32. Rally Elba Storico (I) 17.-19-9-2020

... oder "Reif für die Insel"

 

Corona bedingt sind wir dieses Jahr erst jetzt in die Saison gestartet und unser erster Weg führte uns zur Rally Elba Historic.

 

Nach dem Ausfüllen, Corona bedingt, einer Unzahl von Selbsterklärungen und sonstiger Dokumente für die Meldung, sind wir im Gegensatz zum letzten Jahr, ohne Komplikationen angereist und konnten noch am Samstagnachmittag ein Bad im Meer genießen.

 

Dem Hygienekonzept geschuldet gab es das Roadbook erst am Mittwoch. Für die meisten WPs hatten wir den Aufschrieb vom letzten Jahr und drei WPs über den Monte Perone wurden, mit geringen Abweichungen, in entgegengesetzter Richtung gefahren.

 

Ausgeschlafen und gut gestärkt haben wir am Sonntag unseren "Schrieb" für drei von neun Sonderprüfungen kontrolliert und teilweise verbessert. Montag und Dienstag verbrachten wir damit die Pace Notes für die WP 5, 7 und 9 zu erstellen und dank eines Nagels am Trainingsauto, das Reifenwechseln zu üben.

 

Mittwoch, nach Fiebermessen und Papierabnahme haben wir das Roadbook bekommen, alle WPs auf Schikanen und sonstige "Fallen" durchsucht und noch einmal alle abgefahren. Am Abend die zweite Hälfte der ersten WP, entgegengesetzt einer Einbahnstraße durch die Innenstadt von Capolivere führt, aufzuschreiben - saueng!!!

 

Am Donnerstag war für uns um 11.00 Uhr die Technische Abnahme wieder mit Fiebermessen, die sich, obwohl ohne Auto, auf drei Stunden hinzog.

Noch die Scheinwerfer und neue Reifen montiert, dann ab ins Meer eine Runde schwimmen.

Da die Zufahrt zu unserem Hotel Teil der WP 1 war, wurden wir daran erinnert uns bei Zeiten, bevor die Straße gesperrt wird, auf den Weg zu machen.

 

Um 21.00 Uhr ging das erste von 73 Fahrzeugen auf die Strecke. Nach einer kurzen Verbindungsetappe war schon der Start zur WP 1. Der erste Teil der Strecke führte schnell und flüssig 4 km entlang der Küstenstraße, nach einer Schikane weiter durch die enge und verwinkelte Innenstadt von Capolivere um auf der Ausfallstraße nach ca.1 km in eine schmale kurvige Straße zum Ziel der WP zu führen. Mit der 5. Zeit von 14 in der Klasse waren wir zufrieden.

Noch schnell nach Porto Azzurro in den Sevicepark und dann zurück in den Park ferme.

Um 23.30 Uhr dann das letzte Kaltgetränk an der Strandbar bekommen und eine Pizza geteilt.

 

Am Freitag hat das erste Auto um 9.00 Uhr den Park fermé verlassen um 10 Minuten später in Porto Azzurro im Servicepark zu sein.

 

Es standen 3 WPs im Nordosten der Insel auf dem Programm. Die erste Volterraio - Cavo mit 27,07 km (40 Seiten Schrieb!), in der die weiteren zwei WPs, Bagnaia – Cavo (18,57 km) und Nisportino – Cavo (11,42 km) verschachtelt wurden. Das Ziel war für alle drei gleich, nur der Start wurde immer weiter in die WP verlegt.

 

Kurz nach dem Start zur WP 3 hatten wir einen „Aha“ Moment, als unser Auto, bedingt durch eine längere Pause vor dem Start, mit kalten Reifen sehr unwillig in eine R3 einlenken wollte – es ging gerade noch gut.

 

Am Samstag ging es dann in den Westen der Insel um die letzten 5 WPs in Angriff zu nehmen. Auch hier waren einige Sonderprüfungen teilweise ineinander geschachtelt jedoch mit unterschiedlichen Starts und Zielen.

Die erste „Due Mari“ mit 22,43 km war auch gleich die längste WP dieser Etappe. Über schnelle bergauf und bergab-Passagen, unterbrochen durch enge verwinkelte Teilstücke, gespickt mit diversen Kehren, führte uns diese über den Monte Perone von einer Küste zur anderen. Etliche Teilnehmer stellten offensichtlich durch zu viel Übermut ihre Autos gleich in der ersten WP, mehr oder weniger verformt, ab. Dies führte dazu, dass wir vier Mal wegen geschwenkter gelber Flagge das Gas rausnehmen mussten. Der längste und anspruchsvolle Mittelteil der WP 5 war in WP 7 und 9 identisch.

 

Die WPs 6 und 8 (Due Colli) waren bis auf ein vorgezogenes Ziel (WP8) identisch. Gestartet wurde auf einer engen Straße in mitten von Villen, um kurz darauf auf eine Hauptstraße einzubiegen. Sehr schnell ging es über den ersten von zwei Bergen, gefolgt von einer erneut verwinkelten Passage, die ebenfalls auf eine sehr schnell zu fahrende Hautstraße mündete.

Nach dem Ziel der etwas kürzeren WP 7 zeigte sich erneut wie wichtig es ist, dass, wenn 30 m nach der Lichtschranke eine R3 folgt, man diese tunlichst mit im Schrieb haben sollte. Dieser Fehler wurde einem wunderschönen 911 zum Verhängnis und er landete unsanft auf dem Dach.

 

Ohne Probleme fuhren wir diese Etappe zu Ende und konnten mit unserem 1300er den 3. Platz in der 1600 ccm Klasse belegen und einen guten 26. im Gesamtergebnis.

 

Alles in Allem war es eine sehr schöne Veranstaltung. Jedoch die vielen Touristen machten es uns schwer, die vorgegebenen Zeiten einzuhalten. Die Slicks wurden teilweise auf den Verbindungsetappen genauso gefordert wie in den Sonderprüfungen.

Hier sollte der Veranstalter etwas ändern bevor es zu einem schweren Unfall kommt, der möglicherweise das Ende dieser Rally bedeuten kann.

 

Peter und Elke

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