3. ADAC Gäubodensprint 19.03.2016

Nach unserem unglücklichen Start in die Saison 2016, der in einer doch eher gröberen Kaltverformung endete, mussten wir uns schon ordentlich ins Zeug legen, um unseren Escort für den Rallyesprint in Straubing wieder startklar zu machen. Doch pünktlich zur Veranstaltung - Freitagnachmittag wurden die letzten Schrauben wieder angezogen - stand das Auto wieder da wie eine Eins. Naja, zumindest eine Seite...

 

Also machten wir uns Samstag früh guten Mutes auf den Weg nach Straubing. Die Abnahme war wie immer kein Problem und schon ging's ab zur Besichtigung. Hier wartete eine neue Streckenführung auf dem engen Kurs auf uns, die im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren etwas flüssiger war. Das hatte allerdings zur Folge, dass die ziemlich heftigen Bodenwellen auf dem Gäuboden-Festplatz in diesem Jahr zu noch spektakuläreren Flugeinlagen führen sollten.

 

Dies bekam sogleich der erste Starter zu spüren, der in seinem grünen Subaru Impreza nach den Wellen in der darauf folgenden Kehre rückwärts ankam. Noch übler lief es für einen grauen BMW E30, der die Kehre gar nicht mehr bekam und sogar in den Strohballen landete. Wir waren also vorgewarnt.

 

Bei inzwischen recht angenehmen Temperaturen und Sonnenschein starteten wir dann zu unseren ersten Wertungsläufen, die sowohl gute als auch schlechte Erkenntnisse mit sich brachten. Positiv war, dass das Auto nach der Not-Operation gut lief und auch die Bodenwellen dem Escort nichts anhaben konnten. Allerdings gab's mal wieder ein Problem mit der Vergasereinstellung, welche vor Allem im Leerlauf zu fett war. Dies führte dazu, dass sich der Motor in den engen Kehren gerne mal verschluckt hat, was uns einiges an Zeit kostete.

 

In den nächsten beiden Läufen haben wir versucht, so gut es ging, um dieses Problem herum zu fahren, was nicht immer gelang. Das war wirklich schade, da das Auto sonst wirklich gut lief und richtig gute Zeiten möglich gewesen wären.

 

Nach dem dritten Lauf, in dem ich nochmal einen groben Schlag auf den Unterschutz abbekommen habe, gab der Motor dann auch noch ein fieses Klopfen von sich. Da wir die Ursache in der kurzen Zeit zwischen den Läufen nicht finden konnten, haben wir uns dann entschieden, auf den vierten Lauf zu verzichten und vorsichtshalber lieber die Heimreise anzutreten.

 

Alles in Allem war es eine gut organisierte Veranstaltung, die trotz unserer Probleme, Spaß gemacht hat und auch positive Erkenntnisse erbracht hat. Der Escort rennt an sich sehr gut und die Sache mit den Vergasern sollte auch bald erledigt sein. Die Ursache für das Klopfen stellte sich im Nachhinein als verbeulte Ölwanne heraus, die jetzt der Kurbelwelle doch etwas zu nahe kommt. Naja, also konnten die Bodenwellen dem Escort doch etwas anhaben...

 

Besser lief es wieder für Willi Pürkner, der in seinem BMW 318ti Compact den 9. Platz in der Klasse F8 und den 18. Platz im Gesamtergebnis einfuhr. Den Gesamtsieg holte Christian Allkofer vor Norbert Krämer und Rudi Weileder.

 

Benedikt Eberhard

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