2. ADAC Rallye Südliche Holledau am 26.7.2014

Zum zweiten Mal luden die Veranstalter zur ADAC-Rallye Südliche Holledau ins malerische Städtchen Moosburg und knapp hundert Starter aller Klassen fanden sich ein. Darunter auch vier Magra-Teams, die sich bei bestem Wetter schon morgens mit den anspruchsvollen, teilweise sehr schnellen Prüfungen im bayrischen Hopfenanbaugebiet vertraut machten um dann im  Wettbewerb zeigen zu können, was so geht.

 

Und um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Alle vier haben das Ziel erreicht und konnten sich dort eine wohlverdiente Erfrischung aus frischem "Hopfenblütensaft" genehmigen und gemeinsam die Sieger ehren.

 

Hier das Ergebnis zum Nachlesen http://www.rallye-suedliche-holledau.de/

2. ADAC Rallye Südliche Holledau am 26.7.2014

103 eingeschriebene Teams, eine ganze Armada an hochkarätigen Fahrzeugen und hochsommerliche Temperaturen – das waren die Eckdaten der zweiten Ausgabe dieser Rallye. Und zwischen drin tummelten sich vier Magra-Teams. Neben Christoph Keil / Josef Späth, Willy Pürkner / Christian Reindl, Matthias Stock / Jakob Oberrieder gingen es auch Mani Ring und Michi Köchl (also mit mir als Co), erstmals in dieser Kombination, gemeinsam an.

 

So erreichten wir den Moosburger Viehmarktplatz gegen 7.00 Uhr morgens, um unserem BMW den technischen Segen für die Veranstaltung erteilen zu lassen.

 

Da wir uns bereits im Vorfeld darauf geeinigt hatten, nach der ersten Hälfte der Rallye die Plätze zu tauschen, lösten wir die eine oder andere Diskussion über die Auslegung des aktuellen Reglements aus, da von einigen Teilnehmern ein solcher Tausch als unzulässig angesehen wurde. Um Gewissheit zu erlangen hieß es die Flucht nach vorne anzutreten und den technischen Kommissar Sigi Weileder danach zu befragen. Somit hatten wir Gewissheit, dass ein solcher Tausch erlaubt ist.

 

Also hieß es anschließend, die Strecke zu besichtigen und einen einigermaßen brauchbaren Aufschrieb zu erstellen. Da Mani WP 1-3 fahren sollte, nahm ich erst mal auf dem rechten Sitz Platz und wir erreichten nach kurzer Fahrt problemlos die erste Prüfung. Hierbei handelte es sich um einen der beiden Rundkurse. Vom Grundsatz her eine schöne WP, die nicht nur auf Höchstgeschwindigkeit ausgelegt war.

 

WP 2 war dann genau nach unserem Geschmack! Alles an Straßenführung war vorhanden und bot auch weniger motorisierten Autos eine Chance – vorausgesetzt man hat dafür ausreichend Mut. Dennoch zeigte sich nicht zum ersten Mal an diesem Tag, dass ich nun mal kein Beifahrer bin. Denn weder in Manis noch in meinem Aufschrieb fand sich die, an der schnellsten Stelle aufgebauten Schikane! Glücklicherweise erkannten wir den Fehler etwas später durch einen nochmaligen Blick ins Roadbook und erhielten auch von Mama Stock noch mal einen Hinweis darauf, so dass wir das Malheur schnell ausbügeln konnten.

 

Die dritte Prüfung ließ uns dann aber etwas mit dem Kopf schütteln. Grundsätzlich handelte es sich um nichts anderes als eine kurvige Autobahn. Mit regulärer Leistung hier etwas auszurichten, grenzte an das Unmögliche. Aber offenbar vertrat der Veranstalter die Meinung, eben auch eine Strecke bereitstellen zu müssen, um den hochgezüchteten BMW´s und Evo´s genug Gelegenheit zu geben, ihren ohnehin nicht einholbaren Vorsprung weiter ausbauen zu können. Nicht, dass noch am Ende eines dieser aufstrebenden Talente mit einem unterlegenen Auto den Großen durch Herz und Risikobereitschaft die Show stiehlt. So war es zwar sicherlich nicht geplant, aber mit so einer Strecke der Masse der Starter mögliche Chancen zu nehmen fand ich nun mal recht verwunderlich.

 

Da aber sowohl Mani als auch ich zum ersten Mal nach unseren Unfällen wieder im Auto saßen (und ich Mani vermutlich häufig genug durch die Blume hatte wissen lassen, wie sehr ich auf dem rechten Sitz die Hosen voll hatte), war unser primäres Ziel ohnehin nur, schadenfrei anzukommen und keine Rekorde aufzustellen.

 

So traten wir also erst mal wieder den Rückweg ins Rallyezentrum an, um dem Compact noch den letzten Schliff zu verleihen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte die benötigte Gegensprechanlage noch nicht den Weg in den BMW gefunden, was wir nun noch schnell ändern mussten.

 

Und nach einer kleinen Stärkung sollte es mit der Startzeit 13.32 Uhr endlich losgehen. Am Start der ersten WP verließen uns gleich mal die Kraftstoff- und Temperaturanzeige. Letzteres bereitete uns eher Sorgen, denn die Kühlwassertemperatur tendierte bereits auf der Überführung in Richtung roten Bereichs. Die Heizung bei knappen 30°C Außentemperatur einzuschalten kostete uns zwar etwas Überwindung, schien uns aber die einzige Möglichkeit zu sein.

 

Bald darauf waren wir auch schon unterwegs, um unsere erste Zeit in Wertung zu fahren, was auch recht vernünftig gelang. Auch bei WP 2 lief es recht gut. Lediglich die letzte Kurve vor der, nur zu erahnenden und in unserem Aufschrieb nur als Randnotiz vermerkten Schikane („die schreiben wir jetzt mal neben dran, weil da irgendwo zwischen der Rechts 4 und dem Abzweig müsste die stehen“…) ließ uns viel zu früh vom Gas gehen. Da es sich bei dem Hindernis aber um gefüllte und in einem Metallgestell befestigten Wasserbehälter handelte, sicherlich nicht die unvernünftigste Lösung.

 

Nun stand noch WP 3 an und was soll ich sagen: bereits nach der vierten Kurve verlor ich beim Vorlesen so vehement den Faden, dass ich nicht mal mehr den ca. 5 km weiter liegenden, letzten Abzweig ins Ziel vorlesen konnte, sondern diese Info nur auf Sicht an meinen Fahrer weitergab. Dennoch erreichten wir schadlos das Ziel und machten uns wieder auf den Rückweg nach Moosburg ins Regrouping.

 

Dort sammelten sich dann nach und nach wieder alle Magra-Teams und man hatte die Gewissheit, dass es zumindest bis hier hin alle problemlos geschafft hatten. Auch Herbert und Thomas Köchl, die an ihrer ersten Rallye 200 teilnahmen, kamen sehr ordentlich zurecht.

 

Wie geplant tauschen Mani und ich nun die Plätze, um den Rest der Rallye zu bestreiten und ich muss zugeben, auf dieser Seite des Autos fühlte ich mich schon bedeutend wohler! Zwar war mir am Start zur vierten Prüfung doch wieder etwas mulmig, denn das Letzte was ich wollte, war, das Auto zu beschädigen. Dazu kann noch erschwerend, dass mir sowohl die Fahrwerks- als auch die Reifenperformance am BMW völlig neu waren, was mich zumindest bei den ersten paar Kurven noch etwas vorsichtig zu Werke gehen ließ.

 

Die fünfte Prüfung, lief dann schon wesentlich flüssiger und machte riesigen Spaß. Zwar mussten wir uns bereits im Anflug auf den Abzweig, welcher zweimal nach rechts und einmal nach links Richtung Ziel zu befahren war, noch einmal über die Anzahl der zu fahrenden Runden austauschen, zu guter Letzt aber absolvierten wir die Prüfung so, wie vom Veranstalter vorgesehen.

 

Auch die sechste und letzte Wertungsprüfung, welche wir wie geplant vorsichtig befuhren, schafften wir ohne Schaden am Fahrzeug und so endete auch diese Rallye eigentlich schon wieder viel zu schnell, aber mit der Zieldurchfahrt.

 

In jedem Fall kann man dem MSC Freising und dem MSC Labertal zu einer sehr gut organisierten Veranstaltung gratulieren.

 

Besonders möchte ich aber an dieser Stelle noch mal „Danke“ sagen an meinen Bruder Martin und an Mani, die mich nicht nur ohne großem Aufhebens mal wieder hatten Rallyeluft schnuppern lassen, sondern sich auch noch so manche Nacht um die Ohren geschlagen hatten, um das Auto einsatzbereit zu machen. Auch Matthias sei hier noch erwähnt, welcher dabei einmal mehr tatkräftig mit hingelangt hatte.

 

Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die dritte Ausgabe dieser Rallye – dann aber hoffentlich wieder mit meinem eigenen Auto.

 

KöMi 

Zurück