Das mag für den einen oder anderen schwer zu verstehen sein, aber als ich mich im Januar entschloss, dass mein linker Fuß und ich getrennte Wege gehen, war mein beherrschender Gedanke und Wunsch so schnell wie möglich (und medizinisch vertretbar) wieder zurück ins Rallyeauto zu steigen. Fahren zu können, mit Kupplung!!
Aus mehreren Gründen entschloss ich mich dann meinen E30 zu verkaufen, der beim Jakob in besten Händen ist, und mir vom Sepp Haagn den 325er zu kaufen, den letztes Jahr die Gründauer-Brüder erfolgreich bewegt haben. Keine Ausreden, am Auto liegt es jetzt nicht mehr.
Der Plan, die Labertal als erste Veranstaltung „nach der Trennung“ zu fahren, war medizinisch leider noch nicht möglich. Umso g…er war ich auf den Saisonausklang beim Sprint in Deggendorf. Nach kurzer Klärung zwecks „Beifahrer-Sharing“ war alles klar, Tobi und ich Starnummer 12, Tobi und Gerhard Startnummer 42 glaube ich. An dieser Stelle auch ein großer Dank an Tobi der, ob der Erfolge in diesem Jahr mit Gerhard (Denen sei hier auch noch einmal herzlich gratuliert), die Eier hat sich bei mir ins „neue Auto“ zu setzen, obwohl wir noch keine 5 Kilometer mit dem Auto gefahren sind. Geschweige denn ich überhaupt gewusst habe ob das alles so mit dem Bein funzt.
Aber siehe da, „Es fährt“ #geilesache
Der Rest ist eigentlich unspektakulär, irgendwie, und doch nicht.
Los ging es am Freitag als mein neuer Chef mir unseren kleineren der beide Abschlepper zur Verfügung stellte. Der große heißt Tarzan, der andere, Jane, richtig!
Also, Samstag früh, der E36 Huckepack auf Jane, gings nach Deggendorf, gemütlich mit 120. Ist schon entspannter als mit Anhänger.
Vor Ort angekommen, Tobi und Gerhard waren ja schon da, technische Abnahme in 3 Minuten erledigt. Dann ging es auf die Besichtigung der Prüfung, wobei eigentlich einmal drüber fahren reicht, weil – es ist ja eh wie immer.
Ob der möglichen Wetterszenarien (Es ko renga, es ko schneibm, es ko a schee Weda bleim) hatte ich mich entschlossen den Federal 595 RSR aufzuschnallen. Solln doch die anderen wechseln, bei mir geht’s um nix. Mit einem NC7 Auto in der 6, weil zu wenig 7er am Start, da hätte ich auch mit Winterreifen fahren können. Aber der Reifen war die Sensation.
WP 1 lief so, ja mein Gott. Keine Ahnung was das Auto macht, also vorsichtig. Dummerweise ist uns das (Plastik)Gaspedal in der dritten Runde gebrochen was zum einen blöd ist und zum anderen unangenehm, wenn es auf Halbgas klemmt. Aber dann sind wir halt nur mit dem Eisenhebel am Boden gefahren, ging auch. WP 2 bis auf einen Verbremser in der Schikane (ohne Abräumen) „unauffällig“. Aber schon ein besseres Gefühl und schneller als auf der 1. WP.
Dann gings anders rum und das hat mir echt besser getaugt. Viel flüssiger, und natürlich alles irgendwie schneller. Wobei schon mal angemerkt werden muss, dass es allgemein schon ziemlich zügig durch die Walachei geht. Selbst bei meinem Serienauto, das lange gerade Stück neben der Autobahn entlang, war die Tachonadelkurz vor der 2. Ich meine ja nur…
Und dann kam WP 4. Es regnete in Strömen. Die meisten hatten ja zwischen den Sprint´s gewechselt. Wir hatten quasi Intermediate drauf. Egal. Ich hab zum Tobi gemeint, No Risk, nix kaputt machen. Jetzt fahren wir für die Fotografen. Und dann geht dieser Reifen so dermaßen gut im Regen, dass wir echt mega viel Spaß hatten und für meine bescheidenen Verhältnisse eine Bomben-Zeit im Regen gefahren sind.
Angekommen, nix kaputt, das Auto war perfekt, nur der Zigarettenanzünder ging nicht, Fuß passt und es hat Spaß gemacht – was will man mehr.
Leider ging´s mir dann nicht so ganz gut, leicht grippal. Deswegen bin ich gleich nach Ende des Parc Fermé mit der Jane nach Hause. Als dann auf Höhe Flughafen der Tobi angerufen hat und irgendwas von Klassensieg erzählt hat, hab ich am Anfang gar nix kapiert, danach immer noch nix, aber mich dann gefreut und doch geärgert dass ich so früh weg bin.
Aber ehrlich, wer rechnet denn damit? Und, verstanden hab ich es noch immer nicht.
Aber wenn man so will, ist es ein schönes „I-Düpferl“ Am Ende eines langen Weges mit vielen Neuen Dingen.
An der Stelle noch ein herzliches vergelts Gott an alle die mir im letzten Jahr geholfen haben, angerufen oder mich besucht haben. Und auch an diejenigen die mir Grüße ausrichten ließen.
Tommy
