Die Pfingstfahrt der Scuderia Magra 14. - 16.05.2016

 

"Zurück zu den Wurzeln..."


Als Klaus Stöcker, der Organisator der diesjährigen Pfingstfahrt, ankündigte, er wolle mit dieser Fahrt „Back to the Roots“, ist es den alten Orifahrern ein wenig mulmig geworden: Kartenlesen: kann ich das noch, nach den vielen Jahren mit dem Navi und sehen meine alten Augen die vielfältigen Feinheiten der Aufgabenstellungen noch so scharf wie vor 40 Jahren? Doch Klaus versicherte uns, dass er die Aufgabenstellung sehr einfach hält und fürs erste nur Pfeilskizzen zeichnen wird. Und so war es dann auch. 

 

Nach dem mittlerweile obligatorischem Weißwurstfrühstück und einer kurzen Einführung entließen uns die Fahrtleiter Klaus und sein Sohn Dominik mit sorgfältig erstellten und kleinen Witzen garnierten Fahrtunterlagen in die Tiefen des Bayerischen Waldes, mit rasch folgendem Grenzübertritt nach Tschechien.

 

Doch bereits auf dieser kurzen Strecke, der Start war in Straubing, konnten die Teams kräftig Strafpunkte sammeln. Schließlich war es untersagt, Pfeile zu kreuzen und Pflicht, diese Pfeile immer an der nächstgelegenen Straße vom Ende bis zur Spitze abzufahren. 

 

Sorgfältiges Betrachten der vorgedruckten Karten war ein Muss (wo zum Teufel ist meine Lesebrille?) und zwar ohne die vielen Fotos, die der Fahrtanweisung beilagen, aus den Augen zu lassen, sie in der Natur oder den Orten entlang der Strecke zu finden und in die Bordkarte einzutragen. Dazu gab es noch Fragen zu beantworten, Denkmäler zu entdecken, Treppenstufen zu zählen: Wer sagte da nochmal „wir fahren viel und laufen wenig?“

 

Zur Belohnung durften wir uns auch mal ein leckeres Eis gönnen, nicht aber ohne gleichzeitig nach Gedenktafeln zu suchen und als wir dann die grenznahen Nationalparks ausgiebigst auf wunderschönen, sehr kleinen Nebenstraßen mit unendlichen Kurven besichtigt hatten (absolut WP tauglich), erwartete uns das Fahrtleiterteam zum Mittagessen.

 

Hier wurden die Bordkarten getauscht und die neuen Fahrtunterlagen für den Nachmittag ausgegeben. Die ersten beiden Suchbilder hingen direkt vor unserer Nase, sprich vor der Tür des Restaurants, wurden aber trotzdem nur von den Teams gefunden, die das Örtchen mehrmals auf der Suche nach der richtigen Ortsausfahrt durchfuhren. 

 

Spätestens in der zweiten Etappe hatten alle Teilnehmer den Dreh mit den Pfeilskizzen raus, oder das Navi eingeschaltet, um das Ziel in Dobris, bei den Fahrtleitern im Garten, pünktlich zu Kaffee und Kuchen zu erreichen.

 

Hab ich schon die Sonderaufgaben erwähnt, die punktgleiche Teams nochmal trennen können? Als da waren: ein Fragebogen zur Person von Walter Röhrl, einer zu den Logos alter und aktueller Automarken, sowie ein kleines Geschicklichkeitsspiel namens Krocket. 

 

Dies war alles noch sehr sanft und seniorenfreundlich, der Hammer kam nach der dritten Etappe am Sonntag: Ein Slalom mit dem Auto durch vier Tore, rückwärts und mit blickdichtem Helm! Der Beifahrer durfte helfen und dem Fahrer Anweisungen geben. Die schnellsten mit einer absoluten Traumzeit waren die jüngsten Teilnehmer: Michaela am Steuer mit Co Johannes (Zwillinge verstehen sich eben auch blind!). Respekt!

 

Dann wurde die letzte Bordkarte gnadenlos eingesammelt, egal ob alle Fragen beantwortet und alle Bilder entdeckt worden waren.

 

Denn nun ging es zum unterhaltsamen Teil der Veranstaltung: Quad fahren! Bei schönem, trockenem Wetter hatten Fahrer und  Zuschauer gleicher Maßen ihren Spaß!

 

Und als abends dann, nach der Auflösung der Aufgaben, die  Sieger geehrt und tüchtig gefeiert wurde, sah die Ergebnisliste wie folgt aus:

 

1. Michaela und Jojo Z.

2. Karsten und Moni Z.

3. Matthias Stock / Jakob Oberrieder

4. Moni und Michael Stock

5. Manfred und Benedikt Eberhard

6. Walter und Brigitte Zieglmaier

7. Gabi und Viktor Konstanty

8. Elke und Peter Göckel

 

Alle Teilnehmer haben sich, wenn auch mit platt gesessenen Hintern nach den vielen Kilometern im Auto (vielleicht doch öfters mal aussteigen?), sehr zufrieden und glücklich von den Veranstaltern Klaus, Dominik und Renata, der fleißige Helferin im Hintergrund, verabschiedet und freuen sich auf die nächste Pfingstfahrt, ausgerichtet von Michaela und Johannes mit sicherlich vielen neuen, frischen Ideen.  

 

Der Termin: Pfingsten 2017

 

Moni Stock

 

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