Oster-Rallye Tiefenbach 26.03.2016

Kaum hat man mit Monika Stock einen kurzen Kontakt, schon wird man zum Schreiben eines Berichtes angehalten. Gut, dann werde ich es kurz aus meiner Sicht niederschreiben. Die Rallye Tiefenbach gilt in Bayern mittlerweile als Saisonstart. Sie ist immer am Osterwochenende, deshalb heißt sie auch Osterrallye Tiefenbach.

 

Für uns sollte es ein Anwärmen für die Lavanttaler Rallye sein. Der ASC Tiefenbach ist ein traditionsreicher Rallyeclub mit Präsident Johannes Fürst und den Rallyeorganisatoren Norbert Plöckinger, Franz Altmann, Franz Plöchinger und Rallye-Urgestein Wolfgang Gastdorfer. Die Organisatoren boten mit ihren Helfern wieder eine kompakte Veranstaltung an mit über 50 WP Kilometern. Die Rallye-Infrastruktur ist sehr gut, großzügiger Hänger-Parkplatz und „schönes“ Rallyezentrum bei der Bäderfirma Gienger in Tiefenbach. 7 WPs standen für diese Rallye 70 auf dem Programm. Zwei sehr schöne Sprintprüfungen und ein Rundkurs mit 11 km, alles zweimal zu fahren.

 

Von der Scuderia Magra starteten Michael Köchl / Joachim Geiger auf einem BMW 328i und Thomas Zuppardi / Wolfgang Augenstein auf einem Alfa 75. Wir Veit / Eder starteten für den MSF-Freising und können uns eigentlich nur noch als Alt- oder Ex-Magraner bezeichnen. Ich habe mich jedenfalls bei Thomas Zuppardi als solcher vorgestellt.

 

Der Veranstalter gab uns die Startnummer 5 vor Geist und Köhler beide im M3. Das bereitete mir im Vorfeld kurze Schlaflosigkeit. Die Startnummernvergabe ist ja immer etwas schwierig. Aber hier waren schon einige, die nach vorne gehörten und einige die nach hinten gehörten. Diesmal hat man allerdings die Vorjahresergebnisse für die ersten 15 herangezogen und dann erst die Klassen. Über 100 Starter zog es an diesem Wochenende nach Tiefenbach, das zeigt doch, dass das Paket stimmt.

 

Zum ersten Mal in meinem Rallyeleben bin ich einen Tag vor einer „200ter“ Rallye angereist. Also Abnahme am Freitag, abendliches Essen in einer Pizzeria mit gefühlten 50 Rallyefahrern und einem Garagenbier gegen 24 Uhr in der Garage Krückl.

Kurz vor dem WP 3 einem schnellen Rundkurs mit Starter Markus Peter.

Eigentlich eine angenehme Sache. Man kommt ausgeschlafen zur Rallye und der Tag ist nicht ganz so lang. Bis in die Nacht regnete es zumindest leicht. Es war also anfänglich mit schmierigen Straßenverhältnissen zu rechnen. Das Besichtigungsprozedere brachten wir stressfrei über die Bühne. Wir entschieden uns für Trockenreifen. Obwohl wir nach WP 3 noch eine Wechselmöglichkeit gehabt hätten.

 

Mein letzter Astra-Kontakt liegt schon wieder ein dreiviertel Jahr zurück, deshalb tasteten wir uns anfänglich vorsichtig an die Sache heran. Das Team hinter mir, Jürgen Geist / Fred Winklhofer ging schon in der WP 1 in Führung. Die gut 20 Mitsubishi, Subarus und Ford Cosworth konnten ihnen trotz der schmierigen Verhältnisse nicht folgen. Gegen Nachmittag wurde es immer trockener. Nach WP 3 ging es in die halbstündige Zwangspause, mit der vorgeschalteten 15 minütigen Reifenwechselzone.

 

Die restlichen 4 Prüfungen verliefen bei uns ebenfalls ohne Probleme und so fanden sich die ersten Teilnehmer gegen 17.30 Uhr im Ziel ein. Michael Köchl mit Co Joachim Geiger kam freudestrahlend ins Ziel - endlich mal ohne Überschlag und Motorschaden angekommen. Anstrengend war noch der schnelle Motorwechsel nach dem Rallyesprint Trostberg für die Köchl-Truppe in der Woche vor der Rallye. Thomas Zuppardi mit Beifahrer Wolfgang Augenstein fiel nach WP 6 aus. Den Ausfallgrund kenne ich leider nicht, denke aber mal Technik.

Thomas Zuppardi / Wolfgang Augenstein auf einem Alfa Romeo 75 in der C28, einer Klasse der ehemalig homologierten Fahrzeuge.

Wie letztes Jahr war die Ausfallquote relativ gering. Gesamtsieger nach 7 Prüfungen wurden im BMW M3 Jürgen Geist  / Fred Winklhofer. 16 Sekunden dahinter Reindl / Ehrle im Mitsubishi und weitere 30 Sekunden dahinter Mühl / Kröniger in einem M3 Compakt (wußte gar nicht, dass es sowas gibt).  

 

Die Siegerehrung begann erst gegen 21.30 Uhr und zog sich dann doch ganz schön hin. Die Neu-Magraner waren bereits alle verschwunden, und wir machten mit den Hutthurmern und Diessenern einen großen Tisch auf. Gegen 23 Uhr luden wir unseren Astra auf den Hänger und fuhren Richtung Moosburg.

 

Eine empfehlenswerte Veranstaltung mit einem riesigen Starterfeld, schönen Prüfungen und einem professionellem Organisationsteam. Über kleine Unzulänglichkeiten wollen wir nicht schreiben.

 

reive

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