Lahti Historic Rally (SF) 5./6.08.2016

Als Michael Stock mit der Idee ankam, die Rally Historic in Lahti zu fahren, habe ich kurz überlegt und festgestellt, dass da noch einige Dinge auf meiner „To- Do“-Liste noch nicht abgehakt waren. Dazu gehörte, in Finnland Rallye zu fahren. Also los - lass es uns angehen.

 

Die Idee mit Silvano Carenini besprochen, der dann gleich den Kontakt zum Team Bassano herstellte. Dieser Club nimmt seit Jahren an dieser Rallye teil und besitzt somit eine,  wie sich im Laufe des ganzen Projekts herausstellte, perfekte Organisation.

 

Gemeldet wurde über Team Bassano. Leider kam für Michael bald die Absage vom Veranstalter – mit seinem HTP dürfe er nur in Afrika fahren. Somit mussten Elke und ich das Abenteurer Finnland alleine angehen.

 

Am Montag 01. August trafen wir uns mit dem Autotransporter an der Autobahnrastanlage Holzkirchen um zu verladen.

 

 

Dienstag früh so gegen 7:00 trafen wir uns am Flughafen mit unseren Italienern um gemeinsam nach Helsinki zu fliegen. Vor dem Abflug wurde das Flugzeug noch beklebt.

In Helsinki wartete bereits ein Bus darauf, uns nach Lahti zu bringen. Nach dem Beziehen der Zimmer ging es sofort zum Mittagessen in eine , was denn sonst, Pizzeria.

 

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit Leihwagen besorgen und uns um mit unseren mitgereisten Magranern (Brigitte und Walter) zu treffen um das Nordische Ski  Zentrum mit seinen Schanzen zu besichtigen.

 

Am Mittwoch hieß erneut, früh aufzustehen, denn ein volles Programm war zu bewältigen. Papierabnahme  und dann gleich los zum Besichtigen. Die erste Schleife war ca. 50 km östlich von Lahti, die Anreise dorthin zog sich aufgrund der finnischen Geschwindigkeitsbeschränkungen etwas hin. Während der Besichtigung wurde mir schon sehr bald bewusst, das wird „sau schnell“, viele „KUPPE  VOLL!“,  gewölbte Fahrbahn und links und rechts tiefe Gräben.  Wir kamen gut voran und konnten die erste Schleife und die erste WP der zweiten Etappe zweimal besichtigen. Am Abend war der offizielle Schakedown angesetzt, da unsere Autos noch nicht da waren, hat das Team Bassano für den Donnerstagabend einen Privattermin vereinbart.

 

Donnerstag, ging es gleich nach dem Frühstück los, um den Rest der zweiten Schleife nördlich vom Rallyezentrum zu besichtigen. In der Zwischenzeit kümmerte sich die Servicecrew um die Autos, abladen, waschen und bekleben. Da bekommt der Ausdruck „Service“ eine ganz andere Bedeutung. Die technische Abnahme haben wir ohne größere Vorkommnisse absolviert.

Beim Frühstück am Freitag noch kurz mit Jari Matti Latvala gescherzt und uns für das Straßenfegen bedankt. Worauf er sagte, wenn das so ist, würde er noch etwas mehr querfahren, um eine breitere saubere Fahrspur zu erzeugen.

 

Um 14.20 Uhr sind wir in die erste WP gestartet. Der Eindruck vom Besichtigen hat uns nicht getäuscht und es war tatsächlich sehr schnell. Ein schönes Gefühl nach 30 Jahren wieder im Renntempo über Schotter zu fahren. Nach kurzer Eingewöhnung wurden wir allmählich schneller und hatten auch das eine oder andere „Aha Erlebnis“. Um 22.41 Uhr Ankunft im Servicepark, wo wir vom Team Bassano mit einem Italienischen Buffet empfangen wurden.

 

Ein Mechaniker kümmerte sich um das Kulinarische und zwei stürzten sich auf das Auto. Ohne Probleme konnten wir  unser Auto dann um 23.30 Uhr im Parc Fermé abstellen.

 

Nach einer kurzen Nacht verließ das erste Fahrzeug um 6.01 Uhr den Parc Fermè, für uns 7.01 Uhr.  Nach 52 Kilometern Verbindungsetappe Richtung Norden ging es rein in die WP 8.

 

Ohne Probleme verlief für uns auch der zweite Tag. Einen Schreckmoment mussten wir jedoch nach der Zwangspause verkraften, Paulo Baggio warf seinen Lancia 037 vehement in einen Graben wo er sich dreimal überschlug. Zum Glück kamen Fahrer und Beifahrer mit einem Schrecken und diverse Prellungen davon. Die Unfallstelle, war als wir eine Stunde später vorbeifuhren, noch immer übersät mit kleinen roten GFK Brösel.

Glücklich und erschöpft erreichten wir das Ziel in Lahti, wo wir mit Begeisterung von den Finnen empfangen wurden. Wir wurden auch sofort informiert, dass Gulliano Calzolari mit Beifahrer Silvio Stefanelli auf FORD Escort die Gesamtwertung vor dem Finnen Silvasti Ville auf Porsche 911 Carrera RS, gewonnen haben.

 

Das war der Beginn einer langen Siegesfeier für das Team Bassano, die nur kurz durch das Verladen der Fahrzeuge unterbrochen wurde und bis in die Morgenstunden dauerte. Bei der offiziellen Siegerehrung wurden alle aus dem  Team Bassano persönlich durch die Rallye Legende Hannu Mikola für die Teamleistung geehrt.

Mit unserem 46. Platz von 76 in der Gesamtwertung sind wir sehr zufrieden. Der 5. Platz in der Klasse zeigt jedoch, dass nach oben noch Luft ist.

 

Unser Dank geht ganz besonders an das Team Bassano mit Mauro Valerio, Alvise Scremin und Chistian Cappellari für die Organisation und Durchführung vor Ort.

 

Auch eine Magra-Fangruppe war vor Ort, unser Dank an Brigitte und Walter.

Peter, Elke und unser Kadett

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