14. MOTUL Rally Kumrovec 4. – 6.9.2025

Wir sind zwar schon wieder einige Zeit von der Rallye Kumrovec in Kroatien zurück und an den Planungen für die nächste Rallye, aber nun habe ich doch noch Lust und Zeit gefunden, ein paar Zeilen aufzuschreiben, denn der „See des Vergessens“ ist riesengroß und in ein paar Jahren weiß ich noch nicht mal mehr, dass wir dort waren.

Den Problemen an der Hinterachse, die uns bei der Casentino noch für ein paar Minuten ins Abseits befördert haben, sind wir auf den Grund gegangen und haben auch den Fehler gefunden. Mit frisch renovierter Hinterachse und damit wieder bekanntem Fahrverhalten, lässt es sich viel unbeschwerter fahren!

Die Rallye Kumrovec kennen wir schon, wir sind sie nun zum dritten Mal gefahren. Sie greift auf die Strecken des Weltmeisterschaftslauf in Kroatien zurück, dieses Mal war eine WP sogar absolut identisch. Wer einen Eindruck gewinnen möchte, der möge die Onboard-Aufnahmen von Adrien Formaux sehen (P.S.: Wir waren ein paar Minuten länger unterwegs).
https://www.youtube.com/watch?v=LFOapoeM9s8 Alle anderen WPs haben einen ähnlichen Charakter, sind schmal, mit vielen Kuppen und vielen Cuts, die mehr oder weniger tief und schmutzig sind.

Los ging es, wie schon im Vorjahr mit einer WP, die zwar nur 7,33 Kilometer lang ist, die es aber in sich hat. Der erste Durchgang bei Dämmerung, der zweite dann für alle in der Nacht. Für einige war das schon das Ende der Rallye. Im Regrouping dazwischen kam das Gerücht auf, dass es in der Prüfung aus Kübeln regnet. Wir hatten alle Trockenreifen drauf und froh, dass es sich als Gerücht erwies. Wie sowas zustande kommt, keine Ahnung, jedenfalls waren es Fakenews!

Für den Samstag waren zwei verschiedene Prüfungen mit jeweils ca. 14 Kilometer geplant, die jeweils dreimal zu befahren waren. Über Nacht hatte es dann tatsächlich geregnet, so dass alle, die konnten, am Samstag mit Regenreifen begannen. Die erste WP war leicht nass und in den Abzweigen und Cuts sehr bazig, so dass der Regenreifen kein Nachteil war. Die zweite war trockener und der Regenreifen wahrscheinlich ein Nachteil.

Nachdem es wärmer wurde und zunehmend abtrocknete, haben wir auf die weichen Trockenreifen gewechselt und im dritten Durchgang dann zu Testzwecken auf die härteren Trockenreifen. Mit denen hatte ich dann die Schwierigkeit sie warm zu bekommen.

Das Auto lief brav und ohne Probleme bis zur letzten WP, da ist uns dann doch glatt der Schaltknauf abgebrochen! Die restlichen Kilometer ließen sich aber mit dem Stummel der noch da war, problemlos absolvieren.

Ich war auch nicht fehlerfrei, und habe mich bei einem T-links schon auf WP 3 vertan, musste wenden und einiges an Zeit liegen lassen.

Ohne diese zwei Ereignisse hätten wir fast eine langweilige Rallye gehabt, aber eigentlich ist das ja eher ein gutes Zeichen, wenn es keine Überraschungen gibt. Jedenfalls sind wir im Ziel und das recht zufrieden.

Christoph

14. MOTUL Rally Kumrovec 4. - 6.9.2025