Nach der Anreise am Freitagnachmittag, hatten wir die Dokumentenabnahme und technische Abnahme schnell erledigt. Der Samstag startete um 07:30 Uhr mit dem Besichtigen der WPs. Danach war klar, es wird schnell und schwer in der NC6 aufs Podium zu fahren, neben zwei BMW 140 X Drive ging es gegen einen Audi TTRS und zwei Yaris, die schwer einzuschätzen sind. Zudem war mit Pfeifer/ Hausladen im Mitsubishi Evo und Hartmann/Weinert im BMW 130 auch noch starke Konkurrenz am Start.
WP 1, eine 8 km lange A-B Prüfung, war durch den nächtlichen und morgendlichen Regen auf den vielen Waldpassagen noch nicht ganz getrocknet, wir sicherten uns die viertschnellste Zeit.
WP 2, Rundkurs, 10 km. Wir sind top motiviert am Start, die Stecke wird immer trockener und wir hoffen auf keinen Verkehr, der uns behindert. Dieser Wunsch wurde uns nicht erfüllt, denn nach einer halben Runde hatten wir den Yaris aus der NC2 vor uns und wir mussten ihn die enge Bergauf-Teilstrecke vor uns hertreiben, dabei wurde zwar geblinkt aber nicht zur Seite gefahren. Dann gab‘s noch technische Probleme beim Yaris, sodass er fast stehen geblieben ist. Dies alles hat uns reichlich Zeit gekostet und es war ja noch nicht zu Ende (3 Runden + Ausfahrt). Nachdem keine Möglichkeit zum Überholen bestand, bis zu einem kurzen Stück auf einer Landstraße, fuhren wir in angepasster Geschwindigkeit hinterher und unter dem Jubel der Zuschauer haben wir den Yaris dann kurz vor einer Schikane überholt und konnten Vollgas geben, leider ohne großen Erfolg.
WP3, 7 km A-B Prüfung, war dann ereignislos, schnell aber auch noch leicht feucht in den Waldpassagen.
WP 4 (wie WP 1) lief gut, zwei Sekunden schneller als im ersten Lauf.
WP 5 (wie WP 2) nach dem Start in den Rundkurs und einer halben Runde kam ein OH HO vom Fahrersitz was nicht sehr ermutigend war, zudem fühlte es sich an wie auf rohen Eiern zu fahren. Leider bremsten uns hier Fahrwerksprobleme komplett aus.
WP 6 (wie WP 3) nach kurzem Abwägen, ob wir es wagen sollen trotz einem schnell unfahrbaren Auto, entschieden wir uns es zu versuchen und ins Ziel zu rollen. Dies gelang auch ohne Vorkommnisse, mit einer Zeit, die man auch auf dem Fahrrad geschafft hätte.
Unsere Analyse in der Werkstatt brachte dann Gewissheit: Die Schraube vom oberen Querlenker war abgerissen und das Rad machte, was es wollte. Neue Schrauben sind bestellt und auch die Hinterachse bekommt neue Schrauben, das Auto wird neu vermessen und danach freuen wir uns auf die Labertal Rallye.
In Summe war die Niederbayern Rallye für uns enttäuschend, aber manchmal hängt alles an einer M12-Schraube. Die Orga der Rallye war super und die WPs gut ausgewählt. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner des Wochenendes, vor allem an das Team Pfeiffer/Hausladen zu einem wohlverdienten zweiten Platz in der NC6.
Tobi
