22. ADAC Grabfeldrallye am 4.07.2015

... oder die Reise ins unbekannte Land


Nachdem ich nach langem Suchen Peter Göckel als Beifahrer gewinnen konnte, ging es am Freitag, den 3.7.15 los, sich auf den Weg zu machen nach Sulzdorf an der Lederhecke. Davor müssten wir aber feststellen, dass unsere Windschutzscheibe nicht dicht bzw. lose war, was dazu führte, dass wir in Windeseile die selbige  wieder am richtigen Platz verklebten, da sonst die Sicherheit unseres Autos nicht gewährleistet hätte werden können.


Gesagt getan. Nun ging es los Richtung Norden, genauer gesagt 280 km. Der Göckel-Bus rollte gut und wir hatten genügend Zeit uns über die Weltthemen der Woche, Ausritte und Abflüge beim Rallye fahren oder die ewige Energiedrinkfrage „ja oder nein“ auszutauschen.

Bei der Ankunft nach ungefähr dreieinhalb Stunden erwartete uns schon Thomas Zuppardi mit Co Reinhard freudig. Wir parkten das Womo auf dem Kartoffelacker und fuhren gleich noch zur technischen Abnahme, um am darauffolgenden Tag gleich zur Besichtigung starten zu können. Davor stand aber noch die Reparatur unserer beiden Fensterheber an, die auch kurzfristig ihren Dienst quittiert hatten - in weiser Voraussicht auf morgen, da sie uns eine massive Hitzeschlacht voraus sagten. Ich war schon gespannt wie das mit Peter funktionieren würde und natürlich auch auf die sechs unterschiedlichen WP’s, für die diese Rallye ja bekannt ist.

 

Der Schrieb war recht schnell erledigt und wir hatten reichlich Zeit, WP 1 dreimal abzufahren. Hier konnten wir uns schon mal ein wenig einfühlen, grad was das Timing des Schriebs anging. Dies klappte schon mal super und wir starteten zur Rallye.

 

WP 1 und WP 2 liefen ohne größere Zwischenfälle und es ging auf eine viertel Stunde Regrouping-Pause, wo wir feststellten, dass uns die Hitze schon ganz schön zu schaffen machte. Aber nicht nur uns!! Mit viel Wasser onboard und mächtig guter Laune wickelten wir  WP 3 und WP 4 ab, mit nur einem kleinen Ausritt in den Kartoffelacker, der nun aber nicht viel Zeit kostete. Während des Fahrens konnte ich mich immer auf Peter verlassen, der sogar noch Zeit hatte diverse Angaben bezüglich meiner Linie und Fahrstils zu machen. Dies half mir ungemein, denn wenn man live gesagt bekommt, das war gut oder schlecht, weiß  man einfach besser, wie man es in Zukunft richtig und schnell weiter macht. Vielen Dank dafür Peter!!

 

Ab WP 5  wurde es schon richtig heiß (37 Grad im Schatten) und wir kamen gut an unsere Grenzen. Hier hätte ich mir ein Erfrischungsgetränk nach meiner Art gewünscht, aber wir hatten ja brav Wasser dabei, das mit gefühlten 100 Grad ganz besonders gut war!!

Durch diesen Durchhänger stellten wir fest, dass dies die vom Fahrerischen schlechteste von mir bezwungene WP war. Egal, durchkommen war die Devise, da sich zu diesem Zeitpunkt schon über 140 Autos verabschiedet hatten, aber nicht aus technischem Defekt, sondern weil die Kraft der Crew einfach nicht mehr reichte.

 

WP 6, der Rundkurs in Sulzdorf, naja schon ganz witzig, den hätte ich mir aber rein von den vielen im Netz kursierenden Videos viel länger und größer vorgestellt (Fahrzeit ca. 2 min).

 

Danach ging es mit Peter, Thomas, Gerhard und Jürgen erst mal schön ins Bierzelt um wieder zu Kräften zu kommen. Wo sich wieder mal herausstellte, dass Bier schon recht isotonisch wirkt, nach zwei Stunden waren wir wieder topfit. Das sollte man mal überdenken oder, Peter??

 

Unterm Strich eine sehr gut organisierte Veranstaltung, aber nur zur Gaudi so viele Kilometer fahren muss nicht sein.

 

Das Tollste für mich aber war der Privat-Rallyelehrgang mit Peter. Ich hoffe, dass mir noch viel von dem, was Peter mir gesagt hat, in Erinnerung bleibt, damit ich es in den nächsten Rallyes umsetzen kann.

 

Mani

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