Vom 16.-18. Mai 2025 fand im schönen Niederösterreich das 2. Revival zur “österreichischen Alpenfahrt´73” statt. Eine Gleichmäßigkeits Rallye für Fahrzeuge, die damals auch mitgefahren sind. Auf den Strecken des WM-Laufs von 1973 – zum Teil auch durch Wälder mit rund 30km Schotteranteil. Die Schnitte waren ordentlich, so dass man fast keine Verschnauf- oder Pinkelpausen hatte. Gemeinsam mit Co Andreas Kurz haben wir die fast 500km lange Strecke mit 12 Wertungsprüfungen und 210km Länge unter die Räder genommen.
Die Anzahl der VIPs war enorm. Hier ein Auszug: Achim Mörtl und Sigi Schwarz als Vorausfahrzeug. Bei den Teilnehmern waren viele der Haudegen von vor über 50 Jahren angetreten: z.B. Günter Wanger, Franz Wittman (12-facher Staatsmeister), Sepp Haider, Sepperl Pointinger, Herbert Gründsteidl, Gabi Husar, Rauno Aaltonen oder Jochen Neerpasch (Gründer der BMW Motorsport GmbH). Mein Nullzwo passt bei der Veranstaltung perfekt hinein. Das fanden auch R. Aaltonen und J. Neerpasch und haben sich anerkennend vor meinem Nullzwo ablichten lassen. Mit solch einem BMW sind damals ja Achim Warmbold, Tony Fall und Rauno Aaltonen gefahren.
Mit “unserem” Nullzwo fuhr Tony Fall im Jahre 1971 auf den 5. Gesamtrang. 1973 gewann Warmbold den einzigen WM-Lauf Österreichs. Aaltonen startete zweimal, kam aber nie ins Ziel.
Tja, und wie lief´s bei uns? Überraschend gut. Es gab keine Schlauch- oder Lichtschrankenmessungen, sondern eine Art RFID-System mit Chipaufklebern an der hinteren Seitenscheibe und einen Transponder im Handschuhfach. Wie das funktioniert und vor allem, wie genau das ist, bleibt mir ein Rätsel…
Das Wetter war komplett. Heißt alles, was es so geben kann: Sonne. Wolken. Wind. Regen. Sturm. OK, ich weiß, fehlt noch Gewitter mit Schnee, Eis und Hagel…. Die Landschaft in der Wachau ist hügelig und hat super schön geschwungene Straßen. Und kaum Verkehr. So war der Schnitt einzuhalten. Es sei denn eine Radlerguppe ist im Weg….
Die Wertungsprüfungen waren zwischen 10 und 43 Kilometer lang. Und je WP gab es nur eine Zeitvorgabe. Das gefällt mir. Man kommt zum Fahren, sieht und genießt die Landschaft und muss “nur noch” rechtzeitig durch die Zeitmessung fahren. Das scheint uns besser gelungen zu sein, als den anderen Sportskameraden. So konnten wir in unserer Altersgruppe (Bj 1920-1973) den 2. Platz v. 26 erreichen. Dass es im Gesamt auch der 2. Platz (von 48 Startern) wurde, hat uns dann schon sehr erstaunt und erfreut. Und ganz ehrlich: wann sieht man sich im Ergebnis vor einem Wittmann, Pointinger, Grünsteidl etc…
Fazit: das Orga-Team dieser Alpenfahrt mit Jörg Pattermann, Christian Weitgasser, Rudi Wallner hat einfach eine starke Rallye zusammengestellt.
Ich spreche meine Empfehlung aus – das war genial.
Martin
