29. ADAC Kathrein Rallye 200 11.10.2014

Kathrein Rallye 200

 

...oder "Insel voraus!"

 

Wieder einmal stand die Kathrein Rallye rund um Rosenheim auf dem Programm der MAGRAner Quertreiber, welche mit 170 km Gesamtstrecke nicht gerade als kompakt bezeichnet werden kann. Dennoch ließen es sich die Teams Reinhard Veit/(Thomas Eder), Herbert Köchl/Thomas Köchl, Martin Köchl/Manfred Ring, (Uwe Schlumpberger)/Michi Köchl sowie Matthias Stock/Jakob Oberrieder nicht nehmen, ihre Fahrzeuge auf den Highspeed-Prüfungen in den Drehzahlbegrenzer zu treiben und trotz einiger Probleme konnte der im Rallye Magazin-Forum als Jungtalent gehandelte Reive am Abend auf Facebook verlauten lassen: "..auf alle Fälle is des ganze Köchl-Stock-Veit-Ring-Oberrieder-Zeigl ins Ziel kemma..!!!"

 

Aber von Anfang an: die Abnahmen verliefen bei allen Teams ohne Probleme und so war nach dem Abfahren von zwei Rundkursen und einer AB-Prüfung vor dem Start noch genug Zeit um sich bei dem eigens angereisten MAGRA-Fanclub in Form von Familie Göckel, Familie Zieglmaier, Inge Köchl, Moni Stock, Marika & Betti etwas moralische Unterstützung zu holen, bevor Dieselbigen sich an die WPs begaben um uns anzufeuern.

 

Auf dem ersten Rundkurs galt es für die hinteren Startnummern bereits mit einer ausgeprägten Ölspur klar zu kommen. Auf WP 2, dem zweiten Rundkurs, machte Dreck von den vorangegangenen Maiserntearbeiten die unglaublich schnelle Prüfung (ich erreichte selbst im G19 BMW Geschwindigkeiten um die 170 km/h!) schmierig und tückisch. Opfer dieser Umstände wurde Martin, welcher beim Anbremsen auf einen Kreisverkehr (ja, bei der RGR gibt es sogar einen Kreisverkehr IM Kreisverkehr) das Heck verlor, bloß um es auf der Insel des Kreisels wieder zu finden. Allerdings erlitt neben einigen äußerst unglücklich postierten Schildern auch der Hinterreifen Schiffbruch, was die Zeit dort eher negativ beeinflusste. Nach einem Reifenwechsel auf der Überführungsetappe konnten die Beiden allerdings die Rallye fortsetzen, wenn auch zu meiner Überraschung in der Startaufstellung plötzlich hinter mir.

 

Danach galt es, die beiden Rundkurse ein zweites Mal zu durchfahren und auf Grund des Gerichtes "einsetzender Nieselregen auf Ölspur" musste ich kurzfristig das Heck meines Gefährtes an einer Böschung anlehnen um den schmalen Plattenweg nicht zu verlassen.

 

Michi Köchl, welcher auf dem heißen Sitz unterwegs war, erlebte auf den Rundkursen leider den Alptraum eines jeden Beifahrers: er verzählte sich! Dass Rundkurse aus diversen Gründen im Rallyesport nichts zu suchen haben, habe ich bereits einige Male erläutert. Aber wenn einem dann noch sowas passiert, ist der fade Beigeschmack natürlich umso größer.

 

Das Vater-Sohn-Team Köchl lenkte seinen Seat derweil souverän durch alle Widrigkeiten, besonders durch die rutschige letzte Prüfung der Veranstaltung und sah verdient das Ziel.

 

Auch die Hoffnung der genannten MAGRA-Mannschaft, nämlich Reinhard, fuhr erwartungsgemäß stark. Der Lohn war ein 11ter Gesamtrang und der Klassensieg.

 

Martin & Mane brachten den BMW nach ihrer Inselbegegnung sicher und schnell nach Hause. Meine Wenigkeit gewann die Gruppe G, in der leider nur drei Autos gestartet waren, nachdem Klaus Limmer sein Auto noch vor dem Start mit Motorproblemen wieder aufladen musste.

 

In der Mannschaftswertung gelang der Scuderia MAGRA, vor der Heimmannschaft der RGR, ein 2. Platz.

 

Als Fazit kann man sagen, dass die RGR wieder einmal eine gut organisierte Veranstaltung auf die Beine gestellt hat – mit eigentlich recht selektiven Prüfungen. Nur die langen Überführungsetappen, die vielen Rundkurse und die doch sehr hohen Geschwindigkeiten trüben das Gesamtbild etwas. Aber für nächstes Jahr kündigte der Veranstalter hier einige Verbesserungen in Form von neuen Wertungsprüfungen an. Wir werden dabei sein!

 

Matthias Stock

29. ADAC Kathrein Rallye 200 11.10.2014

Endlich war es wieder soweit und wir konnten uns mit funktionstüchtigem Auto für die Kathrein-Rallye anmelden. Nachdem alles in trockenen Tüchern war, entschieden wir uns dazu, die technische Abnahme schon am Vortag durchzuführen. Natürlich gab es fast nichts zu bemängeln.

 

Das Wetter war viel versprechend und versetzte uns zusätzlich in gute Laune. Zu erwähnen ist auch, dass wir tatkräftige Unterstützung aus eigenen Reihen hatten, wie unter anderem Betti Schedlbauer mit Kind, Inge Köchl, Marika Ring und diverse MAGRA Mitglieder.

 

WP 1 lief gut, war aber verbesserungsfähig. In WP 2 machte ich meinem Beruf als Karosseriebauer alle Ehre und faltete kurzerhand mit einem kontrollierten Drift das Verkehrsschild auf dem Kreisverkehr von zwei Meter Breite auf ca. 30 cm. Durch den ungewollten Fremdkontakt mussten wir dann die WP mit einem Platten zu Ende fahren und gleich nach Beendigung  einen „Turbo“-Reifenwechsel durchführen, der uns in gefühlten 30 Sekunden gelang.

 

Nach einem kurzen "Verfahren" auf der Landstraße und dem erfolgreichen Überholen des Schlussfahrzeugs durften wir noch als letztes Fahrzeug in die WP starten. Durch einsetzenden Regen war uns dann die Zeit eher zweitrangig. Wir hatten aber trotzdem Spaß mit unserem Heckantrieb und sind letztendlich froh, dass wir alle Wertungsprüfungen zu Ende fahren konnten und lediglich eine leicht deformierte Seitenwand sowie einen defekten Reifen beklagen mussten.

 

Hier nochmals Danke an alle uns unterstützenden Kräfte, den Organisator und meinem sehr guten Co-Piloten.

 

MaKö

 

 

Hier gibt es Fotos und ein Onboard-Video des Teams Martin Köchl / Mane Ring:

http://köchl-motorsport.de/Events.html#swap

Im Bericht im Rallye Magazin werden Reinhard Veit und Matthias Stock erwähnt:

Und im Video könnt ihr folgende Magraner fahren sehen:

5'15 Reinhard Veit (Startnummer 26)

15'10 Martin Köchl (Startnummer 36)

15'35 Herbert Köchl (Startnummer 37)

20'58 Beifahrer Michael Köchl (Startnummer 50)

21'23 Matthias Stock (Startnummer 53)

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