4. ADAC Labertal Rallye 35 24.09.2016

Vorab noch ein kurzer Rückblick auf den Rallyesprint in Deggendorf am 10.09.2016.

 

Nachdem wir unser Getriebe überholt (Getriebeschaden bei den Rallyelegenden in Saalfelden) und der Motor seinen letzten Feinschliff bekommen hatte, nutzten wir den Sprint in Deggendorf, um unseren Escort ausgiebig zu testen.

 

Die Strecke war ein schneller Rundkurs auf den gleichen schmalen Wegen, wie in den letzten Jahren, allerdings in einer neuen Variante. Der Plan war das Auto ohne viel Risiko erst mal richtig kennenzulernen und vor Allem den Umstand zu genießen, dass mal wirklich Alles funktioniert. Und was soll ich sagen, der Escort lief wie noch nie zuvor und wir beide hatten schon nach dem ersten Lauf ein Grinsen im Gesicht.

 

Die Veranstaltung verlief absolut problemlos für uns und wir konnten viele positive Erkenntnisse sammeln. Auch wenn leider keine vergleichbare Konkurrenz mit am Start war.

Am 24.09.2016 ging es dann nach Mallersdorf-Pfaffenberg zur Rallye Labertal. Die Vorfreude auf diese Veranstaltung war bereits groß, da mit nur 82 Gesamtkilometern und 35 WP-Kilometern eine extrem kompakte Rallye auf uns wartete. Außerdem standen drei WPs der ehemaligen 3-Städte-Rallye auf dem Programm.

 

Nachdem der bürokratische Teil relativ schnell erledigt war, machten wir uns dann bei bestem Wetter auf den Weg zu Besichtigung. Los ging‘s mit WP 1/4 Holzen, einem sehr flüssigem Rundkurs mit 8,4 km Länge. WP 2/5 Asenkofen (5,54 km) und WP 3/6 Ettenkofen (3,56 km) waren zwei AB-Prüfungen, die ebenfalls ziemlich zügig, als auch selektiv waren und jeweils eine kurze Schotterpassage beinhalteten.

 

Um 13:18 Uhr fiel dann für uns der offizielle Startschuss zur Rallye. Und schon auf WP 1 ließ unser beiges Murmeltier mal wieder von sich grüßen. Nachdem der Start und die ersten Kilometer noch reibungslos liefen, fing das Getriebe daraufhin schon wieder beim Herunterschalten in die ersten beiden Gänge das Hakeln an. Anfangs trat das Problem zwar nur sporadisch auf, aber nach kurzer Zeit war klar, dass wir vor dem selben Problem standen, wie in Saalfelden. Man fasst es einfach nicht!

 

Da wir schon des Öfteren in diesem Jahr vom Leid geprüft wurden und unser Krisenmanagement in solchen Fällen deswegen mehr als nur ausgereift ist, haben wir uns davon allerdings nicht die gute Laune verderben lassen! Und wie so oft haben wir einfach das Beste aus der Situation gemacht.

Leider hatte das ganze natürlich Auswirkungen auf unsere Zeiten. Gerade in den engen Ecken ging viel Zeit verloren, zumal der erste Gang irgendwann gar nicht mehr rein zubekommen war.

 

Nachdem wir uns im Regrouping dann nochmals gesammelt hatten, konnten wir unsere Zeiten auf WP 4 und WP 5 deutlich verbessern. Auf WP 6 sorgte dann noch eine Kuppe, die durch eine leichte Fehleinschätzung meinerseits, plötzlich zur Sprungkuppe wurde, für einen weiteren dieser berühmten Aha-Momente. Nach der mehr oder weniger geglückten Landung, konnten wir uns beide allerdings das Lachen bis ins Ziel dann nicht mehr verkneifen. Und so ging die Rallye ohne weitere Probleme für uns zu Ende.

 

Abschließend muss man dem Veranstalter ein großes Lob aussprechen! Die Organisation der gesamten Veranstaltung war wirklich vorbildlich. Die WPs haben sehr viel Spaß gemacht und dank der kurzen Verbindungsetappen hat sich das Helm abnehmen zwischen den WPs gar  nicht gelohnt. We'll be back!

 

Benedikt Eberhard

 

PS: Das Getriebe wurde selbstverständlich gleich am darauf folgenden Tag noch vormittags ausgebaut und gründlich untersucht. Das Problem waren wieder die Sperrriegel, die auf Grund der hohen Belastung brechen und sich dann genau so verklemmen, dass sich die Gänge nicht mehr einlegen lassen. Eine mögliche Lösung ist aber zum Glück schon gefunden...

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