7. Valsugana Historic Rally 28./ 29.04.2017

Endlich ging für uns und unseren Kadett die Saison 2017 los, jedoch nicht ohne Schreck.

 

Niki Schelle postete auf FB irgendetwas über Feuerlöscherprüfung. Eine sofortige Prüfung der meinigen ergab – Beide!!! abgelaufen. Nach diversen Telefonaten konnte aber auch dieses Problem gelöst werden.

 

Gut vorbereitet und mit neuen Prüfstempeln auf den Feuerlöschern sind wir am Mittwoch vor dem Schneechaos Richtung Italien geflüchtet.

 

Am frühen Nachmittag erreichten wir Borgo Valsugana. Nachdem wir das Auto abgestellt und Quartier bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Besichtigen. Wir konnten vor Einbruch der Dunkelheit die erste WP zweimal abfahren.

 

Am Donnerstag fuhren wir noch einmal die erste WP ab um anschließend die übrigen zu trainieren. Nach erledigter Besichtigung sind wir zu unserem Serviceteam nach Bassano gefahren um beim Beladen der Servicetrucks zu helfen. Reifen, Teile und Kanister für 50 (fünfzig) Team Bassano Mannschaften mussten verstaut werden. Für das leibliche Wohl wurden Bierzeltgarnituren, Grill und alles was der Italiener gerne isst und trinkt auch noch verladen.

Als es nach der Papierabnahme zur technischen Abnahme ging und der TK als erstes meine Feuerlöscher ins Visier nahm, dachte ich mir, mal wieder Glück gehabt.

 

Der Durchzug einer Kaltfront mit sichtbar sinkender Schneefallgrenze ließ mich an der Entscheidung, die Winterreifen zuhause zu lassen, zweifeln, da die Gerüchteküche vom Zustand der ersten WP – Schnee und Eis auf den höher gelegenen Streckenabschnitten- berichtete.

 

Um uns ein eigenes Bild vom Zustand zu machen sind wir vor dem Abendessen noch einmal über die Strecke gefahren. Tatsächlich lag etwas Schnee. Die Fahrbahn war nass und die Temperatur sank allmählich unter den Gefrierpunkt. Keine gute Prognose für die erste Sonderprüfung am Samstag.

 

Bei strahlendem Sonnenschein ging es um 9.25 Uhr mit Semi Sliks und einem mulmigen Gefühl los. Die Anfahrt zur ersten Sonderprüfung war bereits komplett abgetrocknet, was mich etwas zuversichtlich stimmte.

 

Sehr verhalten gingen wir wie die meisten anderen Teilnehmer auch in die WP, was sich auch als die richtige Strategie erwies. Feucht, rutschig und gesalzen war der Untergrund. Jedoch sollte für die 2. und 3. Überfahrt nachdem  138 Fahrzeuge drüberfuhren die Fahrbahn trocken sein.

 

Nach der sehr schnellen WP 2, die sehr flüssig zu fahren war, kamen wir zum ersten Mal in den Servicepark, wo nicht nur für die Autos gesorgt wurde, sondern auch Fahrer und Beifahrer von unserem Service kulinarisch versorgt wurden.

 

Nach WP 3 gab es ein Regrouping und wir starteten anschließend in die 2. Schleife.

Die WP1/4/7 war mittlerweile komplett abgetrocknet und stellte somit keine Probleme mehr dar. Einige fuhren daher etwas über ihre Verhältnisse und sorgten für diverse geschwenkte gelbe Flaggen und verengte Passagen.

 

Nach 245 km davon 89 WP-km kamen wir ohne technische Probleme ins Ziel. Dort wurden wir vom Team Bassano freudig in Empfang genommen. Schnell noch das Auto ins Park fermé, umziehen und ab zum Abendessen mit anschließender Siegerehrung.

 

Etwas überrascht waren wir über unseren 3.Platz in der Klasse, obwohl wir mit unserem 1300 ccm in der 1600 ccm gewertet wurden (Gruppe 4 Golf etc.)

 

Fazit:  diese Rallye ist für uns immer wieder eine Reise wert.

 

GöPe

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