7. Romania Historic Winterrallye (RO) 19. – 22.1.2023

Der Veranstalter ist Paul Lacombe (romaniahistoricrally@gmail.com), ein freundlicher Franzose der mehrere Rallyes veranstaltet, ua. auf Korsika, eine gemischte Rallye mit Schotter und Asphalt. Er bietet auch einen Aufschrieb zum Kauf an. Keine Ahnung warum man das braucht. Aber ohne vorherige Besichtigung auf solche Prüfungen? Niemals!

Der Transport wurde von Jean Louis Meynart organisiert (jlmeynart@legendary-racing.com), einem Teambesitzer für historische Fahrzeuge aus Belgien. Unser Auto wurde an meinem Wohnort abgeholt und auch wieder zurückgebracht.

Für den Rallyeservice vorort haben wir uns beim Serviceanbieter George Grigorescu (mach1gg@yahoo.fr) eingemietet. Top professionell, freundlich, zuverlässig.

Gewohnt haben wir, wie die meisten Teilnehmer, im Hotel Clermont. Internationaler Standard mit kleinem Spa Bereich in Covasna. Start, Ziel und Serviceplatz in fußläufiger Nähe.

Unsere An- und Abreise war über den Flughafen Bukarest, und von dort mit einem Mietwagen noch ca. 250 km bis Covasna. Dieser Pkw war auch unser Trainingsauto, deshalb haben wir bei der Miete auf Allrad geachtet.

Was uns an der Rallye gereizt hat, war die Aussicht auf eine schneereiche Winterrallye. Nur war dieses Jahr kein Schnee da! Muß wohl selten vorkommen, wir Glückpilze! Also wurde eine Schotterrallye draus. Trotzdem sind fast alle (bis auf uns) nach der ersten Runde auf die langen Schweden Spike gewechselt. War bei dem gefrorenen Boden eindeutig schneller. Warum wir nicht? Weil unser Teamchef (ich!) zu Hause nicht probiert hatte, ob die Felgen auch funktionieren! Prompt standen diese an der Bremse an. So war es doch recht rutschig und dementsprechend hatten wir Spaß und viel Kurbelei. Und der Schotter hatte es in sich. Nix Skandinavien! Sondern grobe Steine. Dementsprechend sind viele Teilnehmer ausgefallen, ca. 50%. Wir gingen es entsprechend vorsichtig an und kamen problemlos durch. Und Massimiliano hatte uns den Mazda wieder mal top vorbereitet hingestellt, so ein Ex-Werks Gruppe A – Auto ist halt stabil.

Den Ablauf der Rallye sehen die Franzosen entspannt und das Super Rallye-Reglement gab es sowieso. Strafzeiten auf den Transportetappen gab es keine und beim Regrouping immer Verpflegung, sowie modernes GPS zur Überwachung der Fahrzeuge, falls auf der WP was passiert. Noch ein schönes Beispiel: Der, wie jedes Jahr im unterlegenen BMW 325ix um den Sieg mitkämpfende Paul Chabloz, lag vor der letzten WP mit 2 min. in Führung. 2 km vor dem Ziel geht ihm der Motor aus. Zum Glück geht’s bergab und er rollt ins Ziel. Und wer schleppt in danach zur Ziel ZK? Genau, der Zweitplatzierte!

Wie der Veranstalter sind auch die meisten Teilnehmer Franzosen oder Belgier. Französisch hilft also. In Rumänien sprechen die meisten Leute Englisch oder gar Deutsch. Es sollte also keine Verständigungsprobleme geben.

Anzumerken ist der sehr freundlicher Umgang der Teams untereinander. Falls jemand ein Problem hat oder ein Ersatzteil gesucht wird, man hilft sich gegenseitig. Ein paar Promis waren auch dabei, so der Ex Gruppe N Weltmeister Gregoire de Mevius! Mit einem seltenen und sehr schönen Nissan Sunny Gti-R, ist aber leider ausgefallen. Dann noch der historische F 1 Fahrer Christoph d´Asembourg, der sich mit seinem Sohn am Steuer abgewechselt hat. Ein Top 10 Ergebnis der beiden bei der ersten Rallye des Juniors überhaupt. Und das bei diesen schwierigen Verhältnissen. Super.

Fazit

Es war die teuerste Rallye die ich jemals gefahren bin. Dazu ein Zeitaufwand von einer ganzen Woche. Und leider kein Schnee – aber da kann ja niemand was für. Guido war begeistert. Falls also jemand nächstes Jahr hin will und einen Co sucht, er ist dabei. Bei mir ist es noch fraglich.

Startgeld € 3.600. Transport des Rallyeautos € 2.100, Service € 900, plus Flüge, plus Hotel, plus Leihauto! Seufz.

7. Romania Historic Winterrallye (RO) 19. - 22.1.2023