6. Rally Internazionale Storico Costa Smeralda (I) 15./16.4.2023

Als das Auto nach der Winterpause endlich fertiggestellt worden war, sind wir in die Saison 2023 gestartet.

Die Reise führte uns nach Sardinien an die wunderschöne Costa Smeralda zum 2. Lauf der Italienischen Meisterschaft für historische Fahrzeuge.

Nachdem wir nur eine Wertungsprüfung neu schreiben mussten, war der Aufschrieb am Donnerstag schnell erledigt. Wegen der starken Regenfälle in der Nacht zum Freitag sind wir aber die gesamte Strecke noch einmal abgefahren, um eventuelle „Sandeinspülungen“ zu notieren. Die Papier- und technische Abnahme erfolgten anschließend reibungslos, lediglich mit der Firma, welche das Trackingsystem bereitstellt, gab es Probleme, weil die Einbauanweisungen vor Ort nicht mit den Vorgaben auf deren Webseite konform waren.

Samstagmittag ging es endlich los. Auf dem Weg zur ersten Sonderprüfung merkte ich schon, dass sich Bremsfading ankündigte. Trotz dieses Handicaps und einiger Motoraussetzer fuhren wir die erste Klassenbestzeit und den 26. Gesamtplatz ein. Die Bremsprobleme und ein vor uns startender Porsche, auf den wir nach der halben WP 2 aufgelaufen sind, brachte uns einen 3. Platz.

In der 3. WP dann kamen zu den bekannten Beeinträchtigungen (Bremsen, Motoraussetzer und der langsame Porsche) noch Regen und falsche Reifen dazu. Unsere Konkurrenten in der Klasse 1600 ccm starteten aufgrund deutlich niedrigerer Startnummern mindestens 10 Minuten vor uns und somit noch im Trockenen.

Der 3. Platz in der Klasse war irgendwie von da an abonniert, und wir beendeten den 1. Tag auf einem guten 29. Gesamtplatz.

Bei schönstem Wetter ging es am Sonntag auf die 2. Etappe. Auf noch leicht feuchten Straßen ging es mit erhöhtem Puls in die WP 5 und wieder: „täglich grüßt das Murmeltier“, in unserem Fall das Bremsfading.

WP 6 war für italienische Verhältnisse extrem schnell, ich musste sogar teilweise „lupfen“ um den Motor nicht zu überdrehen.

Die 7. und vorletzte WP war eine Wiederholung von der ersten am Morgen mit inzwischen trockener Fahrbahn. Nach einer schnellen Passage (100 L5, 50 R 2 eng) verabschiedete sich der 2. Gang und im weiteren Verlauf hatten wir mit viel Getöse und Mahlgeräuschen nur noch den 3. und bedingt den 4. Gang zur Verfügung. Wir waren froh darüber noch mit eigener Kraft aus der Prüfung zu kommen.

Nach der Zieldurchfahrt gab es ein Stelldichein mit weiteren Team-Bassano-Freunden, Matteo Luise (Fiat Ritmo) ebenfalls mit Getriebeschaden an 3. Stelle im Gesamt ausgefallen und Deserti (Lancia Stratos) durch leichte Kaltverformung und mit Reifenschaden.

Jetzt mussten wir den Abtransport der defekten Fahrzeuge organisieren, was nicht so einfach war. Wir standen am westlichsten Punkt der Rallye und Porto Cervo, wo der Anhänger und das Zugfahrzeug warteten, war ca. eine Stunde entfernt. Dank den Helfern vom Team Bassano war ein Shuttle schnell organisiert und während ich nach Porto Cervo gebracht wurde, blieb Elke zurück und passte auf unseren Kadett auf.

Dank des diesjährigen Zeitplans war es uns möglich die Autos abzuholen, eine Kleinigkeit in Olbia zu essen und anschließend pünktlich auf der Fähre zu sein. Ein Ausfall in der letzten WP oder mit dem letztjährigen knappen Zeitplan hätte ziemlich sicher zum Verpassen der Fähre geführt.

Trotz des Ausfalls fahren mit einem positiven Gefühl nach Hause. Wir sind sicher, wenn die Kinderkrankheiten beseitigt sind, ein sehr gutes Auto zu haben.

PeGö/EGö

6. Rally Internazionale Storico Costa Smeralda (I) 15./16.4.2023