Beifahrertraining, Übungs- und Einstellfahrten mit abendlichem Grillfest 21.6.2015

Dies stand auf der Einladung, die in den letzten Wochen an die Clubmitglieder der Scuderia Magra versandt worden waren. Der neue Sportleiter Mane Ring hat sich organisatorische Hilfe bei den Familien Lachmayr, Stock und Ring geholt und so einen perfekten Motorsport-Übungstag auf die Beine gestellt. Dass Horst Lars Müller Zeit und Lust hatte, die Fahrer anzuleiten, damit diese den angereisten Fans und Clubmitgliedern schon bald die perfekte Linie durch die Schöffeldinger Kieshaufen zeigen konnten, hat nicht nur die angehenden Neuen, sondern auch die Wiedereinsteiger unter den Beifahrer und die konzentriert übenden Fahrer sehr gefreut.

 

Auf diesem Weg möchten wir uns bei allen Helfern und Organisatoren herzlichst für diesen gelungenen Tag bedanken.

Und hier kommt noch der Bericht von einem jungen Motorsportfan, der über seine ersten Erfahrungen im Rallyeauto folgendes berichtet:

 

Große Begeisterung für den Renn- und Rallyesport habe ich schon länger, doch jetzt durfte ich das erste Mal Rennluft schnuppern. Im Rahmen einer Schulung für Fahrer und Beifahrer bei der Scuderia Magra war ich als Beifahrer mit dabei.

Als wir uns morgens trafen, waren die Spannung und die Neugierde, was mich an dem heutigen Tage erwarten wird, groß.

Monika stellte schnell klar, dass der Beifahrer viele organisatorische Sachen erledigen und wichtige Termine rechtzeitig einhalten muss, damit sich der Fahrer voll und ganz auf das Rennen konzentrieren kann.

 

Anschließend sind wir mit Matthias die Kunst des Aufschriebs durchgegangen. Als er im Tempo von einem richtigen Beifahrer die Ansage vorlas, damit wir mitschreiben konnten, merkte ich schnell, dass dieses Tempo und die nötigen Zeichen erst mal geübt werden müssen.

 

Nachdem wir den theoretischen Teil gemeistert hatten, durfte nun jeder sein Wissen in der Praxis testen. Auf einem Feldweg schnappte sich jeder Fahrer einen Beifahrer. Der Fahrer diktierte ihm im ersten Durchgang sämtliche Kurven und Hindernisse auf der Strecke. Im zweiten Durchgang musste der Beifahrer dann den Fahrer durch den Wald leiten.

 

Als der Beifahrerkurs vorbei war, stand das Training für die Fahrer auf Kies an. Zuerst gab es von Horst-Lars Müller einen kleinen theoretischen Input, dann ging es recht schnell auf die Strecke in der Lachmayr'schen Kiesgrube.

 

Die erste Aufgabe war, in vollem Speed auf einen Kieshaufen zuzufahren, kurz davor stark abzubremsen und mit Schwung darum herum zufahren. Die Chance nutzte ich, um in einem echten Rallyeauto mitzufahren. Schnell merkte ich, dies hat nichts mehr mit normalem Straßenverkehr zu tun. Gas durchdrücken, Kupplung springen lassen und LOS! Im Seitenspiegel sah ich nur noch den Staub von den durchdrehenden Rädern. Tacho und Drehzahlmesser schossen synchron in die Höhe. Jetzt zweiter Gang! Noch 20 Meter und jetzt stark in die Bremse treten, einlenken und perfekt durch die Pylonen hindurch. Aber jetzt auch noch um den Kieshaufen herum?

 

Mein Adrenalin war auf dem Höhepunkt. Beschleunigen, bremsen, einlenken und schon haben wir auch den Kieshaufen gemeistert. Nun noch ein paar Tipps vom Instruktor Horstl und die nächsten Runden und Sektionen standen an.

 

Zum Schluss war die gesamte Strecke zum freien Training freigegeben und ich konnte meinen Teil, den Aufschrieb, einbringen. Mit Helm ausgerüstet starteten wir: "30! L3 lang in R 5" rief ich in die Gegensprechanlage. Das Auto schoss aus den Kurven wie ein Blitz...

 

Meine ersten Erfahrungen im Rallyesport, sie waren toll! Das anschließende Grillfest nutzte ich, um mehr Details und Ideen für meine nächsten Schritte im Motorsport zu bekommen. Außerdem lauschte ich den Geschichten der erfahrenen Fahrer.

 

Ein großartiger Tag, der mir Lust auf mehr gemacht hat.

 

(Johannes Eichner)

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