4. Tuscan Rewind Rally 2013

Als Schotterliebhaber durften wir uns natürlich auch die diesjährige Ausgabe der Tuscan Rewind Rally in der Toskana nicht entgehen lassen. Ausgerüstet mit einem ausreichenden Kontigent an Schotterreifen und Ehrgeiz machten wir uns also wieder auf den Weg nach Montalcino, wo schon Monika und Sepp Schölderle auf uns warteten. Zusammen mit den M3-Thurner-Brüdern suchten wir dann umgehend den "Italiener unseres Vertrauens" auf, um dort bei einem toskanischen Abendessen den Ablauf des Trainings zu besprechen.

 

Mittlerweile haben leider auch in Italien die grünen Ökofaschisten schon stark an Einfluß gewonnen, und so war die Anzahl der Wertungsprüfungen infolge kurzfristiger Genehmigungsabsagen deutlich geschrumpft. Der Veranstalter Vito Piarulli konnte die Rallye noch mit vier WPs, die je dreimal befahren wurden, retten, wobei die Prüfungen in der Toskana allerdings auch nach dem mehrmaligen Befahren immer noch in einem tadellosen Zustand sind. Mit nur einer neuen WP war der Trainingsaufwand also durchaus überschaubar, was den Vorteil hatte, daß uns noch mehr Zeit für den Genuß von Cappucini, Pinci, Rosso di Montalcino und anderen toskanischen Spezialitäten blieb ....

 

Am Freitag abend ging es dann los mit einer kurzen 3,5km-Prüfung im Weingut Banfi, welche in den Jahren zuvor als Shakedown gefahren wurde, in diesem Jahr aber nicht trainierbar war. Wir kannten sie zumindest teilweise und erinnerten uns an den Tip von Reinhard Veit, der lautet: Du mußt den Gegnern den Schneid gleich am Anfang abkaufen. Diesen Rat befolgend, fuhren wir mit 1,5 Sekunden vor "Lucky/Rudy" im Ferrari 308 GTB Bestzeit. Dies hinterließ tatsächlich Spuren, denn gleich am nächsten Tag versenkte "Lucky" (bürgerlich: Luigi Battistolli) bei dem Versuch, alles klarzumachen, den Ferrari beinahe im Graben und verlor nochmal ein paar Sekunden. Die Italiener hatten allerdings beschlossen, dieses Jahr in der Toskana keine Deutschen gewinnen zu lassen, und in WP3 übernahm "Lucky" dann mit einer Glanzzeit die Führung, die er bis zum Ziel nicht mehr hergab.

Starke Vorstellungen lieferten auch Davide Cesarini im Hundeknochen-Ford Escort RS (leider früher Ausfall mit Motorschaden), Frederico Ormezzano (Spitzname "Tramezzino") im Sunbeam Lotus, Graziano Muccioli im Porsche Carrera RS und Riccardo Mariotti im Fiat 131 Abarth. Bestzeiten vor "Lucky" konnten nur noch einmal Muccioli in WP2 und einmal wir in WP9 setzen, aber der Kampf hinter dem Ferrari-Team war kernig. Ormezzano kassierte bei den zahlreichen Versuchen, uns vom dritten, dann vom zweiten Platz zu verdrängen, Ausritte und Reifenschäden und wurde schließlich nur siebter. Muccioli im Porsche machte eigentlich alles richtig, mußte sich aber am Schluß doch noch Mariotti im 131 Abarth geschlagen geben, der zweiter wurde. Wir hatten das große Pech, daß uns kurz vor Ende der WP10 der Zahnriemen der Einspritzpumpe riß und die Rallye damit für uns auf dem zweiten Platz liegend zu Ende war. Nicht viel besser erging es Sepp und Monika, deren Kadett in WP9 ohne Sprit liegenblieb.

 

Leider war es daher aus Sicht der Scuderia Magra keine sonderlich erfolgreiche Rallye. Aus deutscher Sicht gab es aber mit Severin und Kay Thurner im BMW M3 E30 mit einem 9. Platz bei den modernen Fahrzeugen einen Lichtblick. Auch die beiden deutschen Lancia-Familenteams erreichten das Ziel und freuten sich über ihre Platzierungen: Frank Burkart/A. Zunftmeister eroberten Platz 11 und Stefan Burkart/M. Borowski Platz 13. Nächstes Jahr werden wir die Scharte auswetzen, wir haben noch Schotterreifen übrig ….

 

WP-Zeiten und Ergebnisse der 4. Tuscan Rewind finden sich HIER, und schöne Fotos der Rallye könnt ihr HIER, HIER und HIER bewundern.

 

stomi

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