ADAC Osterrallye Tiefenbach 15.04.2016

- irgendwie läuft es nicht

 

Die eine oder andere Schweißarbeit, so manche Optimierung, fünf Emails und mehrere Telefonate mit dem DMSB waren nötig, um bei der Tiefenbacher Osterrallye mit der KFP Ausnahmegenehmigung doch noch an den Start gehen zu können.

 

Verwunderlicher Weise erwartete uns am Freitag zur Abnahme (an dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an meine bessere Hälfte Sandra, die mir bei dem ganzen Prozedere fleißig zu Hand gegangen ist!) einmal nicht das obligatorische Tiefenbacher Wetter. Kein Warten bei grausigen Temperaturen, kein Fahrzeug-Bekleben bei Regen und Wind, absolut nichts dergleichen. Dieser Vorbote hätte uns eigentlich schon stutzig machen müssen.

 

Samstagmorgen: nachdem mein Beifahrer Joe gegen 8.00 Uhr das Rallyezentrum erreicht und das Roadbook übernommen hatte, galt es dann erst mal, die Strecke zu besichtigen. Wie erwartet trafen wir auf ausgesprochen selektive und stellenweise ziemlich verzwickte WPs.

 

Auch der immer wieder einsetzende Regen machte es nicht einfacher, einen passenden Aufschrieb zu erstellen und ließ mich mehrfach darüber nachdenken, vielleicht doch noch auf Regenreifen umzustellen. Da jedoch der allgemeine Tenor in Richtung "es bleibt trocken" zu vernehmen war, blieben die Slicks drauf, was sich als die richtige Entscheidung herausstellen sollte.

 

So hieß es also um 12.21 Uhr, mit Startnummer 24 im vorderen Viertel an den Start rollen zu dürfen. Das allerdings sollte schon die erste Herausforderung des Tages werden, nachdem ein gewisser Herr N. aus Ö. das gegnerische Feld offenbar schon im Vorfeld zu "selektieren" versuchte und seinen Cosworth so nah neben unser Auto gestellt hatte, dass es ausschließlich meiner panterhaften Körperbeherrschung zu schulden war, überhaupt noch in mein Auto zu kommen. Und nein, es war nicht Sandras Fahrer...

 

Die erste Prüfung war noch eine der "leichteren" und somit ein guter Anfang, erst mal wieder ein Gefühl zu bekommen, zumal ich mir meines Fauxpas in Trostberg noch sehr bewusst war. Mit viel Luft nach oben absolvierten wir die WP, was wahrscheinlich die zweite richtige Entscheidung des Tages war. Denn wenige Meter vor dem Ziel wurden wir mit der geschwenkten gelbe Flagge vor einer unübersichtlichen Rechtskurve eingebremst, nachdem Arwed seinen schönen 2002 so elementar in einen Bachlauf gefeuert hatte, dass dieser auf den ersten Blick nur noch aufgrund der Lackierung als dessen BMW zu erkennen war. Zum Glück schien es den Beiden offensichtlich gut zu gehen und ich hoffe, dass sie den Schrecken bald wieder verdaut haben.

 

So vorgewarnt machten uns dennoch auf, die nächste Prüfung in Angriff zu nehmen. Auch hier ohne Probleme, allerdings schon wesentlich flüssiger.

 

Der letzte Durchgang vor dem Regrouping war dann einer der g.... Rundkurse, die ich je gefahren bin! Schmale Gässchen, enge Ortsdurchfahrten, schmierige Waldpassagen und sehr schnelle Teilstücke über zwei Bundesstraßen. Nachdem wir die erste Runde hinter uns hatten, lief es richtig gut. Auch die Tatsache, dass einige Zuschauer einen riesen Spaß hatten und die Teams mit vollem Körpereinsatz angefeuert haben, trug sein Übriges bei. In Runde zwei konnten wir noch mal ein paar Sekunden gut machen, als sich kurz vor dem dritten Turn plötzliche Zündaussetzer mit einem erheblichen Leistungsmangel bemerkbar machten und uns zur Aufgabe zwangen. So stellten wir unser Auto wenige Meter später neben dem bereits ausgefallenem Team Herrmann/Hausladen ab, um diesen "leider" Gesellschaft zu leisten.

 

Auch hier ein großes Dankeschön an Christian Alkofer, welcher uns aufgesammelt und ins Rallyezentrum zurück gebracht hat.

 

Auch wenn somit für uns die Rallye beendet war und wir uns in die lange Liste der Ausfaller einreihen mussten, waren ja noch die Scuderia Magra Teams Groß/Groß und Eberhart/Ring unterwegs.

 

Uns bleibt nun zu hoffen, dass sich der Schaden in Grenzen hält und sich die vermutete Zündspule als Ursache bestätigt. Ebenso ist auch dem ASC Tiefenbach ein großes Lob für die - einmal mehr – Wahnsinns-Prüfungen und ich hoffe, dass wir 2018 dann auch wieder das Ziel sehen.

 

KöMi

Osterrallye Tiefenbach 15.04.2016

- oder "Never give up!"

 

Wie Michi schon beschrieben hat, werde ich mal berichten wie das bei uns so gelaufen ist. Um es gleich vorweg zu nehmen: bei uns war übrigens der Name Programm! Los ging es wie immer nach Tiefenbach um 5 Uhr in der früh.

 

Nachdem Benedikt mir ja schon mal erfolgreich aus der Patsche geholfen hat als Co Pilot, war es nur eine Frage der Zeit, dass er mich fragen sollte, ob ich nicht mal bei ihm mit will. Dieses Angebot nahm ich an und plante es gut ein.

 

Technische Abnahme und Besichtigung waren flott erledigt, da mir ja die Umgebung durch die mehrmalige Auftritte bei der Osterrallye schon bekannt waren.

 

Der Schrieb war gemacht und auf ging es zur WP 1. Diese verlief für uns recht zufriedenstellend, ich müsste mich nur an Benedikt halten wo wir in der Platzierung waren,  weil wir hatten mal wieder wie so oft mit dem Ford niemanden in der Klasse. Also war ein Vergleich zur Konkurrenz etwas schwierig.

 

Leider bot uns diese WP ein recht trauriges Bild da ca. 8 Autos wirklich sehr demoliert in den Wäldern und Gräben unsanft geparkt hatten. Aus dieser Tatsache heraus wurde später auch WP 1/4 ersatzlos gestrichen.

 

In WP 2 war für mich gefühlt das Timing vom Vorlesen in Ordnung und es lief schön dahin.

Nun kam diese WP 3, die uns so gar nicht schmeckte, da es sich hier um einen Rundkurs handelte und wir hinter uns den starken Irlacher Civic hatten. Noch kurz abgesprochen, dass wir den Rückspiegel mal nicht außer Acht lassen, fuhren wir los. Nach der erste Runde wurden wir aber schon vom Civic eingeholt und Beni ließ ihn an einer guten Stelle passieren, so dass wir nun etwas entspannter weiter fahren konnten. Im ersten Umlauf war im Bergabstück auf eine R2 auf der letzten Rille gebremst worden, doch im dritten Umlauf ging sich das leider nicht aus. Wir rollten uns elegant übers Dach in einen Acker ab und blieben auf der Beifahrerseite liegen. Der Schock saß erst mal tief, aber als die schnellen Streckenposten uns fragten, ob alles ok sei, war mein erster Gedanke: stellt uns wieder auf die Räder und weiter geht’s. Beni war noch nicht so überzeugt aber als der Motor brav wieder ansprang fuhren wir die WP fertig und begutachteten die Schäden später. An der ZK waren die Blicke ziemlich normal was für uns die Schlussfolgerung gab das das Auto nicht so schlimm ausschaut!

 

Wir haben trotz dieses Missgeschicks alle Zeiten noch eingehalten und fuhren zum Regrouping, wo nun Beni erst mal seinem Papa Mani beichtete, was passiert war.

Das Auto fuhr noch ohne Anstalten einwandfrei bis auf das zerknitterte Dach und Tür. Nun spulten wir die letzten zwei WPs noch ab, mit dem Erfolgserlebnis, dass wir nicht Letzter Gesamt geworden sind und auch heil im Ziel eintrafen.

 

Hat Spaß gemacht Beni, das Auto bekommt ihr wieder hin und denk dran „never give up“

 

Mani

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