AvD-Niederbayern Rallye 30./31. August 2013

Rallyeleiter Hans Bauer lud wieder zur AvD-Rallye Niederbayern nach Außernzell ein. Für mich fast schon ein Pflichttermin. Es war wohl das vierte oder fünfte Mal,  dass ich hier an den Start ging.

 

Und so nannten Pfluftl und ich für diesen DRS-Lauf in Niederbayern. Die Rahmenbedingungen waren wie die der letzten Jahre. Es waren in etwa die gleichen Prüfungen, manche etwas länger und manche etwas kürzer. Als Lauf zur Deutschen Rallye Serie bot Rallyeleiter Hans Bauer gut 120 km Wertungsprüfungen an, mit 99 Prozent Asphaltanteil. Stärkste Veränderung war der Serviceplatz, der mittlerweilen geteert ist und somit  keine Wünsche mehr offen lässt. Es soll sogar Strom geben. Allerdings habe ich außer zu Lois Scheidhammers Ampera kein Kabel gesehen.

 

Die Vorbereitungen zur Rallye lagen wie immer in Sigis Schwaigers und Manu Eders Obhut. Nach einigen Monaten Rallyepause ging ich am Dienstag vor der Rallye zur einzigen und kurzen Probefahrt Richtung Langenbach.

Der Astra kam uns etwas müde vor, ansonsten stellten wir aber eine uneingeschränkte Rallyetauglichkeit fest, und so fuhren wir am Freitag gegen 7 Uhr morgens in München los Richtung Außernzell.

 

Dort machte man sich schon Gedanken welcher Teilnehmer wohl als letzter die Papierabnahme durchlaufen würde. Für Manfred Hiemer und Heike Bauer fiel die Wahl auf Pfluftl und mich. Keine Ahnung warum aber sie sollten Recht behalten. Pünktlich und kurz vor 9 Uhr trafen wir in Außernzell zur Papierabnahme ein. Obwohl Pfluftl am Montag vor der Rallye seine Lizenz beantragt hatte, war die am Freitag früh noch nicht in seinem Briefkasten. Aber ein kurzes Telefonat mit dem DMSB sorgte für Klarheit und wir hatten die Papierabnahme bestanden.

Papierabnahme kurz vor neun Uhr, nur keine Hektik….…..erst mal beim DMSB anrufen wie es mit Pfluflts Motorsport-Lizenz für das Jahr 2013 so aussieht….

Langsam zogen wir Richtung Riggerding zu unserer seit Jahren gleichen Unterkunft. Nach dem Kultivieren war für den Freitagabend der übliche Besuch im Gasthof Stetter angesagt. Neben hervorragendem Essen und Trinken wurde intensiv über die Veranstaltung gesprochen und gegen 23 Uhr verzogen wir uns langsam in unsere Betten.

 

Am Samstagmorgen wartete auf die knapp 80 Rallyeteams trockenes Wetter. Die gut 120 Wertungsprüfungskilometer wurden in 4 Schleifen zu je 3 Prüfungen unterteilt. Als Favorit auf den Gesamtsieg galten die Vorjahressieger, das Ehepaar Zeltner auf einem Porsche GT3. Aber wegen eines Motorschadens beim Shake down starteten die erst gar nicht. Aber wir vermuteten irgendein Porsche wird schon durchkommen und den Gesamtsieg einfahren. Auch das restliche Feld war aber nicht von schlechten Eltern.

 

Um 8 Uhr startete das erste Fahrzeug zur ersten Prüfung, die nur etwas über eine Minute dauerte. Mit einer 19.ten Zeit waren wir soweit zufrieden. Bis zur WP 3 verlief für mich und meine Freisinger Freunde auch noch alles nach Wunsch. Gegen Ende dieser Prüfung fiel das erstes Freisinger Team Dilg/Heindlmeier mit Motorschaden aus, und es sollte nicht das letzte gewesen sein.

 

Nach diesen 3 Prüfungen ging es wieder zurück nach Außernzell zum Serviceplatz. Auf den ersten 3 Plätzen waren - oh Wunder - drei Porsche. Dobberkau vor Noller und Stölzel. Als Vierter wurde Coffey auf einem Subaru gelistet. Als Fünfter der erste Zweiradler mit Geist/Glatzel auf einem BMW M 3 Gruppe H. Siebter der junge Österreicher Wagner mit Fred Winklhofer.

 

Wie immer auf dieser Rallye war der Fahrerverbindungsmann Manfred Hiemer.

Nach einem zwanzigminütigen Aufenthalt ging es in die nächsten drei Prüfungen. Noch einmal die drei kurzen Prüfungen vom Morgen.

 

In WP 4 oder 5 bahnten sich bei uns erste Probleme an. Oben drehte der Astra nicht mehr so wie er sollte und auch ein Telefonat mit Sigi brachte vorerst kein Ergebnis. Nach sechs Prüfungen wieder im Service stand fest, dass unser Katalysator sein aktives Leben ausgehaucht hatte. Man hatte uns schon bis auf den 30 Platz durchgereicht. Mit ein paar provisorischen Eingriffen konnten wir das „Problem“ etwas eindämmen und weiterfahren.

 

Weiter ging es zur dritten Schleife. Jetzt kamen endlich die langen und anspruchsvollen Prüfungen des Nachmittags. Aber leider nicht für uns. In WP 8 - wir hatten gerade den vor uns gestarteten Opel Astra überholt -   machte sich jetzt auch noch unsere Kupplung unangenehm bemerkbar. Nachdem mehr als 60 bis 80 km/h nicht mehr drin waren, stellten wir unser Auto am Ziel der Prüfung ab und mussten zum ersten Mal seit 1995 wegen eines technischen Defekts aufhören.

 

Überhaupt fiel auf, dass die technischen Ausfälle dieses Jahr extrem hoch waren. Nichts desto trotz, Krückl/Weber das drittes Freisinger Team waren nach der WP 9 am Service bereits 30.ster im Gesamtklassement und sechster in ihrer starken Klasse N/F 8. Hans Kögl war um den 40.sten Platz und führte immer noch seine Klasse CTC 24 an.

 

Noch einmal mussten die Teams auf die letzte Schleife mit den drei langen Prüfungen. In WP 11 erwischte es auch noch Hans Kögl mit einem unangenehmen Geräusch aus dem Motorraum, das ihn ebenfalls zur Aufgabe zwang, um weiteren Schaden am Rallyeauto zu vermeiden.

Sogar 2 bis 3 km schöner Schotter waren auf der Rallye Niederbayern zu finden.

Nach 12 Wertungsprüfungen kamen 52 Fahrzeuge nach Außernzell ins Ziel. An der Spitze immer noch das Ehepaar Dobberkau vor Noller und Stölzel, alle auf Porsche. Coffey vierter und Geist fünfter. Auf den sechsten Gesamtplatz hat sich der junge Österreicher Simon Wagner mit Beifahrer Fred Winklhofer gekämpft. Sah fast aus wie „begleitendes Fahren“.

 

Die letzten im Feld verbliebenen Freisinger waren Patrick Krückl und Andreas Weber die neben dem 27. Gesamtplatz sich auch noch den 6. Klassenplatz sichern konnten. Wir fuhren ins Hotel um erste medizinische Eingriffe am Ascona von Hans Kögl zu tätigen. Nach dem Duschen ging die Freisinger Truppe geschlossen zum Abendessen und genehmigte sich einen kleineren Umtrunk. Wir leckten unsere Wunden und dankten dem Veranstalter für die schöne Rallye.

 

Großer Dank auch an die vielen fleißigen Helfer rund um unsere Teams, ohne die dieser Einsatz nicht möglich gewesen wäre. Vielleicht wird es nächstes Jahr wieder besser.

 

„Desmoi war s jenfois nix“

 

reive

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