PAUL PIETSCH CLASSIC am 24.- 25.05.2019

Ich hätte mir bisher nicht vorstellen können, dass mein Bruder mit einem seiner H-Autos auf die Idee käme, eine Classic-Rallye zu fahren. Aber da die Paul Pietsch Classic praktisch an seiner Haustüre vorbeiführte, war der Entschluss schnell gefasst und die Nennung mit seinem Ferrari 208 GTS Intercooler gemacht. Ein Trip wurde eingebaut und mechanische Uhren für die "Sanduhrklasse" gekauft.

 

Die letzten Jahre hatte mich Klaus zweimal überzeugt, das Eifel-Festival auf seinem 02er mitzufahren. Nachdem wir eine Menge Spaß hatten, die Technik uns aber leider bei beiden Starts ziemlich im Stich gelassen hatte, war ich gespannt, ob der Ferrari durchhalten würde. 

 

Weder mein Bruder noch ich hatten Zeit, um uns mit irgendwelchen Übungen mit Lichtschranken, Schläuchen und "Sanduhren" auf die Herausforderungen vorzubereiten. So sind wir also ziemlich blind in die Rallye gestartet. Gott sei Dank gab es keine Ori-Aufgaben mit Karte und Ausschnitten oder so, das wäre dann noch einer oben drauf gewesen.

 

An beiden Tagen ging es in den jeweils sieben WPs um verschiedene Schnittaufgaben, die Strecke war jeweils ca. 260 km lang. Auf den Verbindungen durfte man nicht schlafen, aber die ZKs waren meist doch gut zu schaffen. Klar im Vorteil war, wer so etwas schon einige Male hinter sich gebracht hatte. Wir nicht!

 

Umso überraschter waren wir, als wir am Ende des ersten Tages auf Platz 52 lagen, von 116 Teams, und haben uns gefragt, was die Anderen denn alles noch mehr falsch gemacht hatten wie wir.

 

Die harte Realität hat uns dann am zweiten Tag eingeholt, als mein Bruder ums Verrecken nicht auf mich hören wollte und versucht hat, seine eigenen Zeitvorstellungen wahr zu machen. Na ja, ich hab uns auch zwei/drei Male in die Pampa geschickt.

 

Das Schöne an einer Rallye mit dem Bruder ist, dass man mit ihm anders kommunizieren kann. "Warum hast Du denn nicht....., Du A....!". Aber wir mögen uns immer noch, trotz Platz 72 zum Schluss, und haben so viel gelernt, dass wir mit Sicherheit noch mal eine Rallye nachlegen werden.

 

Insgesamt war die Rallye toporganisiert, ein tolles Rahmenprogramm und sehr schöne Autos. Die Teilnehmer selbst waren uns ein Stück zu elitär. Wir brauchen kein Jackett bei der Siegerehrung, ich hatte auch gar keins dabei. Uups! 

 

Aber die 2 1/2 Tage waren halt auch ziemlich teuer. Uns war es das wert, weil wir schon auch das Drumherum wollten. Unser sportlicher Ehrgeiz hielt sich ja doch in Grenzen. Und der Ferrari hat klasse durchgehalten.

 

Heiko

Zurück

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten.  Durch den Besuch und die Nutzung dieser Seite stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.   Datenschutzbestimmungen [x]