36. ADAC-Stäubli-Rallye MSC Fränkische Schweiz 17.10.2015

Es hat sich so ergeben, dass die Sommerpause bei uns dieses mal fünf Monate gedauert hat und wir seit der Voralpen-Rallye nicht mehr im Auto saßen. Umso mehr haben wir uns auf die Rallye Fränkische Schweiz gefreut, die erstmals als Rallye 70 ausgetragen wurde. Vier verschiedene WPs, kein einziger Rundkurs, wenig Abzweige und immerhin 12% Schotter, einfach nur schön! Das Wetter eher nicht. Viel Regen in den Tagen vorher und noch in der Nacht, die Temperaturen saukalt.

 

Mit warm fahren und angesetzten Rost abschütteln war nicht viel. Es ging gleich voll los, mit der WP Brunn, über 10 Kilometer, vielen 4er und 5er Kurven und saumäßig glatten Waldpassagen. Schon beim Besichtigen wurde mit dem halben Auto gecuttet, bei der Rallye war es dann schon das ganze Auto.

Nach einer Schrecksekunde beim Anbremsen der dritten Kurve, wo alle Räder mal still standen, haben wir gleich einen recht guten Rhythmus gefunden. Ich meine, für unsere Langzeitpause war es ganz in Ordnung.

 

Die WP 2, Neudorf, ging noch besser. Am Anfang hat die WP die Charakteristik eines Bergrennens und nach einer Ortsdurchfahrt wird es extrem schnell über viele blinde Kuppen. Dafür war es einigermaßen trocken und mit konstantem Grippniveau.

 

Auf der WP 3, Schirradorf, wechselt der auch Charakter mehrfach. Rutschige Plattenwege, auf denen man schauen muss, dass man die Spur hält, Schotterpassagen und Asphalt wahlweise mit oder ohne Gripp wechseln einander ab.

 

Die „Königsprüfung“ der Rallye ist der Stadtwald, ohne den scheint es nicht zu gehen. Das erste Stück ist Schotter wie in Finnland. Hart, breit und sauschnell. Danach kommt die Kiesgrube, diesmal extrem rutschig, weich und wenig spaßig. Der dritte Abschnitt auf Asphalt ist dafür superschön und anspruchsvoll. Auch wenn wir an einem der beiden (sehr flüssigen) Abzweige zehn Sekunden liegen gelassen haben, weil wir bei Anbremsen ein bisschen zu viel Platz und in Folge den Rückwärtsgang gebraucht haben.

 

Nun war Halbzeit und die Möglichkeit Reifen zu wechseln. Ob unsere Reifenwahl grundsätzlich die richtige war, weiß ich nicht, so manch einer hat damit gehadert. Wir haben es vorgezogen, den Reifen weiter zu fahren, immerhin hatten wir uns schon aneinander gewöhnt.

 

So sind wir den zweiten Durchgang sauber und ohne Verbremser durchgefahren und haben uns jeweils um einige Sekunden gesteigert.

 

Ach so, das Ergebnis. Unsere Klasse (CTC 26) wurde mal wieder mangels Starter (wir waren die Einzigen) mit den 2-Liter-Autos der CTC 27 zusammengelegt. So wurden wir am Ende 4. von 6 in der Klasse und 70. von 104 Gestarteten.

 

Christoph

 

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