WP (Altenstadt II) bei völliger Dunkelheit fahren. Kein Problem, wir hatten unser Licht mit dabei und so konnten wir bei Nacht nochmal eine Sekunde schneller fahren, als zuvor bei Tag und die eine oder andere Platzierung im Gesamtergebnis noch nach vorne kommen.

 

Das Einzige was uns gegenüber letztem Jahr gefehlt hat, war die Nässe und der Dreck in den Abzweigen. Wir haben halt nur relativ wenig Leistung, dafür aber Traktion und wo die anderen ihre viele Leistung nicht hinbekommen, können wir voll wegbeschleunigen. Das gab`s diesmal nicht.

 

Aber was soll`s, toll war`s! Wir sind auch so mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Als einzige 1600er fünfter von acht in der CTC, die diesmal von Ausfällen verschont blieb. Der „Klassensieg“ bei nur einem Starter ist da nicht so erwähnenswert. Dennoch, mit so einem Ergebnis kann man in die Winterpause gehen und bis zum nächsten Frühling davon zehren.

 

Christoph

 

 

Hier noch ein Bericht aus dem Rallyemagazin:

19. ADAC Oberland Rallye am 8.11.2014

5.30 Uhr Abfahrt nach Schongau natürlich zu meiner Lieblingszeit.

Noch schnell die Technische hinter uns gebracht und dann…..

9.30 Uhr, der Nebel hat sich verzogen und die Sonne taucht die bergige Landschaft in gleißendes Licht. Die herbstbunten Blätter hüllen die Bäume ein und da liegt sie vor uns, diese "WP 2", die uns letztes Jahr in Angst und Schrecken versetzt hat. Ein mulmiges Gefühl war da bei mir schon mit an Bord, bereits beim Besichtigen, und ich glaube Martin ging’s nicht anders. Dennoch haben wir mitgedacht und uns einen Schutzengel überlegt um das Ganze zu verdrängen: unsere kleine Aufpassente, die sich sofort zum Kamerastar entwickelte! Sie war kaum noch aus dem Bild zu bekommen!! (Siehe Onboard-Aufnahmen)

 

http://www.köchl-motorsport.de/Events.html#swap

 

 

Wir spulten WP 1-3 wie geplant ab und waren soweit zufrieden. Bis auf ein paar Quersteher, die wohl auf die nachlassende Performance der Reifen zurückzuführen waren, aber dazu später mehr. Das neu gemachte Diff von Werner funktionierte einwandfrei und wir hofften schon, ein paar passable Zeiten hinzulegen.

 

Es kam bei der zweiten Zeitkontrolle zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Co-Pilot und Zeitnahme, worin sich nun auch das wenige Vertrauen in die Zeitnahme widerspiegelte. Wir dachten wir schon, dass alles glatt läuft, was am Ende nicht stimmte, da bei Mathe der Übertrag in die Ergebnisliste leider sehr falsch war. Sch...schade.

 

Die Zeiten haben uns ab WP 5 eh nicht mehr interessiert, da wir durch die tiefer werdenden Temperaturen feststellten mussten, dass der Grip dermaßen miserabel wurde und Martin das Auto nur noch mit Müh' und Not durch die gezeitete Strecke zirkelte.

Hat für uns geheißen, wir wollen Spaß haben und das haben wir zu unserer vollsten Zufriedenheit umgesetzt.

 

Nach einer "Links 5 in Rechts 2 - Links 2" ließ es Martin krachen. Also nicht im Sinne von "wir waren sauschnell" sondern eher im Sinne von fliegenden Begrenzungspfeilern. Als mir dann noch raus rutschte „so kann man die Kurve natürlich auch fahren“, war es vorbei. Martin lachte - ich lachte - es war als würden wir bei Günther Grünwald in der ersten Reihe sitzen. Zum Schluss nahmen wir, nach Martins Aussage, die letzten beiden "Rechts 3 - Links 3" noch auf der Ideallinie, was zur Folge hatte, dass die Begrenzungsreifen schon eine ziemlich gute Flugeigenschaft an den Tag legten. Die Zuschauer hat's gefreut!

 

Die Zeit war nebensächlich, denn wir konnten diesmal die Rallye beenden, hatten riesig Spaß und waren weder nass noch sonst irgendwas. Ach doch - ein minimales Loch im Stoßfänger haben wir als Andenken mitgebracht!

Egal, dann mal bis nächstes Jahr, zur Rallye Oberland Rallye 200+

 

Manfred Ring

 

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