3. ADAC Voralpenrallye am 10.5.2014

Nachdem Matthias mich im Ziel gefragt hat, ob ich vielleicht einen Bericht schreibe, mache ich das hiermit in Kurzform.

 

Zuerst einmal zu den Eckdaten. Die Voralpenrallye findet seit zwei oder drei Jahren im Raum Grabenstätt/Traunstein statt. Fing als Rallyesprint an und ist mittlerweilen eben zu einer Rallye 200 gewachsen. Man hörte nur Gutes über die Wertungsprüfungen der Rallye und die weitere Organisation der drei Vereine MSC Priental, MSC Freilassing und SFG Trostberg. Auch das Rallyezentrum war mehr als in Ordnung. Durch Wolfgang Irlacher hatte man Zugriff auf das Gelände der Firma Gienger und war somit gut aufgestellt für einen problemlosen Ablauf der Rallye. Gassner Motorsport ist ebenfalls mit Mann und jede Menge Autos mit im Veranstalterteam.

 

Drei Magra-Teams gingen an den Start, Sohn und Vater Stock im G 19 BMW, Mani Ring mit Neuling Thomas Bartenschlager im Köchl Compact, sowie Reinhard Veit mit Fred Winklhofer im gelben Opel Astra.

 

Die Beweggründe, die Voralpenrallye zu fahren, waren sicher verschiedene. Wir mussten nach zwei Ausfällen wegen einem banalen Fehler im Umfeld der Kupplung eine Test-Rallye absolvieren. Für unsere BMW-Fahrer war es wohl neben dem sportlichen Aspekt auch die Nähe der Rallye zu unseren Wohnorten.

 

Monika Stock war wie so oft als Sportkommissar tätig und betreute die Magraner mit dem Fotoapparat. Der nächste Magraner, den ich noch gesehen habe, war Michi Köchl, der im Helferteam der ORGA Voralpenrallye tätig und eingeteilt war.

 

Die Wertungsprüfungen konnten das halten, was man von ihnen erzählt hat. Endlich eine Rallye 200 bei der man einen (außer man kennt es eh auswendig) ausgefeilten und exakten Schrieb erstellen muss und einen sehr, sehr guten Beifahrer braucht. Also - besser gesagt - das Gesamtpaket muss hier schon stimmen um die vielen verdeckten Kuppen und Kurvenkombinationen fehlerfrei zu absolvieren.

Um die 70 Teams gingen an den Start. Wer es genau wissen will, muss im Internet unter www.voralpenrallye.de nachschauen. Vorne tummelten sich um den Gesamtsieg jedenfalls jede Menge Mitsubishis und BMW M 3. Sechs Prüfungen mit einer Gesamtlänge von circa 35 km waren die Aufgabe.

 

Aus Sicht der Scuderia Magra verlief es unterschiedlich. Die Stocks fuhren fehlerfrei und schnell zum Klassensieg in der G 19. Freisinger Zuschauer waren von der beherzten Fahrweise von Matthias jedenfalls angetan.

 

Unser Astra hat den ersten Funktionstest bestanden und ich hatte mit Fred Winklhofer nicht nur eine Bank auf dem Beifahrersitz, sondern auch noch einen schönen Rallyetag mit ebenfalls einem Klassensieg in der C 27.

 

Schlechter lief es beim Ring Mani. Beim Cutten in einer schnellen Passage der WP 2 drehte sich sein Compact und das dritte Magra-Team schlug heckvoraus in einem Baum ein. Mehr kann und will ich dazu nicht sagen, ich war ja nicht dabei. Jedenfalls sind die nächsten Wochenenden wieder gut verplant für das Team Köchl Motorsport.

Die Magra-BMWs im Startpark der Firma Gienger in Grabenstätt/Erl

Sonst gibt es nicht viel zu sagen. Klar ein paar Ungereimtheiten hat jede Rallye - das wissen wir seit der Südlichen Holledau selbst am besten. Radfahrer, militante Anwohner und Sonstiges, damit muss man heute als Veranstalter wohl leben. Die meisten Zeitverzögerungen haben ja die Teilnehmer meist selbst durch Unfälle auf der Strecke zu verantworten. Jedenfalls sollte man diese Veranstaltung im bayerischen Raum nicht meiden und man kann sich schon auf nächstes Jahr freuen.

 

Die Siegerehrung fand etwas verspätet gegen 21 Uhr statt. Der Bürgermeister von Grabenstätt ließ es sich nicht nehmen, ein paar Grußworte an die Rallyefahrer zu richten. Mit dem Bürgermeister Georg Schützinger hat die Gemeinde jedenfalls den „richtigen“ gewählt, das sollte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben.

 

reive

3. ADAC Voralpenrallye am 10.5.2014

Von den 70 Teams der Nennliste fanden sich 64 an der Startlinie in Erlstett ein, sowie eine handvoll Teilnehmer zur Historischen Voralpenrallye, um eine sehr anspruchsvolle und sehr selektive Rallye unter die Räder zu nehmen. Doch unter welche Räder, das war nach einem regnerischen Morgen erst klar, als sich im Laufe der Besichtigungsrunde die Sonne durch die Wolken kämpfte und sich ein atemberaubender Blick auf das schöne Chiemgau, vor schneebedeckter Alpenkulisse, bot.

 

Ein Rundkurs, der vom Starter Markus Peter in gewohnt souveräner Weise mit jeweils drei Teams bestückt wurde, stand als WP 1 auf dem Plan, gefolgt von einer AB-Prüfung, die knapp sieben Kilometer lang über enge Straßen, durch Weiler und kleine Orte, über die Autobahn hinüber und unten hindurch auf beiden Seiten der A8 verlief und den Teams höchste Konzentration abverlangte.

 

Die dritte Wertungsprüfung führte dann bergauf über enge Rallyepfade und bergab über schnelle, breite Ortsverbindungsstraßen, für die etwas Herz benötigt wurde.

 

Danach eine kurze Pause, bei der bereits die ersten Ausfälle zu beklagen waren. In den Magrareihen fehlten Mane Ring und sein unerschrockener Beifahrer Thomas Bartenschlager, die nach dem zügigen Verlassen des grauen Asphaltbandes das Heck ihres blauen BMW an einem unschuldigen Bäumchen kalt verformt hatten. So startete der Rallyetroß zur zweiten Überfahrt der genannten Prüfungen in einer reduzierten Ausgabe.

 

Mittlerweile zeigte das Thermometer kuschelige 20 Grad und lockte viele Spaziergänger und Radlfahrer an und auf die Wertungsprüfungen. Die Funktionäre hatten also alle Hände voll zu tun.

 

Aber als dann auch noch die allseits bekannte grüne Aufsichtsbehörde, heute ohne Blaulicht, entgegen einer WP fuhr, um eine Autofahrerin zu ermahnen, die kurz zuvor bereits den gleichen gesperrten Weg gewählt hatte, kochte die Rallyefahrerseele ob der zusätzlichen Hindernisse auf einer bergab-links-fünf-voll-Strecke doch etwas auf.

 

Aber zum Glück ist es zu keinen größeren Dramen gekommen und so können die Teilnehmer wohl auf eine Neuauflage der Veranstaltung im nächsten Jahr hoffen.

 

Bleibt nur noch, sich bei den Anwohnern zu bedanken, die Lärm, Umwege und vielfälltige andere Beeinträchtigungen in Kauf genommen haben und dafür erstklassigen Motorsport, von engagierten, ehrenamtlichen Funktionären und Helfern organisiert, direkt vor ihre Hautüre geliefert bekommen haben.

 

Auch die Scuderia Magra lieferte hierzu ihren Beitrag und so wurde als Ergebnis für das Team Stock/Stock der erste Platz in der Klasse und für das Team Veit/Winklhofer der 4. Gesamtrang, neben dem Klassensieg, in der Ergebnissliste notiert.

 

Monika Stock

 

 

Und hier noch ein Link zum Bericht im Rallye-Magazin:

3. ADAC Voralpenrallye am 10.5.2014

Die Voralpenrallye stand vor der Türe und diese wurde, wie schon letztes Jahr, von mir bestritten. Leider hatte Stefan als Copilot keine Zeit. Nach erfolgreicher Suche setzte sich mein langjähriger Fussballspezi Thomas Bartenschlager (Bart) auf den rechten Sitz.

 

Um ihm die Nervosität zu nehmen, machten wir - wie auch schon letztes Jahr - die technische Abnahme am Abend vorher. Dies ist für einen Neuling eine gute Option, um in Ruhe alles kennen zu lernen.

 

Am Veranstaltungstag waren dann auch alle da: zu meiner Freude gab sich Hr. Veit die Ehre und natürlich die Paarung Stock/Stock. An diese hängten wir uns zur Besichtigung gleich mal ran, um Bart das Roadbuch relativ schnell und unkompliziert verständlich zu machen. Dies und auch der Aufschrieb klappte super. Wir freuten uns beide schon auf einen unterhaltsamen Tag mit viel Action.

 

WP 1 war nun die erste richtige Herausforderung für Bart und mich und das Zusammenspiel zwischen uns funktionierte auf Anhieb. Leider übersahen wir beim Aufschreiben, dass in den Kurs noch zwei fiese Schikanen eingebaut wurden, welche dann aber sehr schnell und rechtzeitig, durch Tipps von Mathe und Kevin Hell, in den Schrieb aufgenommen werden konnten. Hierfür nochmals Dankeschön.

Auch wusste ich schon beim Abfahren, dass eine Senke Bart den ersten Adrenalinschub geben würde, was dann auch geschah und er auf dem Stützbrett ordentlich mitbremste.

 

Weiter zu WP 2, auf die ich mich richtig freute, da ich einen großen Teil im letzten Jahr schon gefahren bin. Voller Zuversicht und mit einer ordentlichen Portion Sicherheit durch die Streckenkenntnis ließ ich unser Auto laufen. In einer schnellen Rechts-Links-Kombination (was auch auf dem Video gut zusehen ist) stellte sich der BMW dezent  quer. Durch beherztes Gegenlenken war dies aber leicht zu korrigieren.

Dennoch nahm die WP 2 ein jähes Ende, als kurz vor dem Ziel das Heck des BMW nicht da bleiben wollte, wo es hingehörte. Durch zweimaliges Cutten wurde das Auto so instabil, dass es sich auf einen Schlag eindrehte, rückwärts rutschte und mit einem kräftigen „Krawuum“ an einem Baum hängen blieb.

Uns kam es nicht so wild vor und so baten wir die Steckposten uns schnell aus dem Unterholz zu schieben, damit wir weiter fahren könnten. Gesagt - getan! Dennoch musste ich beim Beschleunigen feststellen, dass es im Auto lauter war und irgendwie windiger. Egal, wird bis zum Ziel kein Problem sein. Doch dort sah ich mir die Geschichte nun mal von außen an, wo mich fast der Schlag traf. Der Baum hatte sich tief in unser Heck gegraben und auch die Heckscheibe zertrümmert. Trotzdem schickte ich Bart los um einen Hammer zu organisieren, da auch einer der Reifen massiv am Rahmen anstand. Mit Reserverad und ordentlich geknicktem Ego traten wir den Weg zum Rallyezentrum an.

 

Wie soll ich sagen: ich holte mir meine Watsch‘n aber auch viel gutes Zureden von diversen Leuten und Freunden ab.

Das Schwerste war natürlich die Berichterstattung an Martin, per Handy. Er riet, den Heckspoiler abzubauen. Als ich dann aber begann den Rest aufzuzählen, also was sonst noch kaputt war, fand er das Ganze nicht mehr ganz so witzig und ich fühlte mich schlichtweg sch………!!!!!!!

 

Wie es sich für einen anständigen Fahrer gehört, habe ich abends meinem tapferen Beifahrer Bart noch ein Bier ausgegeben, und noch ein Bier, und ... Weil seine erste Rallye wirklich nicht unbedingt so hätte enden sollen.

 

Nun heißt es, viel Arbeit zu bewältigen und ich bin wirklich froh, dass Martin so ruhig geblieben ist (Danke). Ich versuche mich zu bessern! Dennoch ist der Plan, die Grabfeldrallye zu fahren, noch nicht ausgeträumt und Bart hat versprochen, mich notfalls zu bremsen  (Stichwort cutten), dass wir das nächste Mal heil im Ziel ankommen.

 

Vielen Dank an Bart, Martin, Reinhard, die 3M-Stocks und nun auch als neuen Freund: Thomas Zuppardi.

 

Vielen Dank auch an Herbert und Thomas Köchl. Ihr habt’s richtig was gut bei mir!

 

Mane Ring

 

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