46. Criterium Jurassien (CH) – Slowly Sideways 4./5.4.2025

Was für ein Unterschied zum letzten Jahr! Statt Schneetreiben, Graupelschauern der übelsten Art, Regen und saukalt war das Wetter dieses Jahr „a dream“. Frühlingshafte Temperaturen und Sonne pur, da ist man doch gleich ganz anders drauf und kann auch die schöne Landschaft im Schweizer Jura richtig genießen.

Von Singen aus machte sich das Magra-Außenstelle-Bodensee-Team Stefan Burkart / Heiko Cordes mit dem Mazda GTX Gruppe A auf dem Hänger auf den angenehm kurzen Weg nach Saignelegier in der Nähe von Biel, zum ersten Lauf der Schweizer Rallyemeisterschaft, allerdings für Slowly Sideways. Schön, wenn man sich am Ort schon auskennt und weiß, wo es abends ein hervorragendes Käsefondue gibt. Außerdem waren uns vom letzten Jahr schon einige der insgesamt 8 Prüfungen bekannt, so dass das Training am Donnerstag recht locker von statten ging, wir uns zur kulturellen Erfrischung sogar eine Burg anschauen konnten, und in den bestehenden Schrieben noch einige wichtige Korrekturen vornehmen konnten.

Slowly Sideways ist eine schöne Art des Rallyefahrens, ohne diesen permanenten Zeitdruck, und jeder kann mit seinem „Klassiker“ so viel Gas geben, wie er will. Die Truppe um Ralf und Remi organisierte das Ganze parallel zur Meisterschaft souverän, entspannt und megafreundlich, toll! So gab es dieses Jahr für die 29 Slowlys, die vor den Meisterschaftsklassen als Demonstrationsevent vorausfuhren, auch keine Bordkarten, auf denen ZK- oder DK-Eintragungen hätten gemacht werden müssen. Nur die Startzeiten an den WPs waren festgelegt und pünktlich zu erreichen. Aber auch da gab es eine einfache Abfertigung bei den Starts, die Reihenfolge der Fahrzeuge war nicht relevant. Also alles SEHR locker! Was auffiel ist, dass das Slowly-Teilnehmerfeld zu 80% aus Replica-Fahrzeugen bestand, von denen aber die meisten wirklich sehenswert sind.

In der Gesamtstrecke von 343 km waren 130 km Sonderprüfungen auf Asphalt enthalten. Die erste Prüfung am Freitagabend, uns schon bekannt, hatte es mit fast 30 km als Start-WP ganz schön in sich, mit sehr schnellen Passagen bergauf, zum Ende hin dann mit diversen engen Kehren bergab und flottem Kurvengeschlängel am Berg entlang. Nach der Winterpause waren wir wohl noch nicht ganz wach und entdeckten einiges an Potential.

Samstagmorgen war Start an der ersten WP schon um kurz vor 7 Uhr. 3 Prüfungen je zwei Mal und ein Mickey-Maus-Rundkurs mit 4,5 Runden standen an. Auch hier wieder sehr anspruchsvolle Prüfungen, eine davon gut 28 km lang, in ständiger Abwechslung von sehr schnellen Stücken mit viel 4ern und 5ern und schnellen Kehren oder engen Ts. Erst in der zweiten Runde lief es dann für uns ziemlich gut, wir hatten uns wieder aneinander und an die Geschwindigkeiten gewöhnt. Gegenüber der ersten Schleife waren wir um gut 1 – 2 sec/km erfreulich schneller, die Routine kehrt bei uns zurück. Aber dann war auch schon leider wieder Schluss. Denn auf den Start des Rundkurses als letzte WP hätten wir noch mal 1,5 Stunden warten müssen, und das für insgesamt 7 km WP. Das haben wir uns dann verkniffen und waren dafür noch im Hellen zurück in Singen. Der Mazda lief perfekt, schee wars!

Heico

46. Criterium Jurassien (CH) - Slowly Sideways 4./5.4.2025