8. Rallyesprint SFG Trostberg am 8.3.2014

Erlebnisbericht First-Strike Trostberg-Rallyesprint

 

Servus miteinander,

 

die liebe Moni hat mich als absoluten Neuling im Rallyesport gebeten, ein persönliches Statement zum 8. Trostberg Rallyesprint abzugeben und auch wenn ich kein erfahrener Schreiber bin, mach ich das natürlich gern. Ein paar von euch kennen mich ja schon als den neuen Beifahrer vom Matthias Stock, für alle anderen: Griaß eich, i bin da Jakob.

 

Im Vorfeld war es für mich natürlich wichtig eine innige Beziehung zum Fahrzeug aufzubauen, wozu ich mich in den Wochen davor ein paar Mal in der Köchl-Werkstatt einfand und auf Tuchfühlung mit dem BMW 318is ging.  Jetzt fehlte nur noch ein Crashkurs im Schrieb erstellen und Vorlesen, dann war ich zu allem bereit.

 

Am Samstagmorgen ging es in aller Frühe nach Trostberg oder besser gesagt nach Peterskirchen. Nach der Papier- und Fahrzeugabnahme genossen wir noch ein bisschen die Morgensonne bevor es zur Besichtigung der Strecke ging.  Es war eine wirklich schöne Prüfung mit allem was das Herz begehrt. Wald, Wiese, enge und breite Passagen, bergauf, bergab, Ortsdurchfahrten und einer Schikane, welche allerdings bei uns nicht unbedingt einen Jubelanfall auslöste. Nach der Besichtigung wurde ich in eine alte Rallyesprint Tradition eingeweiht … dem Warten. Ich war schon etwas erstaunt wie viel Zeit man damit verbrachte, anstatt im Auto zu fahren.

 

Gegen 12 Uhr waren wir dann endlich auf dem Weg zur WP. Inzwischen waren meine Nerven blank. Meinem Fahrer stand die Nervosität auch ins Gesicht geschrieben, aber unter der Sturmhaube konnte man das zu seinem Glück nicht sehen. Nach dem Start musste ich relativ schnell feststellen, dass das mit dem Lesen während der Prüfung doch gar nicht so einfach ist wie beim Training. Besonders als wir nach einem schnellen Stück über eine L3 über Kuppe in die Ortschaft mit der Schikane einflogen und das Quietschen der Reifen immer lauter wurde und die Strohballen vor meinen Augen immer größer wurden. Aber der Matthias hatte alles im Griff und wir kamen super durch. Im Onboard-Video konnte man an dieser Stelle von mir nur noch ein Stottern und heftiges Schnaufen hören, was am späten Abend bei der Videoauswertung zu reichlich Erheiterung führte. Alles in Allem kamen wir aber fehlerfrei durch die Prüfung und waren mit der Zeit auch ganz zufrieden. Allerdings lief alles noch etwas unrund.

 

In Runde 2 ging es uns schon viel besser, was sich leider nicht in der Zeit wiederspiegelte.

 

In Runde 3 waren wir dann voll „auf zack“ und wurden mit einer Rundenzeit von 02:36:50 belohnt. Das war immerhin fast 4 Sekunden schneller als davor. Vom Ziel hieß es dann ab ins Parc fermé und auf die Siegerehrung warten. In der Zwischenzeit wurde der Elektrolythaushalt mit einer Hopfenkaltschale und Schnitzel wieder aufgefüllt. Nach geselliger Runde machten wir uns gegen halb 8 mit dem Klassensieg auf den Heimweg.

 

Fazit: Absolut genialer Tag!

 

Bevor ich jetzt das Wort an den Mane übergebe, möchte ich noch loswerden, wie unglaublich herzlich ich in die Rallyefamilie aufgenommen wurde. Vielen Dank dafür!

 

Euer Jakob

 

Danke für das Mikro, Jackl!

 

Ich habe nun die Variante gewählt, dass Jakob den Bericht anfängt, da es ja auch für mich das erste Mal nach dem Crash bei der Oberland ist, wieder ins Rallyeauto zu steigen. Folglich kann man also sagen, dass der Anfang vom dritten Absatz (s.o.) bei mir genauso zu trifft! Aber durch die Sturmhaube sieht man es ja nicht.

 

Das Einzige, wo ich mich nun wirklich sicher fühlte, war das neue Fahrwerk am BMW, das wirklich vielversprechend ist.

Ich spulte denn ersten Durchgang ohne Probleme ab und war vom Gefühl her recht zufrieden. Dennoch war im Hinterkopf dieser Weiher nahe der Strecke, den ich aber diesmal rechts liegen ließ, ohne die Natur zu stören. Ich fühlte mich wohl und dokterte schon am zweiten Durchgang herum, wo ich verlorene Zeit zurückholen konnte.

 

Nicht viel anders erging es Martin, der allerdings gewohnheitsmäßig mit ABS unterwegs war, nur dass dieses aber wegen des Unfalls im November noch nicht intakt ist. Dennoch legte auch er eine durchaus passable Zeit hin, was uns so grob im Mittelfeld wieder auftauchen lies.

 

Durch kleinere Zwischenfälle mit diversen Bauern, Radlern und entgegenkommenden Autos,  die auf dem gesperrten Kurs rum fuhren, verschlechterte sich unsere Laune deutlich, weil manchen Leuten einfach alles Wurscht ist!

 

Leider mussten wir nach Martins zweitem Lauf feststellen, dass der Motor des BMWs nur noch am Getriebe hängt und beide Motorlager abgerissen sind.

 

Um zu verhindern, dass irgendein Zuschauer unser Aggregat beim Bremsen auf dem Schoß hat, brachen wir ab und starteten im dritten Lauf nicht mehr. Deshalb eine Nullrunde im ersten Sprint des Jahres. 

 

Fazit ist nun: Am 22.3.2014 beim 1.Gäuboden-Rallyesprint in Straubing geht’s weiter und hoffentlich „san“ wieder so viele Magraner dabei, auf und neben der Strecke.

 

P.S.: Vielen Dank auch an alle Magraner, die mir am Weihnachtsstammtisch gut zugeredet und mich zum Weiterfahren motiviert haben.

 

A Jackl-Mane Cooperation

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