Auftakt geglückt!
So könnte man kurz und knapp unsere Teilnahme an der 23. Hunsrück-Junior-Rallye beschreiben. Aber schön der Reihe nach.
Mit einer großen Vorfreude – seit über einem dreiviertel Jahr nicht mehr hinter dem Lenkrad oder auf dem Beifahrersitz – ging es nach Veidsrodt, Nähe Idar-Oberstein.
„Die sechs Wertungsprüfungen mit 60 Kilometern Länge versprechen mit ihrem Anteil von 20 % an Schotter-Passagen einen spannenden Austausch mit einer hohen sportlichen Herausforderung“, so haben wir es in der Vorankündigung gelesen. Und es kam auch so.
117 Teams gesamt – 9 Teams in der Gruppe NC6 – gesamt knapp 140 km zu fahren: das waren die Ausgangsdaten.
WP 1: Quasi zum Einfahren ging es über 10,66 km von Wickenrodt nach Niederhosenbach. Schnelle Passagen mit wechselndem Untergrund haben schon einiges von uns gefordert. Ein besonderes Highlight war die Ortsdurchfahrt von Wickenrodt. Kopfsteinpflaster hat das Heck schon mal kommen lassen. Die Zuschauer (waren als Ortsansässige) haben dies sicherlich mit Freude genossen. Ohne Probleme ging es für uns dann auf die berüchtigte WP 2, in den Werzbacher Bruch.
WP 2: Steinbruch: Zahlreiche Unfälle und Ausfälle
Mit einer gehörigen Portion Respekt ging es für uns zum „Schottern“. Die durch Unfälle bedingte Startverzögerung hat nicht unbedingt zur Beruhigung für das Nervenkostüm beigetragen. Der auf zwei Runden festgelegte Rundkurs mit einer Gesamtlänge von 9,91 km hat von uns und von „Annette“ alles abverlangt. Auf Schotter zu fahren hat schon einen besonderen Reiz. Rutschiger, teils schmieriger Untergrund und durch Staub eingeschränkte Sicht hat uns etwas zur Vorsicht geraten, was letztendlich auch gut war. Wir kamen ohne Schäden an das WP-Ziel.
WP 3:
Auch wieder als Rundkurs angelegt ging es auf die WP 3. Mit 14,7 km die längste WP. Von Kirschweiler aus ging es in einem Rundkurs an der Hettenrodt vorbei und dann Richtung Mackenrodt. Schnelle Asphaltpassagen haben sich mit extrem groben Schotterwegen abgewechselt. Das eine oder andere Mal war es schon etwas knapp, aber unterm Strich ist alles gut gegangen. Optimierungen im Schrieb sind noch erforderlich und dann klappt es auch mit verbesserten Zeiten.
Die WP 4 und WP 5 haben wir ohne grobe Fehler abgespult und freuten uns auf die schnelle und abwechslungsreiche End-WP. Aber leider konnten wir uns auf der WP6 nicht bis zum Schluss freuen. Kurz vor Ende der zweiten Runde haben wir ein Schlagloch erwischt, das wir davor dreimal ohne Probleme überfahren haben. Leider haben die vorausfahrenden Autos das Schlagloch so vergrößert, dass unser Ankommen ein jähes Ende nahm. Plattfuß hinten links.
In „Schleichfahrt“ haben wir das Ziel erreicht und konnten als Finisher abends gemütlich ein oder auch das andere Bier trinken. Den Veranstaltern können wir unser uneingeschränktes Lob aussprechen. Es war eine tolle Veranstaltung und ein gelungener Auftakt für uns.
Die Ergebnisliste zeigt wie unfallträchtig und materialraubend die Rallye war. 49 Ausfälle (2 in unserer Gruppe) unterschiedlichster Art. Da können wir mit Platz 5 in der NC6 und Gesamtplatz 46 zufrieden sein. Luft nach oben ist noch, aber unter dem Strich müssen wir zufrieden sein. Zumal wir in der zweiten Runde unsere Zeiten überall verbessert haben.
Jetzt freuen wir uns auf unseren nächsten Einsatz bei der Labertal-Rallye am 03. Juli.
Gerhard
