AvD-Niederbayern Rallye 30.8.2025

Jetzt haben wir ja schon einige Zeit lang nichts mehr geschrieben dieses Jahr, um genau zu sein seit der Rallye Ulm im März. Und nachdem wir seitdem die Fürst Carl, die Osterrallye Tiefenbach, Labertal, Hunsrück Junior und Grabfeld mehr oder minder erfolgreich hinter uns gebracht hatten, mit Platzierungen die vom dritten Klassenplatz bis zum Ausfall mit gerissenem Ölfilterdeckel reichten, stand jetzt Ende August eine echte Premiere für uns an: die Rallye Niederbayern. In die Höhle der manchmal nur schwer verständlichen lokalen Löwen hatten wir uns noch nie getraut. Vielleicht haben sich deswegen gleich drei Musketiere, aka Magra Teams, mit uns auf den Weg gemacht: Kreuzeder / Weigelt im geliehenen 325ix E30, Lang / Zeiske im 325i E36 und Hinderer/Heubl im Carrera waren auch am Start.

Die Wettervorhersage war: indifferent. Also hatten wir außer den 5 Reifen am Auto auch noch unsere 5 Regenreifen eingepackt. Das Set am Auto, also die Trockenausstattung, bestand aus vorne runderneuerten RGC Semislicks, weil die Vorderreifen haben’s ja eher leicht bei uns, und hinten aus Medium Hoosier, die bei den vorhergehenden Rallyes schon an ein hartes Leben gewöhnt worden waren. Das sollte für 70 WP km gerade ausreichen wenn’s trocken bleibt. Und es blieb. Und es reichte.

Die drei langen WPs bestanden aus superschnellen breiten Straßen ausschließlich auf Asphalt um das beschauliche Außernzell herum. Zwei, drei mal den zweiten und dritten Gang, und den Rest der WP ging’s im vierten und fünften Gang vorwärts. So eine Charakteristik ist natürlich als BMW-Land bekannt. Und wie wir merkten – auch als Alexander-Land. Wie immer haben wir während der Rallye nicht auf Zeiten geschaut, das könnte einen ja nervös machen.

Aber irgendjemand erzählte, dass wir im Regrouping nach drei WPs vorn in der Klasse lagen. Aber da waren natürlich noch der Lokalmatador Rudi Weileder im Mitsubishi und auch Fritz Köhler im neuen M3 E36, genannt Lilly 2.0. Und wer Lilly 1.0 kannte, der kann ahnen was das bedeutete. Long story short, wir endeten auf dem zweiten Platz hinter Rudi, und gerade mal eine Zehntel Sekunde vor Fritz Köhler, der auch auf der zweiten Runde mächtig aufgedreht hatte. Der fünfte Platz im Gesamt rundete den schönen Tag für uns auch noch ab, von der stimmungsvollen Siegerehrung im Stadel ganz zu schweigen.

Bei den anderen Magranern waren auch zwei Zielankünfte zu verzeichnen. Tommy schien sehr zufrieden, seinen frisch renovierten roten Renner ohne Probleme ins Ziel gebracht zu haben. Gerhard hat seinen Beifahrer Hartmut mit einigen Drifts gekonnt unterhalten, da hat sicher das Schotterfahrwerk des Leihwagens geholfen. Von daher glückliche Gesichter im Ziel, bloß dem Peter Hinderer seine Kipphebel sind unterwegs entzwei gegangen und sie haben uns im Ziel deswegen gefehlt.

Trotzdem, Niederbayern ist eine Reise wert!

Jürgen Grohs

Einen Film gibt es hier zur sehen: https://www.scuderia-magra.de/videos

AvD-Niederbayern Rallye 30.8.2025