ADAC-Oberland Rallye 200 am 9.11.2013

Bericht von Monika Stock

 

Die Vorfreude war groß bei den Magranern, waren doch seit langer Zeit wieder drei Teams am Start einer Rallye. 58 Starter hatten sich gemeldet, darunter 14 allradgetriebene Fahrzeuge. (Am Rande sei bemerkt, dass der ADAC die Rallye 200 als unterste Ebene des Rallye Sports ansieht.)

 

Christoph Keil hatte seinen Peugeot 206 wieder mobilisiert, Matthias Stock war nach der erfolgreichen Probefahrt bei der Kathrein Rallye mit seinem neu aufgebauten Gruppe G BMW am Start und beim Team Ring/Köchl hatte Mane Ring das Lenkrad übernommen.

 

Die Papier- und die Fahrzeugabnahme war rasch überstanden und so ging es bei herbstlichem Schmuddelwetter ins Oberland, um die bekannten und bewährten Wertungsprüfungen Altenstadt, Bernbeuren und Wildsteig zu besichtigen. Die zumeist neuen Beifahrer gewöhnten sich schnell an ihre Aufgabe und erstellten einen brauchbaren Aufschrieb, der ihre Fahrer durch die zweimal zu befahrenden Prüfungen geleiten sollte.

 

Da die erste Prüfung Altenstadt sich als Zuschauermagnet etabliert hat, trafen hier auch bald die Fans unserer Magraner ein: blaue Fahnen schwingend die Freunde der Startnummer 62 Team Keil/Späth, mit einem Fotoapparat bewaffnet Michi Köchl, der nicht nur Mane und Martin die Daumen drückte, sowie die Mädels der beiden Stocks.

Bereits bei der ersten WP setzte Hermann Gassner die Bestzeit und zeigte Fritz Köhler, wer der Herr im Hause ist. Bei der zweiten Wertungsprüfung, die von Bernbeuren nach Lechbruck ging, war die bergab führende Strecke durch Laub und Regen stark verschmutzt und mündete nach einer rechts eins minus in einer Matsch- und Schlammlache, welche die Fotografen zu Höchstleistungen anspornte, die Traktion der Fahrzeuge aber nicht sonderlich verbesserte.

 

Manuel Kössler auf einem Subaru Impreza brannte hier die Bestzeit in den Asphalt, während sich das Team Ring/Köchl mit einem Salto in den Lech-Stausee von lästiger Konkurrenz befreite.

 

Die dritte Prüfung war Wildsteig, vom bekannten Rundkurs zu einer AB-Strecke mutiert, und wurde von den Lokalmatadoren Kössler/Haner gewonnen. Während sich Ring/Köchl in einem Feuerwehrauto wärmten und trockneten, startete der Rallye-Tross nach einer kurzen Pause zur zweiten Runde.

Foto: PhotoFelzi

Die Bestzeit der 4. Prüfung ging an Fritz Köhler und Petra Hägele im BMW M3, Nummer 5 und 6 konnten Kössler/Haner für sich entscheiden.

 

Die Gesamtsieger der 18. Rallye Oberland hießen Köhler/Hägele, nur 0,5 Sekunden vor Gassner/Thannhäuser, gefolgt von Kössler/Haner auf Platz drei.

 

Während die Magraner Keil/ Späth und Stock/Stock jeweils einen Pokal für den Klassensieg in Empfang nehmen konnten, wurde das Auto von Ring/Köchl durch einen Taucher an den Haken genommen und mithilfe eines Krans aus dem Lech geborgen.

 

Es wird nun den Winter in einer gut geheizten Halle verbringen und wie so viele andere Rallyeautos auch, gut gepflegt und gründlich überholt auf den Frühling warten. Denn: nach der Rallye ist vor der Rallye!

 

P.S.: Hier gibt es einen Bericht über die Rallye auf www.rallye-magazin.de!

ADAC-Oberland Rallye 200 am 9.11.2013

Bericht von Mane Ring

 

Hallo beisammen!

Eigentlich wollt ich ja kein Wort über diese Rallye berichten, dennoch, man kann nicht nur immer von den Teilerfolgen reden, sondern halt auch mal über einen rabenschwarzen Tag mit unserem BMW.

 

Das übliche Kontrollieren der Technik war schnell erledigt und wir besichtigten das Geschehen, sprich die Wertungsprüfungen.

 

Anfangs waren wir noch guten Mutes, mit Martin als Co Pilot, dem auf dem rechten Sitz schon mal übel wird.

 

Schon in WP 1 stellten wir beide fest, dass der Grip unserer Reifen sehr zu wünschen übrig ließ. Ich versuchte so gut wie möglich den BMW durchzuzirkeln, war aber nicht so recht zufrieden.

 

Auf der Anfahrt zur WP 2 bahnte sich Martins Ausspruch „du Mani so richig guad is mir ned“ den Weg durch die Fahrgastzelle. Mit weit offenen Fenstern fuhren wir nun zum Start. Der Hintergedanke war nun, wenn es wirklich nicht gehen sollte bei Martin, kann Martin weiterfahren - auch ned schlimm.

 

Leider kam es nicht mehr soweit, da ich am Ende von WP 2 in einer schnellen links die Linie falsch traf und mit dem hinteren rechten Rad in den Rasen kam. Auf allen vieren über den Rasen rutschend vergingen bange Sekunden, wo wir nun wohl gleich einschlagen würden. Der Einschlag war halb so wild, doch leider katapultierte uns ein Baumstumpf zu unserer Überraschung mit einem dicken Pflatsch direkt ins kalte Nass der Lech-Staustufe.

 

Nach einem kurzen „alles ok bei dir?", was glücklicherweise von uns beiden mit einem kräftigen „ JA“ beantwortet wurde, machten wir uns schleunigst daran das sinkende Auto zu verlassen, was auch Gott sei Dank gut glückte. Eine äußerst unangenehme Situation kann ich euch sagen aber es heißt ja immer: der Kapitän verlässt als letztes das sinkende Schiff. „Häääh irgendwas is hier ganz FALSCH“! 

 

Im Wasser schwimmend kamen wir ans Ufer wo uns gleich eine Horde Zuschauer sehr schnell aus dem Wasser half. VIELEN DANK hierfür.

 

Michi Köchl war auch einer der Ersten, die wir am Ort des Geschehens begrüßen durften. Nachdem ihm aber gleich unsere außerordentlich geistreichen Sprüche um die Ohren flogen, wusste er zumindest, uns geht‘s gut und wir haben nix abbekommen.

 

So, nun heißt es entfeuchten und schauen, dass unser Auto wieder flott wird. Leider ein besch… Ende der Saison 2013. Aber viel wichtiger ist, uns Beiden ist nix Ernsthaftes passiert.

 

Vielen Dank an Taucher Willi, den Kranführer und sämtliche Feuerwehren des Umkreises, die unser Auto aus ca. 3 Metern Tiefe wieder an Land brachten.

 

PS. Wir kommen wieder - schließlich haben wir mit der Rallye Oberland noch eine Rechnung offen!

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